openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Was verheimlichen Kölner Verwaltung und Politiker?

08.07.201611:29 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Was verheimlichen Kölner Verwaltung und Politiker?

(openPR) Die Nord-Süd-Stadtbahn wird deutlich teurer als geplant – aus den ursprünglich 550 Mio. Euro werden wohl mindestens 1,3 Mrd. Euro. Für die 1. und 2. Baustufe wurden bereits 1,192 Mrd. Euro ausgegeben, für das Gleiswechselwerk am Waidmarkt werden 15 Mio. Euro und für die oberirdische Verlängerung der Bahn von der Marktstraße bis zum Verteilerkreis Köln Süd (3. Baustufe) 84,3 Mio. Euro veranschlagt.



Die Zahlen lassen sich im Internet recherchieren – undurchsichtig bleibt, wie hoch der Anteil ist, den die Stadt Köln selbst tragen muss. Die 30% Landesmittel und die 60% Bundesmittel sind durch einen maximal bezuschussfähigen Betrag begrenzt. Bewilligungsstelle ist die Nahverkehr Rheinland GmbH, die den kompletten Zuschuss für alle drei Baustufen mit 737 Mio. Euro beziffert.
Demnach muss die Stadt Köln die restlichen Kosten (rd. 560 Mio. Euro) selbst tragen. Das wäre mehr als das zehnfache des ursprünglich veranschlagten Betrages von 55 Mio. Euro (10% von 550 Mio. Euro).

Der Schadensbetrag für das eingestürzte Historische Archiv am Waidmarkt (1,2 Mrd. Euro) und die Untersuchungskosten zur Feststellung der Einsturzursache (124,9 Mio. Euro) sind darin noch nicht eingerechnet. Die Teilinbetriebnahmen von Streckenabschnitten (Linie 5 und 17) sind darüber hinaus sehr kostenintensiv.

Wie hoch sind die Zuschüsse für die 3. Baustufe und was kosten die Teilinbetriebnahmen?

Eine entsprechende schriftliche Anfrage von Colonia ELF an die Stadt Köln bleibt – trotz mehrfacher Nachfragen – seit Monaten unbeantwortet. Auf ähnliche Fragen des Bundes der Steuerzahler NRW wurde phrasenhaft und auch nur teilweise geantwortet. Das ist nicht die von Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrem Interview mit Deutschlandradio Kultur vom 29.06.2016 versprochene Transparenz der Verwaltung. Ein Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen, das mit einem Einzelantrag Licht ins Dunkel der Fördergelder bringen wollte, zog seinen Antrag in der Sitzung am 04.07.2016 zurück.

Verwaltung und Politik drohen unablässig, die erhaltenen Fördergelder müssten zurückgezahlt werden, wenn die 3. Baustufe nicht wie geplant gebaut würde. Ein derartiger Vorbehalt ist im Zuwendungsbescheid für die Fördergelder aber gar nicht enthalten. Bis zur Passierbarkeit der 1. Baustufe am Waidmarkt, frühestens im Jahr 2024, wäre eine Bahn auf der Bonner Straße (3. Baustufe) eine weitere teure Teilinbetriebnahme. Ob die damit verbundenen Zusatzkosten die Höhe der ggf. noch ausstehenden Fördergelder des Bundes übersteigen, bleibt aufgrund der mangelnden Auskunftsbereitschaft der Stadt offen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 910620
 143

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Was verheimlichen Kölner Verwaltung und Politiker?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Anwohner-Initiative Colonia ELF

Bild: Das Baum-Massaker (1) an der Bonner StraßeBild: Das Baum-Massaker (1) an der Bonner Straße
Das Baum-Massaker (1) an der Bonner Straße
Köln. Zwei Jahre ist es her, dass die Stadt Köln mehr als 300 Bäume entlang der Bonner Straße fällen ließ. Am 19.10.2017 hatten Baumschützer den Beginn der Fällungen noch verhindert – trotz eines sehr großen Polizeiaufgebotes. Als am Mittag des nächsten Tages die Verhandlungen mit der Kölner Verkehrsdezernentin Andrea Blome endgültig scheiter­ten, zogen sich die meisten der Demonstranten zurück. Einigen war es emotional unmög­lich, die Bäume ihrem Schicksal zu überlassen: Sie stellten sich vor die Bäume und be­setzten den Wood Cracker. Zweckl…
Bild: Verkehrswende in Köln erhält PlatzverweisBild: Verkehrswende in Köln erhält Platzverweis
Verkehrswende in Köln erhält Platzverweis
Köln. Am 23.06.2019 wurde die Nord-Süd-Fahrt in Köln zur verkehrsfreien Erlebnis-, Ausstellungs- und Interaktionsplattform für zukunftsgerichtete Mobilitätskonzepte, urbane Kreativität und nachhaltiges Zusammenleben. Auf einer der meistbefahrenen Straßen Kölns sollten die Vielfalt des Alltags aber auch die Komplexität des Miteinanders für einen Tag lang anders sichtbar werden: Willkommen zu STRASSENLAND! Einige Mitglieder des Bündnisses verkehrwende.koeln nahmen an der Veranstaltung teil: die Verkehrswende in Köln schien ja das gemeinsame Zi…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Köln: Verkehrsinfarkt in Rondorf - Freie Wähler beklagen Mutlosigkeit von CDU und SPDBild: Köln: Verkehrsinfarkt in Rondorf - Freie Wähler beklagen Mutlosigkeit von CDU und SPD
Köln: Verkehrsinfarkt in Rondorf - Freie Wähler beklagen Mutlosigkeit von CDU und SPD
… lokaler Medien. „Da geht es um Macht, Geld, sowie um die Verhinderung eines totalen Gesichtsverlusts bei einigen Verantwortlichen im Rat, der BV, aber vor allem bei der Verwaltung. Ich habe sogar ein wenig Verständnis dafür, dass man seitens der Presse fundamentale Kritik möglichst herunterspielt, weil eben auch hier eine enge Verflechtung mit der etablierten …
Bild: 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn Köln - Wer nicht hören will !Bild: 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn Köln - Wer nicht hören will !
3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn Köln - Wer nicht hören will !
… zu führen und Argumente auszutauschen, schlugen bislang fehl. Die akuteste Forderung der Initiativen war, die Baumfällungen aufzuhalten, damit über Lösungen diskutiert werden kann. Die Verwaltung wollte aber offensichtlich zeigen, wer in der Stadt das Sagen hat. Anfang Oktober sollten 300 Bäume gefällt werden, obwohl die eigentlichen Bauarbeiten zur …
Kölner Kultur fordert größeres Engagement der Politik
Kölner Kultur fordert größeres Engagement der Politik
… den Kulturakteuren ist eher verhalten, auch wenn der Kölner Kultur von den Befragten eine positive Weiterentwicklung bescheinigt wird. Der von der Verwaltung vorgelegte Kulturentwicklungsplan wird mehrheitlich sehr positiv aufgenommen, eine zügige Umsetzung allerdings angezweifelt. Die Befragung zum Kölner Kulturindex ist das Ergebnis einer Initiative …
Bild: Bürgerhaushalt 2017 in Köln: Wer sind die Bürger?Bild: Bürgerhaushalt 2017 in Köln: Wer sind die Bürger?
Bürgerhaushalt 2017 in Köln: Wer sind die Bürger?
… Dieselfahrer ab, die ein Fahrverbot in Köln vermeiden wollen? Sind es Politiker, die das Problem – wie bisher – herunterspielen wollen? Ist es die Stadtverwaltung, die lieber wenige Stationen, dafür aber für Kosten im sechsstelligen Bereich bevorzugt? Fakt ist, dass sich jeder beteiligen kann! Die eigentlichen Betroffenen dieses Vorschlages sind aber …
FDP: Verwaltung hat Projekt "Tag der Jugend" nicht verstanden
FDP: Verwaltung hat Projekt "Tag der Jugend" nicht verstanden
… Ausschüsse erarbeiten zu lassen, hat laut FDP-Fraktion mit dem geforderten „Tag der Jugend im Kreistag“ nichts mehr gemeinsam. „An dem Beschlussvorschlag war eindeutig zu sehen, dass die Verwaltung unseren Antrag, einen „Tag der Jugend im Kreistag“ zu etablieren, der sich am Modell der Stadt Köln orientiert, nicht verstanden hat. Es ging hierbei nicht …
Bild: Das Recht des Deutschen Volkes … auf saubere LuftBild: Das Recht des Deutschen Volkes … auf saubere Luft
Das Recht des Deutschen Volkes … auf saubere Luft
… in der Luft zu beenden. Für Köln steht ein Urteil zwar noch aus, aber hier kämpfen Bürgerinnen und Bürger besonders emotional für ihr Recht und fragen Politik und Verwaltung: Weiter so? Zwei Jahre trugen die mehr als 300 Bäume entlang der Bonner Straße weiße Flatterbänder. Sie mahnten davor, die Bäume zu fällen. Ohne die großen Bäume würde der Verkehrslärm …
Abgeordnete sehen Bürger nicht als Kunden des Staates
Abgeordnete sehen Bürger nicht als Kunden des Staates
(Karlsruhe, 17.06.2010) Die deutschen Politiker sehen den Bürger mehrheitlich nicht in der Rolle eines Kunden gegenüber den Behörden. Trotzdem weisen sie der öffentlichen Verwaltung weitreichende Leistungs- und Servicepflichten zu, denen sie nach einer Erhebung der ec4u expert consulting ag derzeit jedoch erst in geringem Maß nachkommen. Lediglich ein …
Bild: Menschlichkeit ohne Gottesglauben verkommt in BrutalitätBild: Menschlichkeit ohne Gottesglauben verkommt in Brutalität
Menschlichkeit ohne Gottesglauben verkommt in Brutalität
… Menschlichkeit ohne Gottesglauben in Brutalität verkomme. Der Landesverband NRW des IBKA e.V. (Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) fragt die beim Gottesdienst anwesenden Politiker, wie sie die volksverhetzenden Aussagen gegen Nicht- und Andersgläubige in der Predigt des Kardinals mit ihrer Funktion als demokratisch gewählte Vertreter aller …
Bild: Politik und Verwaltung in Köln: Weiter so?Bild: Politik und Verwaltung in Köln: Weiter so?
Politik und Verwaltung in Köln: Weiter so?
… Luft schon lange beraubt, doch künftig leben sie noch gefährlicher. Seit sieben Jahren kämpfen Bürgervereine und Initiativen für Korrekturen an der städtischen Planung. Vergebens. Die Verwaltung setzt – auch unter dem Druck der verantwortlichen Politiker – die eigene Planung mit aller Härte durch. Fördergelder könnten gefährdet sein. Einige Anwohner …
Bild: HOYER/HEINEN: Gemeinsamer Einsatz für den Kölner DomBild: HOYER/HEINEN: Gemeinsamer Einsatz für den Kölner Dom
HOYER/HEINEN: Gemeinsamer Einsatz für den Kölner Dom
… Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Dr. Peter Raumsauer, für eine finanzielle Förderung der Umgestaltung der Domostseite durch den Bund stark gemacht. Die beiden Regierungspolitiker regen an, die 2009 in einem negativen Bescheid zum Ausdruck gekommene ablehnende Haltung des Ministeriums nochmals zu überdenken. In dem Schreiben heißt es: „Wir stehen …
Sie lesen gerade: Was verheimlichen Kölner Verwaltung und Politiker?