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„Pflege von Angehörigen“ Was Sie unbedingt wissen sollten!

01.07.201613:39 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: „Pflege von Angehörigen“ Was Sie unbedingt wissen sollten!
Kick-Off zur Vortragsreihe:  ?Pflege von Angehörigen? Was Sie unbedingt wissen sollten!
Kick-Off zur Vortragsreihe: ?Pflege von Angehörigen? Was Sie unbedingt wissen sollten!

(openPR) Berlin 30. Juni 2016 - Schlaganfall, Demenz, Pflegebedürftigkeit, …
Was nun? Wie geht es weiter in der eigenen Familie? Wer finanziert was? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet die Vortragsreihe - „Pflege von Angehörigen“ Was sie unbedingt wissen sollten - des Pro Seniore Pflegenetz Berlin-Brandenburg.



In der Woche vom 4. bis 8. Juli finden jeweils ab 17 Uhr einstündige über das Stadtgebiet verteilte kostenfreie Vorträge von ausgewiesenen Experten aus dem Gesundheitswesen statt. Themen wie die neuen Pflegestärkungsgesetze, häusliche und stationäre Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen, gesetzliche Rahmenbedingungen, entlastende Angebote und vieles mehr werden in den insgesamt 18 Veranstaltungen anschaulich vermittelt.

Die Referenten kommen unter anderem vom Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen Rentenversicherung Bund, den Pflegestützpunkten Berlin und der Alzheimer Angehörigen Initiative und beantworten gerne nach den Vorträgen alle offenen Fragen zu ihrem Fachgebiet.

„Alle Menschen, die jemanden privat pflegen, verdienen für ihr Engagement und die Verantwortung, die sie tragen, großen Respekt. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich der schweren und anspruchsvollen Aufgabe der Pflege von Angehörigen stellen.“ Sagt Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales als Unterstützer der Vortragsreihe.

Ende 2013 wurden bereits mehr als 75 Prozent der über 112.000 Berliner Pflegebedürftigen zu Hause versorgt. Im Zuge des demografischen Wandels wächst dieser Anteil rasant an. Das stellt nicht nur pflegende Angehörige, sondern die Gesellschaft als Ganzes vor neue Herausforderungen.

Zurzeit engagieren sich in Berlin ca. 170.000 Menschen mit viel Hingabe in der Betreuung und Pflege von Angehörigen. Viele von Ihnen nehmen die zahlreichen Angebote die Ihnen die öffentliche Hand und private Organisationen bieten nicht in Anspruch. Erst wenn die körperliche und seelische Belastungsgrenze erreicht ist, wird nach Hilfestellung gesucht. Dann ist es allerdings oft zu spät und die finanziellen oder familiären Verhältnisse sind bereits beschädigt. Dem soll mit der Vortragsreihe entgegengewirkt werden. Die öffentliche Aufmerksamkeit wird auf diese Angebote gelenkt und die Scheu abgebaut, diese auch in Anspruch zu nehmen.

Alle Termine im Netz unter http://www.pro-seniore.de


Das Grußwort
von Mario Czaja,
Senator für Gesundheit und Soziales,
zur Vortragsreihe „Pflege von Angehörigen: Was Sie unbedingt wissen sollten“,
vom Pro Seniore Pflegenetz Berlin-Brandenburg, 4. bis 8. Juli 2016.

Liebe pflegende Angehörige,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Pflege von Angehörigen geschieht aus tiefer Verbundenheit und Zuneigung. Sie findet zumeist im Verborgenen statt. Die Pflege eines Angehörigen ist aber auch häufig kräftezehrend, oft eine 24-Stunden-Angebundenheit mit einer Vielfalt an individuellen Herausforderungen und belastenden Einflüssen.
Ende 2013 wurden über 75 % der über 112.000 Berliner Pflegebedürftigen zu Hause versorgt, ein Drittel durch Pflegedienste und zwei Drittel durch pflegende Angehörige. Ihr Wirken ermöglicht es ihnen, in den eigenen vier Wänden und damit in ihrer vertrauten Umgebung bleiben zu können. Pflegende Angehörige tragen damit den Hauptteil der sozialen und pflegerischen Unterstützung im Alter in Berlin. Meist steuern sie das gesamte Pflege- und Versorgungsgeschehen.
Ich bin froh, dass nach wie vor so viele Berlinerinnen und Berliner bereit sind, intensiv für einen nahestehenden Menschen einzutreten. Dies dokumentiert eindrucksvoll die sehr hohe Bereitschaft, die in Berlin zur Unterstützung bei Pflegebedürftigkeit besteht.
Mit ihrem Engagement sind pflegende Angehörige ein wichtiger Teil des sozialen Berlins, aber auch unersetzliche Partner zur Sicherung des Pflegesystems in der Stadt. Sie leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gesellschaft. Ohne die stillen Helfer würde sich das soziale Berlin dramatisch verändern. Dies kommt in der öffentlichen Wahrnehmung leider oft noch zu kurz.
Pflegende Angehörige verdienen für ihr Wirken bestmögliche Unterstützung. Angesichts der mit der demografischen Entwicklung verbundenen erheblichen Zunahme der Zahl der Älteren und Pflegebedürftigen ist dies zudem unabdingbar, wenn wir möchten, dass sich auch zukünftig viele Menschen zur Übernahme von Pflegeverantwortung entscheiden können. Berlin verfügt hierfür über ein gut strukturiertes Unterstützungs- und Anerkennungssystem. Wir wollen es noch stärker nach den Bedürfnissen der pflegenden Angehörigen ausrichten und Lücken schließen. Mit dem „Maßnahmenplan pflegende Angehörige - Weiterentwicklung des Berliner Unterstützungssystems“ haben wir 2015 das Instrument dazu geschaffen.
Mir ist es ein besonderes Anliegen, in Berlin immer stärker eine Anerkennungskultur zu etablieren. Mit der „Woche der pflegenden Angehörigen“ und der Verleihung des „Berliner Pflegebären“, die 2015 zum dritten Mal mit großem Erfolg stattfanden, haben wir Eckpfeiler einer Anerkennungskultur aufbauen können, die bundesweit Beachtung finden. Und deshalb habe ich auch gerne die Schirmherrschaft für diese Themenwoche übernommen.
Öffentliche Präsenz ist wichtig, um den Pflegenden zu danken, für mehr Solidarität mit ihnen zu werben und Politik, Unternehmen und soziale Akteure zu motivieren, sie in Zukunft noch besser zu unterstützen. Ich danke allen, die dazu einen Beitrag leisten.
Alle Menschen, die jemanden privat pflegen, verdienen für ihr Engagement und die Verantwortung, die sie tragen, großen Respekt. Ich danke an dieser Stelle allen, die sich der schweren und anspruchsvollen Aufgabe der Pflege von Angehörigen stellen. Pflege kann aber auch emotional befriedigend sein, bereichernd, sinnstiftend und alltagsstrukturierend wirken, eine Wachstumschance, Beziehungen verbessern und zu „neuem Zusammenhalt“ führen. Lassen Sie uns zusammen daran arbeiten, die Voraussetzungen auch dafür zu verbessern.
Allen pflegenden Angehörigen wünsche ich im weiteren Verlauf der Themenwoche schöne Stunden, interessante Begegnungen, anregende Gespräche und hilfreiche Informationen.


Die Themen

Die Pflegestärkungsgesetze

Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. 2017 sollen ein neues Begutachtungsverfahren und die Umstellung der Pflegestufe auf einen Pflegegrad folgen. Das Bundesministerium für Gesundheit informiert Sie über Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige sowie Maßnahmen zur Stärkung pflegender Angehöriger.

Donnerstag, 7. Juli
Residenz Ambiente Berlin


Die Berliner Pflegestützpunkte

Sie sind wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige und ein wesentlicher Teil der sozialen Infrastruktur Berlins: die Pflegestützpunkte. In einem informativen Vortrag berichten ihre Mitarbeiter über Aufgabenschwerpunkte und zeigen, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt.

Montag, 4. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Am Märchenbrunnen

Mittwoch, 6. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Wasserstadt


Engagement und Entlastung im Umfeld häuslicher Pflege

Die zwölf Berliner Kontaktstellen PflegeEngagement sind im Kontext von Selbsthilfeunterstützung ein bundesweit einmaliges Projekt. Sie tragen zur Entlastung sorgender Angehöriger, Pflegebedürftiger jeden Alters sowie alleinlebender alter Menschen bei, beispielsweise durch ehrenamtliche Besuchsdienste, Gesprächsgruppen und Nachbarschaftsinitiativen.

Dienstag, 5. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Kurfürstendamm

Mittwoch, 6. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Am Märchenbrunnen

Sechs Schritte zur Bewältigung des schwierigen Pflegealltags

Die Pflege zu Hause ist meist ein 24-Stunden-Job, der physisch und psychisch an den Kräften zehrt. Umso wichtiger ist es, die eigenen Akkus immer wieder aufzuladen. Die Alzheimer Angehörigen Initiative e. V. stellt ein praktisches 6-Stufen-Programm vor, mit der Sie die innere Balance wiederfinden.

Donnerstag, 7. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Wasserstadt

Freitag, 8. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe


In den Schuhen des Anderen gehen

Wie erleben an Demenz erkrankte Menschen ihre Krankheit und auf welche Weise können wir damit umgehen? Antworten gibt die Diakonie Station Spandau in einem einfühlsamen Vortrag.

Montag, 4. Juli 2016
Residenz Ambiente

Freitag, 8. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Wasserstadt


Schlaganfall, was nun? Wie geht es weiter in der Familie?

Bei mehr als der Hälfte derjenigen, die einen Schlaganfall erleiden, ist ein Jahr danach eine unterschiedlich stark ausgeprägte Behinderung vorhanden.
Das stellt auch pflegende Angehörige vor Herausforderungen. Der Landesselbsthilfeverband Schlaganfall- und Aphasiebetroffener und gleichartig Behinderter e. V. informiert darüber, wie diese zu meistern sind.

Montag, 4. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe

Freitag, 8. Juli 2016
Residenz Ambiente


Pflege von Angehörigen – ein Plus für Ihre Rente

Die Pflege eines Angehörigen hat positive Auswirkungen auf Ihre Rente. In einem informativen Vortrag erklärt die Deutsche Rentenversicherung Ihnen alles, was Sie rund um dieses Thema wissen müssen.

Dienstag, 5. Juli 2016
Residenz Ambiente Berlin

Mittwoch, 6. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Kurfürstendamm


Ich mach mal eine Pause

Einfach eine Atempause von der Pflege einlegen und die Angehörigen gut versorgt wissen: mit Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege kein Problem. Wir informieren Sie über Ihre Anspruchsgrundlagen
und Finanzierungsmöglichkeiten.

Montag, 4. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Wasserstadt

Donnerstag, 7. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Am Märchenbrunnen


Wohnformen im Alter

Mit zunehmendem Alter ändern sich auch die Anforderungen an den Wohnraum. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Wohnungssuche achten sollten und welche Wohnformen es gibt.

Mittwoch, 6. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe

Freitag, 8. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Kurfürstendamm


Mobilé – Mobilsein mit unserer Hilfe

Der Berliner Besuchsdienst „Mobilé“ ist ein ambulantes Projekt des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e. V. Die Idee, die dahinter steckt: Ehrenamtlich engagierte Frauen besuchen einmal pro Woche eine Dame, machen ihre Freizeit bunter, erledigen gemeinsam mit der Seniorin Einkäufe und helfen bei der Alltagsbewältigung. Die Kosten werden meist mit der Pflegekasse abgerechnet. Das Projekt stellt sich bei uns vor.

Dienstag, 5. Juli 2016
Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe


Die Veranstaltungsorte

Residenz Ambiente
Am Friedrichshain 18
10407 Berlin (Bezirk Pankow)
Telefon 030 75658-0
E-Mail


Pro Seniore Residenz Am Märchenbrunnen
Barnimstraße 18
10249 Berlin (Bezirk Friedrichshain)
Telefon: 030 24395-09
E-Mail


Pro Seniore Residenz Kurfürstendamm
Kurfürstendamm 100
10709 Berlin (Bezirk Wilmersdorf)
Telefon: 030 89063-100
E-Mail


Pro Seniore Residenz Vis à vis der Hackeschen Höfe
Rosenthaler Straße 43 - 45
10178 Berlin (Bezirk Mitte)
Telefon: 030 28463-198
E-Mail


Pro Seniore Residenz Wasserstadt
An der Havelspitze 3
13587 Berlin (Bezirk Spandau)
Telefon: 030 33608-2900
E-Mail

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