(openPR) Am Mittwoch abend wurde eine 26jährige Hamburgerin zur Klärung eines SARS-Verdachts in die Klinische Abteilung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin eingeliefert. Das Resultat der molekularen Diagnostik lag am Donnerstag nachmittag vor. Das als SARS-Erreger gehandelte neue Coronavirus wurde bei der Patientin nicht nachgewiesen. Die behandelnden Ärzte beschrieben den Allgemeinzustand der Patientin am Donnerstag nachmittag weiterhin als nicht bedrohlich. Das Fieber ist gesunken, Anzeichen für eine Lungenentzündung bestehen nicht.Aufgrund der Reiseroute und der Symptome wird die Patientin jedoch gemäß den Kriterien des Robert-Koch-Instituts weiterhin als SARS-Verdachtsfall geführt. Ein endgültiger Ausschluss wird erst nach weiterer Beobachtung erfolgen. Auch enge häusliche Kontaktpersonen stehen vorsichtshalber unter Beobachtung. Die Frau war in der vergangenen Woche von einer Reise nach Südchina und Hongkong zurückgekehrt. Am Dienstag nach ihrer Rückkehr trat Fieber auf. Dazu hat die Patientin Husten, der jedoch schon vor der Reise bestand. Das als Erreger verdächtige neue Coronavirus wurde inzwischen bei über 90% der getesteten SARS-Patienten nachgewiesen. Bei Kontrollgruppen wurde dagegen bisher kein Hinweis auf Coronaviren gefunden. Dies sind weitere Indizien für die Vermutung, dass SARS auf eine Infektion mit dem neuen Coronavirus zurückzuführen ist. Bis weitere wissenschaftliche Daten vorliegen, werden SARS Verdachtsfälle jedoch auch bei negativem Testergebnis weiter isoliert und beobachtet. *****************Hinweis an die Redaktionen:Wir bitten um Verständnis, dass das Tropeninstitut wegen des großen Informationsbedürfnisses zum Thema SARS dauerhaft nicht in der Lage sein wird, im bisherigen Umfang für Auskünfte zur Verfügung zu stehen. Daher wird das Institut zukünftig bei besonderen Fragestellungen ein zentrales Briefing veranstalten, bei dem Ihnen Experten des Bernhard-Nocht-Instituts Rede und Antwort stehen und eine Einschätzung zur aktuellen Lage abgeben.
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