(openPR) Sana-Klinik Nürnberg lädt anlässlich des Aktionstages gegen Schmerz am
Mittwoch, 08. Juni von 18 bis 19 Uhr
Das Thema „Schmerzen“ ist weitreichend. Allein in Deutschland leiden rund 15 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Damit ist der Schmerz eine Volkskrankheit wie Diabetes und Bluthochdruck.
Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. will die Situation für Schmerzpatienten in Deutschland verbessern und hat zum vierten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ aufgerufen, der am 7. Juni 2016 stattfindet. Damit erfolgt ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Schmerzversorgung. Aus diesem Anlass wird sich die Sana-Klinik Nürnberg am 8. Juni mit einer Informationsveranstaltung in der Zeit von 18 bis 19 Uhr zum Thema „Neues aus der Schmerztherapie“ beteiligen. Interessierte Patienten und Besucher sind eingeladen, sich gezielt über Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und beraten zu lassen. Die Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt ohne Anmeldung und ist kostenlos.
Patienten mit chronischen Schmerzen können sich in der Sana Klinik Nürnberg innerhalb der Abteilung Schmerztherapie behandeln lassen. Patienten werden hier auf dem Weg zu einer verbesserten Lebensqualität bestmöglich begleitet. Neben der konservativen Schmerztherapie werden nach entsprechender Indikationsprüfung auch interventionelle Therapieformen durch die speziellen ärztlichen Schmerztherapeuten in Kooperation mit den Doktoren der Gemeinschaftspraxis für Anästhesie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin Roland Leger, Christian von Segnitz und Thomas Weeß durchgeführt. Die Sana-Klinik Nürnberg wurde im Oktober 2014 mit dem Zertifikat "Qualifiziertes Schmerzmanagement" ausgezeichnet.
Schmerz
Ein Thema, mit dem alle medizinischen Fachgebiete zu tun haben, ist Schmerz. Schmerz ist subjektiv und nicht mit klassischen Methoden messbar, Schmerz ist für die Betroffenen unangenehm und kann auch unerträglich werden. Schmerzen sind sinnvolle Warnsignale des Körpers, die normalerweise in einem gefährdeten Körperbereich auftreten. Rund drei Millionen Schmerzsensoren, sogenannte Nozirezeptoren, sind an freien Nervenenden im Körper verteilt. Sie befinden sich auf der Haut, den Muskeln, Gelenken und Organen und sorgen dafür, dass dem Gehirn keine Schädigung des inneren oder äußeren Körpergewebes entgeht. Der akute Reiz, etwa einer Entzündung oder Verletzung, wird von den Nozirezeptoren über das Rückenmark zur Großhirnrinde geleitet. Erst dort wird der Reiz bewusst als Schmerz wahrgenommen und bewertet. Solche akuten Schmerzen klingen nach einigen Tagen wieder ab.
Bei chronischen Schmerzen läuft das Warnsignal des Körpers quasi auf Dauerbetrieb, obwohl der Schmerzreiz kaum oder gar nicht mehr vorhanden ist. Dieser Chronifizierungsprozess tritt auf, wenn Nervenzellen über einen längeren Zeitraum Schmerzimpulse an das Gehirn senden. Durch das ständige Bombardement verändert sich der Stoffwechsel der Nervenzelle, sie wird überreizt und kann sich nicht mehr ausschalten. Das „Schmerzgedächtnis“ ist eine Art Defekt in der Festplatte unseres Nervensystems. Die Reizschwelle der Nozirezeptoren sinkt, außerdem werden ursprünglich inaktive Schmerzrezeptoren angeregt, sodass letztlich wesentlich mehr Nozirezeptoren aktiviert werden. Aus dem Warnsignal Schmerz ist eine eigenständige Krankheit geworden. Stress, Ängste und andere seelische Belastungen verstärken das Risiko der Schmerzchronifizierung.








