(openPR) Stuttgart, den 13.06.06: Der Verein MANNdat e.V. – geschlechterpolitische Initiative – hat sich über die einseitige geschlechterspezifische Berichterstattung des Statistischen Bundesamtes beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beschwert. Mit einer reinen Frauenberichterstattung setzt das Statistische Bundesamt die Reihe jungen- und männerausgrenzender Berichterstattungen der letzten Jahre in Deutschland fort.
Die Bundesregierung hat sich der neuen Geschlechterpolitik "Gender Mainstreaming" verpflichtet, nach der die Spezifika und Belange weiblicher wie männlicher Mitbürger gleichermaßen zu betrachten und zugrunde zu legen sind. Grundlage einer solchen Geschlechterpolitik ist die objektive Erfassung der Situation beider Geschlechter. Ein Jungen- und Männerbericht gibt es jedoch nicht und ist auch nicht geplant.
Die einseitige frauenspezifische Berichterstattung des Statistischen Bundesamtes konstruiert Stereotypen und verharmlost geschlechtsspezifische Problemfelder männlicher Mitbürger, wie z.B. die Bildungsdiskriminierung von Jungen, die Lohndiskriminierung männlicher Teilzeitbeschäftigter, die höhere Arbeitslosenquote männlicher Mitbürger und die um über 40% höhere Arbeitslosenquote männlicher Jugendlicher. Ein Faktum, dem gerade Gender Mainstreaming vorbeugen sollte.
Dies bestätigt eindruckvoll das Desinteresse der politisch Verantwortlichen an der Situation männlicher Mitbürger und damit auch an den Zukunftsperspektiven männlicher Jugendlicher.












