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Frauen und Macht

09.03.201612:28 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Frauen und Macht
Diözesanvorsitzende Sonja Tomaschek (links) bedankt sich bei Ulrike Müller MdEP (rechts)
Diözesanvorsitzende Sonja Tomaschek (links) bedankt sich bei Ulrike Müller MdEP (rechts)

(openPR) Was macht Macht mit uns Frauen? Wann fühlen wir uns mächtig und wie fühlt sich mächtiges Handeln an? Diesen und weiteren Fragen gingen die über dreißig motivierten Frauen beim diesjährigen Frauenwochenende im Allgäuhaus Wertach nach.

Überall auf der Welt tummeln sich mächtige Frauen, sie sitzen an der Spitze großer Unternehmen, führen ganze Nationen seit Jahren und agieren trotzdem fast unbemerkt aus dem Hintergrund. Typisch Frau, denkt Mann da! Doch am Frauenwochenende galt es, aus der zweiten Reihe herauszutreten. Denn gerade in der Politik sind Frauen immer noch unterrepräsentiert, obwohl viele Themen die weiblichen Lebensbereiche betreffen.



Zu Beginn zeigte ein Blick auf die vergangenen Jahrhunderte, dass Errungenschaften aus Wissenschaft, Kunst, Politik und Gesellschaft nicht selten Frauen zugeschrieben werden können. Daher wählte die Arbeitsgruppe als geistige Schirmherrin des Wochenendes Teresa von Avila aus. Im 16. Jahrhundert setzte sie sich gegen die männliche Obrigkeit durch und schrieb Kirchengeschichte. Ihr unbeirrbarer Glaube an Gott ließ sie alle Konflikte und Anfeindungen überstehen denn, wie sie sagte: „Gott und ich sind immer die Mehrheit“.

Machtgefühlen auf den Grund spüren, Position beziehen und den eigenen Standpunkt verteidigen, darum ging es im politischen Planspiel „Festung Europa“ zur Flüchtlingsproblematik. Je drei Teilnehmerinnen gruppierten sich zu einem europäischen Land und erhielten per Rollenkarte Informationen zur derzeitigen Positionierung in der Flüchtlingskrise. Außerdem gab es eine Präsidentin des Europäischen Rates sowie zwei Vertreterinnen der Europäischen Kommission. Zwei Journalistinnen begleiteten das Geschehen aus Sicht der Presse.

Die Nationalflaggen der jeweiligen Länder sowie die Flagge er Europäischen Union versetzten den Seminarraum innerhalb weniger Minuten nach Brüssel, mitten in das Europäischen Parlament. Jedes Land äußerte sich zu seinem aktuellen Standpunkt in der Flüchtlingsdebatte. Mit großem Engagement ließen sich die Frauen auf ihre Rollen ein. Während der Spielzeit von drei Stunden schlossen sich Koalitionen zusammen und wurden wieder verworfen. Es entbrannten heiße Diskussionen um Finanzmittel und manche Ländervertreterinnen spielten mit der ihnen verliehen „Macht“ so intensiv, dass schließlich die Ratspräsidentin schlichten musste. Realität inklusive: es gab keinen Konsens in der Frage, wie der Flüchtlingsproblematik gemeinsam zu begegnen ist. Die Angelegenheit wurde vertagt.

Die anschließende Reflexion zeigte, dass zum einen das Spiel als solches eine geeignete Methode darstellt, eine real existierende Situation nachzuempfinden. Die überwiegende Mehrheit der Gruppe sah es als positive Herausforderung, sich mit der aktuellen Flüchtlingsthematik auseinandersetzen zu müssen. Zudem erwies sich die Planspielsituation als gute Übungsplattform, die eigene Durchsetzungskraft und rhetorische Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Teilnehmerinnen erlebten, wie schwierig es ist, trotz starker Gegenargumente bei der eigenen Position zu bleiben und an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten.

Auch dieses Jahr standen Workshops auf dem Programm. Mit verschiedensten Materialen und Techniken entstanden im kreativen Workshop „Mein Profil“ Scherenschnittbilder, die jedes für sich ein einzigartiges Kunstwerk darstellten. Die „Macht der Stimme“ konnten die Frauen im Workshop mit Musikpädagogin Sabrina Tiedtke ausprobieren. „Macht aus der Körpermitte“ erlangten die Teilnehmerinnen im „Rückenfit“ Workshop, der anfangs Kraft forderte und schließlich in einer progressiven Entspannungstechnik für die nötige Erholung sorgte.

Natürlich durften Spaß und Unterhaltung nicht fehlen: der aus der Country-music stammende „Linedance“ brachte jede Menge Schwung in die Frauengruppe, bevor es dann nochmal politisch wurde. Zur Einstimmung auf den Sonntagvormittag hatte die Arbeitsgruppe Frauen ein Spiel vorbereitet, das im derzeitigen Projekt „Fremde werden Freunde“ zum Einsatz kommt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, bei Interesse kann jedoch jederzeit ein Vortrag zum Thema „Flucht und Asyl“ bei Sabine Liebermann im Diözesanbüro angefragt werden!

Der Sonntagvormittag brachte das Highlight des Wochenendes: Sonja Tomaschek war es gelungen, Frau Ulrike Müller, Mitglied des Europäischen Parlaments, für einen Vortrag mit Fragerunde zu gewinnen. Punkt neun Uhr erschien Frau Müller gut gelaunt und voller Tatendrang im Allgäuhaus Wertach. Sofort begann sie, mit ihrer mitreißenden, sympathischen und bodenständigen Art alle in ihren Bann zu ziehen. Die Frauen erfuhren neben dem persönlichen Werdegang von Frau Müller vor allem Wissenswertes aus dem Europäischen Parlament. Beharrlich wies Sie darauf hin, dass dringend mehr Frauen im Parlament vertreten sein müssen, denn sie würden die lebensnahen Themen einbringen.

Frau Müller ermutigte die Teilnehmerinnen, sich insbesondere in der Kommunalpolitik bemerkbar zu machen. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Betreuungseinrichtungen für Kinder und generationsübergreifende Politik, wie Betreuung und Pflege im Alter sind typische Themen, die in erster Linie Frauen betreffen. Hier sind weibliches Wissen und Erfahrungsschatz auf allen politischen Ebenen gefragt! Sie forderte die Teilnehmerinnen dazu auf, mutig ihren Weg zu gehen, selbst aktiv zu werden und sich nicht durch vordergründig männliche Macht einschüchtern zu lassen. Mit einem klaren und bestimmten „Ich mach das, ich kann das!“ empfahl sie den Frauen, Herausforderungen anzupacken. Und noch eine nachahmenswerte Gewohnheit von Frau Müller: sie wählt seit Jahren nur noch Frauen! Lasst uns das auch tun!

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