(openPR) Im Allgemeinen hat sich die Weiterbildung zum Fachwirt etabliert und wird in vielen Branchen anerkannt.
Doch welchen Qualitätsstandard und Anerkennungsgrad hat eine Fachwirt-Weiterbildung im Facility Management, zumal heute schon Unternehmen zertifizierte Objektleiter fordern, was allerdings noch eine Ausnahme darstellt?
Immer häufiger fordern Auftraggebern Qualitätsnachweise von eingesetzten Mitarbeitern bei Facility Services-Unternehmungen. Und hier stellt sich die Frage, was wird als eine ausreichende Weiterbildung im Facility Management angesehen.
Sind es die Weiterbildungen der GEFMA, Zertifikatslehrgänge der Handwerkskammern oder auch Bildungsabschlüsse von privaten Bildungsträgern.
Festzustellen ist, dass in den meisten Fällen ein diesbezüglicher Bildungsabschluss mit einem Fachwirt-Titel endet. Hierbei gibt es aber auch enorme Unterschiede in der Zeitdauer der Weiterbildung, was vorrangig erstmals mit der Lehrgangsform zusammenhängt, aber dennoch vielfach im gleichen Lernmodell eklatant unterschiedliche Lehrgangszeiten angeben werden.
Was die Fachwirt-Lehrgänge der Handwerkskammern anbelangt, so basieren diese auf einem Rahmenlehrplan des ZdH und hatten in der Vergangenheit einen festgelegten Zeitumfang für Präsenzphasen von 240 Unterrichtseinheiten. Geprüft werden für diesen Zertifikats-Lehrgang die Fächer Grundlagen, Technisches-, kaufmännisches-, infrastrukturelles Gebäudemanagement und Projektmanagement. Dieses Konzept erscheint mir das praxisorientierteste zu sein, da genau die Bereiche abgeprüft werden, wie sie bei heutigen Facility Services-Dienstleistern im Leistungsportfolio stehen.
Ungeachtet der Qualitätseinstufung durch DQR, zusammen in der Gruppierung mit Meisterprüfungen und Bachelor-Studienabschlüssen, hat sich diese Fachwirt-Weiterbildung am Markt bewährt. Viele Facility Services-Dienstleister fordern heute konkret diesen Weiterbildungsabschluss als Voraussetzung für eine Tätigkeit als Objektleiter.
Allerdings wird derzeit auch diese Weiterbildung seitens des Zentralverbands des Handwerks auf den Prüfstand gestellt. Vorrangig ist hierbei ist allerdings die Forderung nach einer handlungsorientierten Weiterbildung, um den Ansprüchen des Dienstleistungsmarktes gerecht zu werden. Sicher lässt sich Handlungsorientierung frei interpretieren, aber wichtig erscheint mir hierbei doch die zielgerichtete Schulung auf die Praxis und die Forderung nach zeitgemäßen Objektmanagern/innen.
Nach meiner Sichtweise bedeutet "zeitgemäß", dass Absolventen/innen in der Lage sind prozessorientiert und rechtskonform ein Objekt oder eine Liegenschaft zu betreiben.
Zusammenfassend kann man sagen, dass diesbezügliche Weiterbildungen zum Fachwirt einen hohen Qualitätsstandard und Anerkennungsgrad am Dienstleistungsmarkt besitzen und die Voraussetzungen vieler Facility Services-Dienstleister erfüllen.











