(openPR) Vor vielen tausend Jahren als die Menschen noch in kleinen Siedlungen gewohnt haben war jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Um genug zum Essen zu haben ging man auf die Jagd.
Diese hat man dann gegen andere Sachen getauscht. Das war der Anfang des Tauschhandels.
Mit fortgeschrittener Zeit war es üblich mit Pfeilspitzen, Muscheln, Kakaobohnen oder getrockneten Tigerzungen zu bezahlen.
Bald jedoch begannen die Menschen mit Edelmetallen zu handeln. Das liegt an den besonderen Qualitäten von Edelmetallen.
Diese Merkmale sind genau die Merkmale die "gutes Geld" auch ausmachen:
- Geld muss leicht und transportierbar, lagerbar und haltbar sein
- Geld muss teilbar sein, sodass man damit bequem rechnen kann
- Geld muss knapp sein
- Geld muss wertbeständig, fälschungssicher und allgemein anerkannt sein.
Der wichtigste Punkt ist die Knappheit. Je knapper ein nachgefragtes Gut ist, desto höher ist sein Preis.
Ein anderer wichtiger Punkt zu der Zeit war die Teilbarkeit. Es war einfacher Gold zu teilen als eine Kuh in der Hälfte zu teilen.
Banknoten als Quittungen
Banknoten waren zunächst nichts weiter als Quittungen für Gold, das in den Banken sicher aufbewahrt wurde. Diese Banknoten waren einfacherer und sicherer zu transportieren als große Mengen an Gold.
So weit. So gut. Was passiert aber wenn die Bank mehr Quittungen ausstellt, als sie Gold in den Tresoren hat? Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Kunden zur selben Zeit ihr Gold zurückhaben wollen ist gleich null.
Somit können Banken Geld verleihen das sie eigentlich gar nicht haben und doch dafür Zinsen verlangen. Im normalen Leben würde das als Betrugsfall vor dem Gericht verhandelt werden. In der Finanzwelt heißt es "Teilreservesystem".
Das betrügerische Verhalten wurde durch die Regierungen legalisiert, weil diese so deren Kriege finanziert haben.
Der Goldstandard wird eingeführt
Im 18. und 19. Jahrhundert kam es durch das Papiergeldsystem zu mehreren Finanzblasen und Pleiten.
Aus diesem Grund führte England 1844 (damals hatte England die Vormachtstellung im Welthandel) den Goldstandard ein. Das heißt, dass alle Geldnoten im Umlauf mit der Menge des Goldes gedeckt sein müssen.
Der internationale Goldstandard führte im 19. Jahrhundert und den Anfängen des 20. Jahrhunderts zu einem großen wirtschaftlichen Wachstum.
Doch als 1914 der erste Weltkrieg ausbrach wurde der Goldstandard von den kriegsführenden Staaten aufgehoben. Hätten sie das nicht gemacht hätte der Krieg nur ein paar Wochen gedauert. Ohne Golddeckung konnten die Zentralbanken hingegen große Mengen an Geld drucken um die Kriegskosten zu decken.
Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise
Die Rechnung bekamen die Staaten durch eine Hyperinflation und einer Weltwirtschaftskrise zu spüren. 1923 kostete ein Brot 105 Milliarden Reichsmark!!!
Bretton Woods und ein großer Fehler
Auf der Konferenz von Bretton Woods im Juli 1944 wurde der Dollar als Ankerwährung definiert. In weiterer Folge wurde der Goldstandard mit dem Dollar eingeführt. Das heißt die Menge des Goldes und des Dollars müssen gleich sein.
Einige Zeit funktionierte das sehr gut. Doch der Vietnamkrieg führte zu massiven Kosten, die nicht mit Gold gedeckt werden konnten.
Am 15.08.1971 Richard kündigte Richard Nixon die Golddeckung des Dollars.
Seitdem sind alle Währungen durch nichts gedeckt - außer das Vertrauen in den Staat.
Das Scheingeldsystem
In einem Scheingeldsystem wie es das seit 1971 gibt kann Geld entweder durch die Zentralbank (druckt Geld) oder die Geschäftsbank (vergibt Kredite) entstehen.
So entstehen Kredite aus dem Nichts. Heutzutage sind Kredite reine Luftbuchungen. Jeder Kredit, den eine Bank vergibt, ist neu geschaffenes Geld.
Explosion der Staatsschulden
Seit dem Ende der Dollar-Golddeckung ist die Kaufkraft aller Währungen rapide gefallen. Gleichzeitig ist die Staatsverschuldung auf zuvor unvorstellbare Größen angestiegen. Im Jahre 1971 von 64 Milliarden auf heute über 2 Billionen Euro. Diese Zunahme ist kein Zufall.
Das Ende des Scheingeldsystems
Ein Scheingeldsystem ohne Deckung führt unweigerlich zu einer Umverteilung von unten nach oben. Steuerzahler und Sparer werden schleichend enteignet, zum Vorteil derjenigen, die ohnehin schon viel Geld besitzen.
Das seit 1971 in seiner Reinform existierende Scheingeldsystem ist die Hauptursache für Finanzkrisen, die rasant wachsende Staatsverschuldung und die zunehmende materielle Ungleichheit in unserer Gesellschaft.
Man müsste es eigentlich sofort abschaffen. Das ist allerdings nicht so einfach. Sehr mächtige Institutionen wie Regierungen und Banken profitieren davon und haben überhaupt kein Interesse an einer Systemänderung.
Es wird spannend sein wie sich die Entwicklung des Geldes fortsetzt. Alles spricht für die Digitalisierung im Internet-Zeitalter.









