(openPR) Pflegekräfte werden in vielfältigen Situationen mit unkonkreten Anliegen, diffusen Sorgen/Ängsten und letztlich mit Aggressionen von Patienten/innen und Angehörigen konfrontiert. Diese treten umso eher auf, als z.B. in der Aufnahmesituation nur wenig Zeit für den Einzelnen besteht und gleichzeitig diverse weitere Anliegen Dritter (z.B. auch anderer Berufsgruppen) auftreten.
Auf der Basis vielfältiger Seminare in öffentlichen Einrichtungen und unserer langjährigen eigenen Erfahrung in verschiedenen Funktionsbereichen von Krankenhäusern befähigen wir Pflegekräfte dazu, schwierige Situationen im Patientenkontakt effektiv zu vermeiden und deeskalierend aufzulösen. Hierbei beziehen wir uns auf schwierige Situationen z.B. in der Patientenaufnahme oder in der Arbeit mit Angehörigen.
Wir erarbeiten anhand vielfältiger Beispiele aus der täglichen Pflegepraxis Rollenklarheit, Handlungsprinzipien/Grundhaltungen als Grundlage von Verhaltenssicherheit sowie insbesondere deeskalierende Gesprächstechniken und Verhaltensweisen.
Wir verzichten auf jegliche Einübung von Selbstverteidigungs- und physischen Deeskalationstechniken, die Pflegekräften ohne regelmäßiges Üben nur eine fragwürdige, vorgebliche Sicherheit vorgaukeln und ggf. zu rechtlichen Problemen infolge ungeklärter Notwehrsituationen führen.
Für viel wichtiger erachten wir es, Grundlagen erfolgreicher, störungsfreier Kommunikation mit Patienten zu vermitteln und diese in vielfältige Anwendungsbeispiele für die tägliche Anwendung zu übersetzen. Da alle Teilnehmer/innen bereits Berufserfahrung und Gesprächskompetenz mitbringen, arbeiten wir auf Augenhöhe an der Stärkung von Stärken.
Pflegekräfte werden so befähigt, störungsfrei Anliegen von Patienten/innen zu klären und diese zu versorgen. Hierbei kommt es auf den grundsätzlich wertschätzenden Umgang mit ganz unterschiedlichen Patienten und Angehörigen
und deren Stimmungslagen und/oder psychischen Erkrankungen an.
Sie müssen hier in Situationen, in denen von allen Seiten ieles auf sie einstürmt, ruhig und handlungssicher mit Befindlichkeiten, Vorwürfen, Sorgen, Ängsten und Aggressionen umgehen, die zunehmend auch durch kulturelle Unterschiede geprägt sind (Hierzu bieten wir ab Januar 2016 auch ein separates Seminar „Herausforderungen im interkulturellen Patientenkontakt“ an).
Ist störungsfreie Kommunikation nicht mehr möglich und entstehen psychische und physische Bedrohungssituationen, so müssen diese effektiv deeskaliert bzw. beendet werden. Wir stärken Pflegekräfte darin, hier klare Grenzen zu setzen und für einen Abstand zu sorgen, der ihre psychische und physische Gesundheit schützt und eine effektive Patientenversorgung sicherstellt.













