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JBiD e.V. / UJME i.Gr. (DE) - PRESSE-ERKLÄRUNG

29.05.200609:10 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: JBiD e.V. / UJME i.Gr. (DE) - PRESSE-ERKLÄRUNG
JBiD e.V. / UJME i.Gr.
JBiD e.V. / UJME i.Gr.

(openPR) Gemeinsame Presse-Erklärung zur Debatte um das geplante Mahnmal der als "Zigeuner" verfolgten in Berlin des:

EUROPARAT der UJME i.Gr.
BUNDESRAT des JBiD e.V.
Präsident des JKV e.V.


Namhafte Wissenschafter/innen haben schon vor Jahren publiziert,



das Jenische Volk ist (!) eine eigenständige Volksgruppe, mit eigener Sprache und eigener Kultur. Über die Herkunft des Jenischen Volkes, sind verschiedene Zeitabschnitte zu beachten. Besonders aber, hebt sich die Zeit der Kelten hervor, welche damals auch links der Donau lebten. Ständig auf der Suche nach neuen Wirtschaftsquellen, bewegte sich dieses Wandervolk,

zu den dafür geeigneten Jahreszeiten, vom Frühjahr bis zum Herbst, über weite Gebiete Europas. Wenn wir uns die Eigenschaften des Jenischen Volkes so betrachten, die Jenische Sprache analysieren,

so gibt uns dies die Bestätigung, dass dort unsere Wurzeln liegen. Nun haben sich politische Kräfte dazu entschlossen, das Jenische Volk als „Untergruppe“ der Roma zu bezeichnen und zu führen. Bei aller Wertschätzung und Freundschaft zur Volksgruppe der Roma und Sinti, aber das Jenische Volk hat,

erstens eine andere (!) Herkunft, zweitens eine andere Kultur und drittens eine andere Sprache. Hier sei auch angeführt, das Jenische Volk war nachweislich, lange vor den Volksgruppen der Roma und Sinti, in unseren Landen unterwegs. Uns persönlich liegt der Verdacht sehr nahe, dass die Politik die Herkunft des Jenischen Volkes gerne außerhalb Europas sehen möchte, um die NS-Verbrechen, gegen das Jenische Volk, moralisch auf eine andere Stufe zu stellen.

Wer nicht in den eigenen Reihen mordet, der kann dem eigenen Volk leichter vorgaukeln,

„es war ja nur die Ausmerzung unwerten und nichtarischen Lebens.“

„Menschen aus den eigenen Reihen würden wir niemals ermorden!“

Jedoch wie pervers muss dieser Gedankengang sein, wenn wir an die vielen Menschen denken, die Opfer des NS-Euthanasiewahnsinnes wurden.
Auch die Kranken, die Renitenten, die so genannten Asozialen, die Widerständler und Andersgläubigen, versuchte das NS-Regime als nicht arisch zu deklarieren.

„Solche Eigenschaften hat der treue, gesunde und sesshafte Arier nicht zu haben!“ Er ist stets bereit sein Leben, für sein Ideal, Gott, Führer und Vaterland, an der Front zu lassen. Darum versucht die Politik heute noch das Jenische Volk zu verschweigen, oder gar zu verstecken, um nicht der Tatsache ins Auge sehen zu müssen, dass dieses Wahnsinnsregiem der Nationalsozialisten, einfach jeden Menschen mit dem Leben bedrohte, der nicht linientreu war.

Aus dieser Überlegung heraus, erkläre ich im Namen meiner Volksgruppe, das Jenische Volk ist keine Untergruppe der Roma, sondern eine eigenständige Volksgruppe, die von der Politik, außer in der Schweiz, aus den oben genannten Gründen, nicht anerkannt wird. Sehr geehrte Damen und Herren in der Europaischen Politik,

Ihnen möchten wir in Zukunft wärmstens ans Herz legen,

es gibt uns nach wie vor (!),

wir sind nach wie vor da (!),

und wir lassen uns nicht (!) mehr schubladisieren oder kategorisieren. Die Wählerstimmen der Jenischen, werden bei den künftigen Wahlen ein Gewicht haben und wir scheuen uns nicht, dieses demokratische Mittel für unsere Anerkennung einzusetzen. Das Vorgehen der Europäischen Politik betreffend des JENISCHEN Volkes ist eine Schande für ein Europa des 21. Jahrhunderts!

Der EUROPARAT der
UNION der JENISCHEN MINDERHEIT in EUROPA i.Gr.
der BUNDESRAT des
JENISCHEN BUNDES IN DEUTSCHLAND e.V.
der Präsident des
JENISCHEN KV in Österreich e.V.

JENISCHER BUND IN DEUTSCHLAND e.V.

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