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Grunderwerbsteuer – Bundesländer streichen Rekordgewinne ein

06.11.201510:48 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Grunderwerbsteuer – Bundesländer streichen Rekordgewinne ein

(openPR) In den vergangenen Jahren ist die Grunderwerbsteuer vielerorts kräftig gestiegen. Für die Bundesländer scheint sich dies mehr als zu lohnen. Nach Angaben des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) haben die Einnahmen aus der Grunderwerbsteuer einen neuen Rekordwert erreicht. Insgesamt sind in der ersten Hälfte dieses Jahres 5,3 Milliarden Euro in die Länderkassen geflossen. Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes werden die Gesamteinnahmen in diesem Jahr erstmals die Zehn-Milliarden-Euro-Marke überschreiten. Damit würden die Länder an der Grunderwerbsteuer beinahe doppelt so viel verdienen wie noch 2010. Damals kamen im gesamten Jahr 5,3 Milliarden Euro zusammen.



Kaufnebenkosten schnellen durch Grunderwerbsteuer in die Höhe

Laut einer Sonderregelung des Länderfinanzausgleichs müssen die Bundesländer die erzielten Mehreinnahmen aus der Grunderwerbsteuer nicht an andere Bundesländer abgeben, sondern können sie an die eigenen Kommunen weiterleiten. Daraus resultiert ein hoher Anreiz, die Steuersätze auch weiterhin anzuheben – im wahrsten Sinne des Wortes auf Kosten der Immobilienbesitzer. Für sie bedeutet die kontinuierliche Erhöhung der Grunderwerbsteuer eine erhebliche finanzielle Zusatzbelastung beim Kauf. Dabei sind die Nebenkosten mit Notarkosten von durchschnittlich zwei Prozent und Maklergebühren von bis zu 7,1 Prozent ohnehin schon hoch. Ein Beispiel: Bei einer Immobilie in Schleswig-Holstein mit einem Kaufpreis von 400.000 Euro belaufen sich die zusätzlichen Kaufnebenkosten mittlerweile auf 62.560 Euro.

Steuersatz von 3,5 Prozent gilt nur noch in Bayern und Sachsen

Seit die Bundesländer im Zuge der Föderalismusreform 2006 die Höhe der Grunderwerbsteuer selbst festlegen dürfen, ist sie zum Teil massiv gestiegen. Insgesamt wurde der Steuersatz nach Angaben des BFW von den Bundesländern 26 Mal angehoben. Den ursprünglichen Satz von 3,5 Prozent haben nur Bayern und Sachsen bisher nicht angetastet. In Hamburg schlägt die Grunderwerbsteuer aktuell mit vier Prozent zu Buche, in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit fünf Prozent. In Berlin müssen Immobilienkäufer noch tiefer in die Tasche greifen. Hier zahlen sie sechs Prozent des Kaufpreises für die Grunderwerbsteuer. Absolute Spitzenreiter sind mit einem Steuersatz von 6,5 Prozent die Bundesländer Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

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