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Käufer akzeptieren weniger Wohnfläche

05.11.201510:13 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Käufer akzeptieren weniger Wohnfläche

(openPR) Die eigenen vier Wände wird sind für viele Menschen in Deutschland ein lang gehegter Traum, der vor allem durch die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite immer greifbarer zu werden scheint. Dem gegenüber stehen jedoch auch vielerorts steigende Preise, insbesondere in den gefragten Wohnlagen der Metropolen und größeren Städte. Damit der Traum vom Eigenheim dennoch Wirklichkeit wird, gehen immer mehr Käufer Kompromisse ein. Eine aktuelle Befragung von Immobilienscout 24 und Interhyp unter etwa 2.000 Kaufinteressenten ergab, dass Käufer angesichts steigender Preise kleineren Wohnraum oder eine weniger gute Lage in Kauf nehmen. Dabei stellte sich heraus, dass Selbstnutzer und Kapitalanleger unterschiedliche Strategien einschlagen.



Die Strategien der Selbstnutzer und Kapitalanleger

Wer eine Immobilie mit der Absicht kauft, selbst einzuziehen, ist nicht darauf angewiesen, sie zu vermieten oder mit Gewinn wieder zu verkaufen. Für beides spielt die Lage eine wichtige Rolle. 34 Prozent der Selbstnutzer sind im Umkehrschluss bereit, in eine günstigere Lage auszuweichen. Fast genauso viele (28 Prozent) geben sich mit einer kleineren Immobilie zufrieden. Ein Fünftel der Interessenten verschiebt die Kaufentscheidung und hofft darauf, dass die Preise wieder sinken.
Kapitalanleger haben andere Anforderungen an eine Wohnung. Damit der Wohnraum attraktiv für Mieter ist, können weniger Abstriche gemacht werden. Deshalb sind auch nur 22 Prozent der Kapitalanleger bereit, eine günstigere Wohnung auf Kosten der Lage zu erwerben. 32 Prozent von ihnen weichen auf kleinere Wohnungen aus. Damit folgen sie einem Trend, der sich momentan beobachten lässt: Gerade junge Familien, die trotz hoher Preise unbedingt in guten Innenstadtlagen leben möchten, verzichten dafür auf Wohnfläche.

Konträrer Trend bei der Wohnfläche

Auch wenn der Hype der Städte dafür sorgt, dass immer mehr Menschen ihre Ansprüche an die Größe ihres Wohnraums überdenken, lässt sich beobachten, dass der Trend seit Jahren zu mehr Wohnfläche für den Einzelnen geht. Momentan lebt eine Person in Deutschland auf durchschnittlich 41 Quadratmetern. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung geht davon aus, dass es bis 2030 schon 47 Quadratmeter sein werden. Im internationalen Vergleich ist das enorm. In Metropolen wie Tokyo leben die Menschen auf durchschnittlich nur 15 Quadratmetern pro Person.

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