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Studie: Wissenschaftler fordern Neuregulierung des Mietspiegels

05.11.201510:12 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Studie: Wissenschaftler fordern Neuregulierung des Mietspiegels

(openPR) Der Mietspiegel ist mittlerweile eines der wichtigsten Steuerungselemente des Wohnungsmarkts. Anhand des Mietspiegels wird die ortsübliche Vergleichsmiete ermittelt – jene Miete, an der sich die Mietpreisbremse orientiert. Damit gibt der Mietspiegel vielerorts nahezu allein den Mietpreis vor. Das ist jedoch äußerst problematisch, denn er wird seiner hohen Bedeutung nicht gerecht. Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der IREBS International Real Estate Business School bildet der Mietspiegel derzeit nicht das tatsächliche Marktniveau ab. Die Experten haben daher Möglichkeiten zur wissenschaftlich korrekten Berechnung entwickelt. Mit der Umsetzung ihrer Empfehlungen könnten Mietspiegel das Mietniveau auf den Wohnungsmärkten deutlich realistischer abbilden.



Mietspiegel sind nicht marktnah

Dem derzeitigen Gesetz zufolge muss ein qualifizierter Mietspiegel nach wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt werden. Doch genau dies ist laut Studie häufig nicht der Fall. Viele vermeintlich qualifizierte Mietspiegel sind sowohl in der Datenerhebung, -aufarbeitung und -verarbeitung als auch in der Offenlegung der Berechnungsergebnisse nicht transparent. Sie werden nicht wie andere amtliche Statistiken von einer neutralen Stelle berechnet, sondern unterliegen oft dem Gestaltungswillen lokaler Politiker und Interessenvertreter. Die Folge ist, dass die Mietspiegel wesentlich niedrigere Vergleichsmieten ausweisen, als es das tatsächliche Marktniveau erfordern würde. Die Experten fordern daher eine deutliche Trennung zwischen Politik und Statistik. Künftig sollte die Berechnung von Mietspiegeln keinerlei politischem Einfluss mehr unterliegen. Ist eine Begrenzung der Miethöhe aus politischer Sicht gewünscht, sollte diese in einer separaten Berechnung erfolgen.

Aktuelle Berechnungen basieren auf zu geringer Datenmenge

Ein weiteres Problem ist der Datenumfang. Dieser sei nach Ansicht der Experten zur Berechnung eines qualifizierten Mietspiegels derzeit viel zu gering. Wesentlich sinnvoller wäre eine internetbasierte Vollerhebung aller Vermietungsdaten – auch unter wirtschaftlichen Aspekten. Zudem sollten Mieterhöhungen und Staffelmieten künftig nicht in die Berechnung mit einfließen, da sie das aktuelle Marktgeschehen nicht widerspiegeln. Außerdem müsste – anders als bisher – das unterschiedliche Alter der Daten berücksichtigt werden. Nur so wäre eine Ausweitung der Erhebung auf zehn Jahre und mehr unter wissenschaftlichen und statistischen Kriterien tragbar.

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