(openPR) Am 14.03.2019 wurde von der bayerischen Landeshauptstadt der neue Mietspiegel für München veröffentlicht. In diesem Artikel stellen wir die Haupterkenntnisse des neuen Mietspiegels vor und gehen anschließend auf die Schwächen der Methodik hinter der Erstellung des Mietspiegels ein.
Hauptergebnisse des Mietspiegels 2019
Dem Sozialausschuss der Landeshauptstadt München zufolge sind die Bestandsmieten im Vergleich zu 2017 um 4,1% auf 11,69 € pro Quadratmeter gestiegen.
Politische Entscheidungsträger sprachen sich außerdem für eine Reformierung des Mietspiegels aus. Derzeit fließen in den Mietspiegel nur Wohnungen ein, deren Mieten in den letzten 4 Jahren neu vereinbart oder verändert worden sind. Künftig soll der Mietspiegel, wenn es nach den politischen Entscheidungsträgern geht, auch Bestandsmieten einbeziehen, welche über einen längeren Zeitraum nicht angepasst wurden.
Auch wenn dieses Argument auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, sind mit diesem Vorgehen große Schwächen verbunden. Unter anderem werden die Mietpreise unrealistisch niedrig dargestellt.
Was ist das Problem von unrealistisch niedrigen Vergleichsmieten?
Für Mieter hört sich ein niedriger Mietspiegel auf den ersten Blick wie ein Schutzmechanismus an. Jedoch sollte bedacht werden, dass Eigentümer die Mieten über Lücken in der Gültigkeit des Mietspiegels trotzdem weiter nach oben treiben können. Beispielsweise schließt der derzeitige Mietspiegel möblierte Wohnungen aus. Gerade in den letzten Jahren war ein sehr starker Anstieg für möblierte Mietwohnungen zu erkennen. Ohne die Beseitigung dieser Schlupflöcher wird es also trotz des niedrigen Mietspiegels auch zukünftig weiter steigende Mietpreise geben.
Fazit:
Die derzeitig angewandte Methodik für die Erstellung des Münchner Mietspiegels hat einige Schwächen. Die Ausweitung des Betrachtungszeitraums, wie von politischen Entscheidungsträgern gewünscht, würde diese Schwächen, statt sie zu beseitigen, sogar noch verschärfen. Wünschenswert wäre stattdessen eine Reformierung des Mietspiegels, welche den Betrachtungszeitraum verkürzt und somit ein realistischeres Bild der tatsächlichen Marktlage widergibt. Da dies derzeit jedoch politisch scheinbar nicht gewollt ist, werden künftige Mietspiegel wohl noch weiter an der Realität vorbeigehen als die aktuelle Version es derzeit schon tut.
Den vollständigen Artikel zum neuen Mietspiegel finden Sie unter:
https://www.immomakler-muenchen.de/mietspiegel-m%C3%BCnchen-2019/















