(openPR) Schüler aus Südbayern erobern sich das Reich der Mitte
Und was hast du so in den Sommerferien gemacht? 32 Schülerinnen und Schüler aus Südbayern nahmen vom 2. bis 14. August am „Chinese Bridge Summer Camp“ in China teil. Durchgeführt vom Konfuzius-Institut München, bietet das Camp jungen Menschen die Möglichkeit, die chinesische Sprache und Kultur im Land selbst zu erleben. Zu erleben gab es viel, Zeit für Müßiggang war nicht vorgesehen: Pekings Kulturdenkmäler, Sprachkurs, Gastfamilienaufenthalt, Sightseeing in Shanghai. Der Veranstalter der Reise, die Zentrale der Konfuzius-Institute in Peking, hat nicht nur den Aufenthalt finanziert, sondern auch ein straffes Programm aufgestellt.
Schon 16 Stunden nach Abflug in München fand sich die übermüdete Schülergruppe auf der Großen Mauer wieder. „Schlafen kann man auch zu Hause.“, steht im Reisetagebuch der Geschwister Victoria (16) und Patricia (14), die sich im April für das Summer Camp beworben hatten. Die Mädchen besuchen seit drei Jahren einen Chinesisch-Sprachkurs in ihrem Wohnort und haben auch schon die Sprachprüfung HSK 1 abgelegt. „Eine Reise China war mein großer Traum“, sagt Victoria. Die 14-jährige Judith aus Feldafing hatte mit der Chinesischen Sprache noch nicht viel zu tun. Die Schülerin besucht das Gymnasium Tutzing und ist fasziniert von der Chinesischen Kultur, über die sie aus Büchern, Filmen und von chinesischen Mitschülern erfahren hat. Ihr Bruder nahm schon vor zwei Jahren an der Reise teil. Den chinesischen Lebensstil kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu festigen, das motivierte die 18-jährige Abiturientin Diana zur Teilnahme. Sie erfuhr von ihrer Chinesischlehrerin am Dossenberg Gymnasium in Günzburg von der Reise. Im Vorfeld nahmen die Schülerinnen an einem interkulturellen Training am Konfuzius-Institut München teil, um sich mit den Sitten des Landes vertraut zu machen.
Die erste Station der Reise ist Peking, wo die Gruppe einer Einladung in den Hauptsitz der Konfuzius-Institute folgte. Viele Schüler waren das erste Mal mit der authentischen chinesischen Küche konfrontiert. Unfassbare Mengen an Essen stapelten sich auf den runden Tischen, wo sich jeder nach Belieben bedient. Die Skorpione und Seepferdchen am Spieß probierten nur die ganz Mutigen. Touristenprogramm. Zur interkulturellen Begegnungen kommt es an der Nr. 1 Mittelschule in Tai'an, wo die deutschen Schüler einen Sprachkurs besuchten. Tai'an ist eine für China kleine Stadt mit 5,5 Millionen Einwohner, gelegen in Shandong, der Partnerprovinz Bayerns. Bei der für China üblichen Eröffnungszeremonie knüpften die deutschen Gäste erste herzliche Kontakte mit ihren chinesischen Gastgeschwistern. Vormittags stand Chinesischunterricht auf dem Programm, nachmittags Kultur. Die Schüler wandelten auf Konfuzius' Spuren: Sie erklommen den heilige Berg Taishan und besuchten den Konfuzius Tempel in der Stadt Qufu, dem Geburts- und Sterbeort von Konfuzius. Die Stadt gehört seit 1994 zum Weltkulturerbe.
Adam Langer und André Englert waren als Betreuer und Dolmetscher immer im Einsatz und standen den Jugendlichen zur Seite, wenn es mal nicht so gut lief. Der Kulturschock, das ungewohnte Essen und wenig Schlaf forderten ihren Tribut. Während es draußen sehr heiß war, lief die Klimaanlage im Reisebus auf Hochtouren und verwandelte manchen Schüler in einen Eiszapfen. Für Mitteleuropäer gewöhnungsbedürftig. „Unsere fahrende Tiefkühltruhe.", erinnert sich Judith. Für sie war der abschließende Aufenthalt in der Metropole Shanghai ein prägendes Erlebnis. Die Wolkenkratzer hatten es ihr angetan. „Abgesehen von dem bekannten Oriental Plaza TV Tower stach besonders das zweithöchste Gebäude der Welt, der neue Shanghai Tower, heraus." Beim Einkaufen im Altstadtviertel Nanshi wurden ihre Verhandlungskünste auf eine harte Probe gestellt. Die Händler in Shanghai entpuppten sich als noch härtere Nüsse als ihre Kollegen in Peking.
„Judith ist sehr begeistert zurück gekommen", sagt ihre Mutter. „Vor allem hat sie geschwärmt von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen, von den wunderschönen Kulturstätten, dem interessanten Programm an der Schule und dem Gruppengefühl. Es war ein sehr gut geplantes und durchgeführtes Programm."













