(openPR) Weg vom Tropf
Region Dresden zwischen Finanzausgleich und Wirtschaftswachstum
Die Kritik an den Transferleistungen für die Neuen Bundesländer will und will nicht verstummen. Steht doch nach tiefgreifendem Strukturwandel auch mancher Gemeinde in den Alten Ländern das Wasser bis zum Hals. Und so ist es immer schwieriger, die Menschen zwischen Hamburg und München von weiteren Zahlungen gen Osten zu überzeugen. Neid ernten Wachstumskerne, die gut investiert haben. So sind die Städte und Gemeinden rund um Dresden zuweilen schmucker und die Infrastruktur moderner als im Westteil der Republik.
Manche Kritiker befürchten ungeliebte Konkurrenz. Wo sich Autogrößen wie VW, BMW und Porsche und die Halbleiterspezialisten von AMD und Infineon niederlassen, sieht mancher den eigenen Arbeitsplatz bereits nach Osten wandern. In Wahrheit werden Kompetenz- und Fertigungszentren im Westen durch Fertigung im Osten nachhaltig gesichert. Wahr ist auch, dass die neuen Werke im Osten Deutschlands die modernsten und produktivsten weltweit und die Arbeitnehmer hoch motiviert und flexibel bei Lohn- und Arbeitszeitvorstellungen sind.
Dank der Leuchtturmpolitik der sächsischen Landesregierung in Form gezielter Förderung industrieller Wachstumskerne und Branchenschwerpunkte konnten auch kleinere Städte in den letzten Jahren ein beachtliches Wirtschaftswachstum vorlegen. So auch die Stadt Großenhain ca. 20 Autominuten nordwestlich von Dresden gelegen. Kam Anfang der neunziger Jahre für die meisten der völlig veralteten Unternehmen der Textil- und Papierindustrie und des Maschinen- und Elektromaschinenbaus das Aus, so nahmen in den letzen Jahren viele neue Unternehmen in den modernen Gewerbegebieten am Rande der Stadt ihre Produktion auf.
Zu den Aufsteigern aus Großenhain gehört die Funke & Will AG, die erst Anfang April auf der Automobilmesse in Leipzig die zweite Generation ihres Yes! Roadsters vorstellte. Sie nimmt nun den amerikanischen Markt ins Visier. Arbeitsplätze werden auch mit einer neuen Produktionslinie für Wohnanhänger von der Großenhainer Fahrzeugbau GmbH geschaffen. Schon bald soll die Serie unter dem markanten Namen "Paul & Paula" vom Band laufen. Die international agierende Fischbach AG richtet derweil im Industriepark am Großenhainer Flugplatz eine weitere Produktionslinie für Kunststoffkartuschen ein. Und auf einem 3,5 ha großen benachbarten Grundstück ist die Neuansiedlung einer Biogasanlage in Vorbereitung.
"Wir setzen auf ein stabiles Wachstum der kleinen und mittleren Unternehmen" so Bürgermeister Burkhardt Müller "und unterstützen sowohl die ansässigen Unternehmen als auch Neuansiedlungen." Dazu gehören auch die kleinen Schritte, wie die seit 1994 regelmäßig stattfindenden Betriebsbesuche. Der Bürgermeister und seine Wirtschaftsförderer kennen die Probleme ihrer Unternehmen und können dementsprechend steuern. "Um im globalen Standortwettbewerb zu bestehen, können wir uns nicht auf Förderpaketen aus Brüssel ausruhen." Laut Müller muss jeder Verwaltungsangestellte und Bürger für die Zusammenhänge der Wirtschaft sensibilisiert werden.
Zwar hat man sich von Großinvestitionen langsam verabschiedet. Ganz unrealistisch sind sie entsprechend einem Standort-Ranking zwischen Polen und Sachsen, erstellt durch Ernst&Young, hingegen nicht. Unter Berücksichtigung von Steuern und öffentlichen Fördermitteln hat Sachsen für die untersuchte Modellinvestition die Nase vorn. Für die Stadt Großenhain, welche sogar mit 50% Investitionszuschuss und voll erschlossenen Industrieflächen mit bester Verkehrsanbindung werben kann, dürfte der Vorsprung sogar noch größer ausfallen. Und dabei sind Hemmnisse auf polnischer Seite, wie Sprach- und Mentalitätsunterschiede, noch gar nicht bedacht.
Indes denken Großenhains Wirtschaftsförderer bereits in der Nach-Förder-Ära. Für Optimismus haben sie selbst gesorgt. Der Stadt gelang es wie kaum einer anderen in Sachsen in nachhaltige Strukturen zu investieren. Die Wohnqualität ist hoch und bezahlbar, Schulen und Kindergärten saniert, Ver- und Entsorgung und Straßennetz auf höchstem Niveau.
Weitere Infos unter www.region-dresden-online.de oder www.grossenhain.de
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MINNEMEDIA Dresden
Ralf Spadt
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