(openPR) Seit Donnerstag, dem 16.07.2015, ist der Zirkus Karl Altoff Köllner zu Gast in Bedburg bei Köln. Er lädt die Bewohner in die bunte und farbenfrohe Zirkuswelt ein. Artistik, Clownerie und Tierdressuren sollen die Zuschauer in eine andere Welt entführen. Doch vor allem Letzteres stößt immer wieder auf, denn laut den meisten Umfragen können wir Deutsche gut auf Tiere in der Manege verzichten.
So kam es auch zu Demonstrationen von Tierschützern vor dem Zirkus Karl Altoff Köllner in Bedburg. Vor und während jeder Vorstellung beklagten sich die empathiefähigen Menschen darüber, dass die Dressur und die Haltung von Tieren in Zirkussen nicht artgerecht sei. 2 Aktivisten wagten gar den Weg in die Manege. Sie bezahlten den Eintritt und konnten weitere Eindrücke gewinnen. Als Fazit aus dieser Erfahrung sagten beide aus, dass es für sie schlimmer sei als gedacht. Sie berichteten über Haken, welche gegen die Dromedare eingesetzt wurden. Immer wieder wurden sie in die Hinterläufe der Tiere geschlagen. Die Pferde wirken sehr gestresst in der Manege. Anzeichen hierfür wären die geblähten Nüstern und angelegte Ohren. Im Stall, während der Tierschau, seien die Pferde angebunden am Gitter und tragen eine Trense. Anbindehaltung wird laut den Zirkusleitlinien abgelehnt. Sie dient dazu, dass die Besucher die Pferde leichter streicheln können. Die Tiere können sich den Händen nicht entziehen.
Auch 3 bengalische Tiger sind mit nach Bedburg gereist. Es handelt sich um junge Tiere, welche laut Angaben von Frau Köllner aus einem französischen Zoo stammen. Im ersten Quartal diesen Jahres waren noch 4 Tiere dieser Art im Bestand des Zirkus. Wo das 4. Tier ist ist bis dato unbekannt. Die Tierschützer vor Ort schilderten das ein Tiger eine dünne und undefinierbare Flüssigkeit abkotete. Er zuckte noch eine Minute lang nach seinem Geschäft. Des Weiteren weißt ein Tiger eine verkrümmte Kralle auf.
All diese und noch mehr Auffälligkeiten haben die beiden engagierten Aktivisten nun dem Veterinäramt gemeldet. Verbunden mit der Bitte dies zu kontrollieren.
Des Weiteren drohen Frau Köllner mehrere Anzeigen. Die angespannte Lage ihres Betriebs (im Durchschnitt nur 12 Besucher im Zelt pro Vorführung) veranlasste sie dazu die friedlichen Demonstranten am letzten Sonntag zu beleidigen. 20 Tierschützer haben daraufhin Anzeige wegen Beleidigung erstattet.
Man habe Verständnis für die Anspannung der Zirkusfamilie. "Sie müssen auch leben und sich finanzieren. Aber dazu sollen sie nicht die Tiere benutzen. Dann gehen auch wir in den Zirkus." So die Meinung der Aktivisten vor Ort. Vielleicht wäre das wirklich eine sinnvolle Lösung für Familie Köllner.










