(openPR) Es gibt eine Menge anderer Dinge, die man tun kann, um Tiere und Natur zu schützen.
Die Jagd hat eine zu lange Tradition der Misshandlung und Schädigung unsere Heimatkultur. Die Jägerinnen und Jäger engagieren sich in vielfältiger Weise für die Tierquälerei und Störungen in der Natur. Sie stellen immer wieder sicher, dass die Artenvielfalt beim Wild gemindert und dass die Populationen überhandnehmen. Die Jagdstatistiken sprechen eine deutliche Sprache. Jagd bedeutet nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten.
Tierarten haben im Jagdrecht nichts zu suchen. Das Verhältnis von Beutegreifern und ihren Beutetieren hat sich seit Urzeiten eingespielt und bewährt. Es ist noch kein Fall dokumentiert, in dem einheimische Beutegreifer einheimische Beutetiere ausgerottet haben. Ursache für die Gefährdung oder gar das Erlöschen von Populationen waren nie unsere einheimischen Beutegreifer wie Füchse, Marder, Wölfe, Bären oder Greifvögel, sondern immer Eingriffe der Jäger in die Habitate der gefährdeten Arten.
Jäger hinterlassen und verursachen trotz ihrer “hohen Kriegskunst” alljährlich Schäden für die Land-und Forstwirtschaft.
Den Tier- und Naturschützern sowie der Politik ist es immer mehr ein grosses Anliegen, die Jägerinnen und Jägern für ihre Leistungen zum Unwohlsein des Wildes und die Störungen seiner Lebensräume zu kritisieren. In ganz Europa erkennen immer mehr Menschen, dass die Jagd eine Unkultur und Tierquälerei ist. In vielen Länder sind Jagdverbote, Jagdeinschränkungen, Jagdabschaffungen usw. in Entwicklung oder schon umgesetzt.
Die Forderung der Tierschutzverbände nach einem generellen Jagdverbot und professionellem Wildtiermanagement entspricht dem Zeitgeist. Das ethiklose Jägerlatein sowie die Müllbiologie der Jäger basieren auf einem riskanten Halbwissen zum Leidwesen der Mehrheit. Dies zeigt sich auch in den polemischen, auf Angst-Emotionen ausgerichteten Veröffentlichungen der Jäger, mit denen Bürger gegen Veränderungen aufgewiegelt werden sollen. Die Jagd hindert den Erhalt der Artenvielfalt und eine zivilisierte Pflege unserer Kulturlandschaft. Die Jagd ist der Artenfeind #2! Dies soll sich in Zukunft zurecht ändern. Der Jäger sagt in der Regel eines, denkt etwas anderes und tut später das Falsche.
Die Massstäbe im Jagdrecht sind seit Jahrzehnten ungenügend und tierquälerisch. Sterilisation ist z.B. eine effektive und nachhaltige Lösung bei einer tatsächlichen Überpopulation. Fangen, sterilisieren und wieder aussiedeln oder mit einer Impfung zur Geburtskontrolle, kontrolliert sinnvoll die verschiedenen Herdengrössen. Diesbezügliche Erfolge kann man in Ländern z.B. mit der Strassenhundenproblematik beobachten. In den USA werden über eine Impfung zur Geburtenkontrolle in bestimmten Gebieten die Reh- und Hirschbestände durch Tierschützer geregelt. In Europa die Wildschweine und sogar in Afrika bei den grossen Wildtieren in der Wildnis wird die Immunokontrazeption eingesetzt. Die Natur jährlich aus Freude am Töten dilettantisch zu beschiessen, ist keine nachhaltige Betätigung, sondern eine Anomalie sondergleichen. Die heutige Jagd ist ein massives, zerstörerisches und militantes Eingreifen in natürliche Rhythmen und kann nicht als eine positive Notwendigkeit bezeichnet werden!
Die Jagd hat versagt. Seit Jahrzehnten versuchen die Jäger die Wildtierpopulation zu regulieren, was ihnen bis heute auf eine zivilisierte Art und Weise nicht gelungen ist. Wildtiere haben unter dem Joch der Jäger praktisch kein Recht auf eine natürliche Sterblichkeit oder Genesung von Krankheit. Jagd bringt den Wildtieren psychisches Leid. Angst, Schrecken und Terror vor dem Abschuss ist ein Leben lang ihr Begleiter. Jäger stören täglich die Habitate der Wildtiere.
Man sollte den Wildtieren, welche oftmals auch durch den Entzug des Lebensraumes in Bedrängnis sind, nicht noch zusätzlich durch die Jäger unnötigen Stress aufbürden. Verantwortungsvolle Natur- Tierschutzarbeiten sollte man nicht in die Hände jener legen, an deren Händen so viel Blut klebt.
Natürlich sind Jäger auch mitverantwortlich für die vielen Wildunfälle. Rehe und Hirsche z.B. sind normalerweise tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wiesen sieht, genauso wie andere Weidetiere, Schafe, Ziegen und Kühe. Erst durch den Jagddruck werden sie in die Wälder hineingetrieben, um sich zu verstecken und wo sie weniger Nahrung finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt. Jäger verursachen viel mehr Schäden als die Tiere selber, denen sie hinterher rennen. Die Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien.
Eine Abschaffung der Hobby-, Spass- und Lustjägereien hätte keine negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt, die Artenvielfalt, das Seuchengeschehen oder die Finanzhaushalte. Vielmehr würde der unglaublichen Tierquälerei durch die Hobbyjägerei ein Riegel vorgeschoben werden. Die Artenvielfalt und Biodiversität würde sich gemäss renommierten Wissenschaftlern und anhand von Fallbeispielen, ohne die Jagd wesentlich besser entwickeln, wenn sie nur könnte. Zahlreiche wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass der Verbiss durch Rehe und Hirsche sogar nützlich ist, weil es eine Zunahme der Biodiversität (hier die Artenvielfalt der Pflanzen) verursacht. Der Seuchengefahr kann durch Impfungen wirksamer entgegengewirkt werden und selbst die Staatsfinanzen könnten durch ein effektiveres Reh- und Rotwildmanagement gestärkt werden (Reduzierung von Waldschäden). Gefordert ist hier politischer Wille und Mut, in das jagdliche Brauchtum signifikant einzugreifen und Gesetze auf den Weg zu bringen, welches den veränderten Bedingungen des 21. Jahrhunderts, den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dem modernen Tier- und Artenschutz und der Mehrheit der Bevölkerung gerecht wird.
Die zusätzliche Belastung durch die unzähligen Tonnen Blei welche die Jäger in der Natur zurücklassen beim Schiessen, ist reiner Ökoterror. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen, auch nach dem Konsum von Wildbret. Doch Bleimunition ist nicht nur für Menschen schädlich, es ist auch eine besonders grausame Form der Jagd. Verletzte Tiere leiden nebst ihren Wunden an einer langsamen Vergiftung durch die Bleimunition. Solche Munition gehört verboten. Finnland, Dänemark und die Niederlanden haben dies schon vor Jahren implementiert.
Die Natur und der Lebensraum kann nicht einfach bekriegt, verschandelt und konsumiert werden von den Jägern.
Flora und Fauna sollte den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungs- und Lebensraums des Zusammenlebens zurückgegeben werden.
Unsere Zeit wird zunehmend von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die Jägerschaft nicht unbeteiligt. Diese negativen Energien von Gewalt, Angst, Terror, Respektlosigkeit und Unbehagen welche die Jägerschaft in der Natur hinterlässt, ist keine Kulturlandschaft!
Wild beim Wild fordert die sofortige Einstellung der Jagd und ein professionelles Wildtiermanagement durch Naturschutzorganisationen.







