(openPR) Grenzen fallen und die Welt scheint immer kleiner zu werden. Unternehmen organisieren und vernetzen sich global. Immer mehr Menschen studieren im Ausland, Englisch ist die verbindende Sprache. Sind da noch Dolmetscher und Übersetzer notwendig?
Unterscheidung zwischen Dolmetschern und Übersetzern
Dolmetscher und Übersetzer sind Profis im Bereich der Kommunikation. Sie tragen dazu bei, dass Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen sich verbal oder schriftlich verständigen können. Dolmetscher dolmetschen konsekutiv oder simultan bei internationalen Konferenzen, Tagungen und Verhandlungen. Die Tätigkeit des Dolmetschers erfordert eine hohe Belastbarkeit und höchste Konzentrationsfähigkeit. Übersetzer übertragen geschriebene Texte in ihre Muttersprache. Während das Dolmetschen in erster Linie Schnelligkeit erfordert, ist beim Übersetzen Genauigkeit gefragt.
Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland
Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland etwa 38.000 Dolmetscher und Übersetzer. Dabei handelt es sich um etwa 15.000 Frauen und 7.000 Männer. Von diesen 38.000 Personen sind etwa 23.000 selbstständig tätig und arbeiten überwiegend alleine, zumeist im eigenen Home-Office. Der Jahresumsatz der in Deutschland berufstätigen Übersetzer beläuft sich auf etwa eine Milliarde Euro. Durch wachsende Globalisierung und immer mehr internationale Geschäftsbeziehungen wird der Bedarf an Übersetzungsdienstleistungen weiter ansteigen, wobei von einem jährlichen Wachstum von mindestens zehn Prozent ausgegangen wird.
Starke Übersetzungsnachfrage durch Exportboom
Deutschland ist bekanntermaßen Export-Weltmeister. Aufgrund der steigenden Exporte, steigt auch die Nachfrage nach Übersetzungs- und Dolmetscherleistungen. Eine vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) durchgeführte Umfrage ergab, dass zwar bei einem großen Teil der Befragten das Auftragsvolumen gestiegen sei, die Honorare jedoch etwa gleich geblieben sind. Laut BDÜ müssen Übersetzer schneller arbeiten und sich einem zunehmenden Preiskampf stellen. Als ein Grund für diese Entwicklung wird der „graue Markt“ genannt. Die Berufsbezeichnung Übersetzer ist rechtlich nicht geschützt. Mit der Folge, dass jeder sich Übersetzer nennen kann. Damit geht leider auch die steigende Anzahl schlechter Übersetzungen einher. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der Wahl eines Übersetzungsbüros ist also die Mitgliedschaft im BDÜ, hier werden nur Übersetzer mit Studienabschluss aufgenommen.
Qualitative Unterschiede
In sozialen Netzwerken wie Facebook finden sich unzählige Gruppen für Übersetzer, in denen die einzelnen Mitglieder ihre Dienstleistungen zu teils sehr unterschiedlichen Konditionen anbieten. Dabei vollzieht sich eine zunehmende Entwicklung in zwei Lager: das der Bulk- und das der Premium-Übersetzer. Der Übersetzermarkt verzeichnet ein großes Angebot an Dienstleistern und damit einen hohen Preisdruck in der Übersetzungsbranche. Potentiellen Kunden wird der Eindruck vermittelt, dass Übersetzungen für wenig Geld zu haben sein. Diese Übersetzungen weisen jedoch oft eine schlechte Qualität auf. Für hochwertige Übersetzungen sind Sie also bei Premium-Dienstleistern an der richtigen Adresse.
Perspektive durch Spezialisierung
Der Markt für Übersetzungsdienstleistungen ist einem starken Konkurrenzkampf ausgesetzt. Industrieunternehmen, die die Dienste eines Sprachexperten in Anspruch nehmen, sollten nicht vergessen, dass der zu übersetzende Text Werbung in eigener Sache ist. Sie sollten daher nur mit Spezialisten zusammenarbeiten. Aufgabe eines guten Übersetzers ist, Texte zu fertigen, die wahrheitsgetreu und stilistisch einwandfrei sind und sich so gut lesen lassen, als sei die Übersetzung das Original. Engagierte Übersetzer sind bestrebt, sich ständig zu verbessern. Das fordert neben umfassenden Sprachkenntnissen eine zunehmende Vertiefung in das jeweilige Spezialgebiet.
Kundenorientiertheit
Freiberuflich arbeitende Übersetzer müssen sich immer stärker auf dem Markt behaupten. So ist es essentiell, dass sie technische Entwicklungen im Bezug auf Übersetzer-Tools und sprachliche Entwicklungen ihrer Arbeitssprachen aufmerksam verfolgen und sich in ihrem jeweiligen Fachgebiet ständig weiterbilden. Neben der fachlichen und sprachlichen Spezialisierung sind auch das Erfüllen von Kundenwünschen wie das sprachliche Register und das Corporate Wording ein weiterer Baustein für den beruflichen Erfolg.












