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Das Grundgesetz als Film: Ton trifft Bild

03.05.200608:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Das Grundgesetz als Film: Ton trifft Bild

(openPR) Karlsruhe, 2. Mai 2006 - Das deutsche Grundgesetz wird verfilmt – mit „GG 19“ werden aktuell in ganz Deutschland die 19 Grundrechte des Grundgesetzes der Bundesrepublik in 19 kurzen Spielfilmen künstlerisch umsetzt. Auch die Stadt Karlsruhe hat hierzu eine Patenschaft übernommen, und so fanden dort am vergangenen Wochenende die Dreharbeiten für die Verfilmung von Artikel 5 (Meinungs-, Informations-, Pressefreiheit, Freiheit von Kunst und Wissenschaft) statt. In Karlsruhe hat man bereits Erfahrung mit der künstlerischen Bearbeitung von Gesetzestexten gesammelt, denn im vergangenen Jahr haben Thomas Bierling, Eva Weis und Peter Lehel dort mit „Recht harmonisch“ das Grundgesetz vertont.



Nachdem bereits Bundesjustizministerin Brigitte Zypries für Artikel 19 in eine Statistenrolle geschlüpft ist, lag es nahe, dass die Karlsruher Grundgesetz-Vertoner ebenfalls einen Part übernehmen. Für Artikel 5 haben Eva Weis, Thomas Bierling und Hellmut Ruder (im Projekt verantwortlich für Ton und Effekte) die Rolle von Pressefotografen übernommen, die auf eine passende Gelegenheit für ein verbotenes Sensationsfoto aus dem Gerichtssaal lauern. Für die drei Musiker, die das Projekt von Produzent Harald Siebler auch finanziell unterstützen, natürlich eine Ehrensache.

„GG 19“ soll im Frühjahr 2007 auf der Berlinale Premiere feiern und danach in die deutschen Kinos kommen. In 19 Kurzfilmen à vier bis zehn Minuten werden Geschichten über die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes gezeigt. Jede Episode wird in einer anderen Stadt gedreht. Trotz des scheinbar drögen Stoffes soll der Spielfilm keineswegs didaktisch werden. „GG19“ will nicht abstrakt belehren oder blank illustrieren, sondern Fragen aufwerfen und zum Nachdenken anregen“, erläutert Initiator und Produzent Harald Siebler seine Vision des Grundgesetzes. „Jede Episode soll ihre eigene Form finden und der inneren Wahrheit ihrer Figuren folgen. Keinesfalls werden Gesetze paragraphentrocken ausgebreitet. Ob als Komödie, Drama oder Science Fiction, die 19 Geschichten erzählen von der Vielfalt und Kraft der Grundrechte und eröffnen eine neue Diskussion um Anspruch und Wirklichkeit des Grundgesetzes.“

Weitere Informationen und Download von Bildmaterial:

http://www.gg19.de
http://www.recht-harmonisch.de


Hintergrundinformationen

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Wirklich?
Es wird viel über die Würde des Menschen und die Grundrechte diskutiert, aber Worte und Texte allein scheinen nicht zu fruchten. „Die 19 Grundrechte des Grundgesetzes bilden die Grundlage unseres Gemeinwesens. Es geht darum, diese Tatsache aus der spröden Hülle des Gesetzestextes zu befreien und in eine emotional erfahrbare Form zu bringen.“ So beschreibt die Jazz-Vokalistin und Choreografin Eva Weis ihre Motivation zu dem Projekt „Recht harmonisch“, einer musikalisch-performativen Verarbeitung des Grundgesetzes, zu der sie die Idee lieferte. Das künstlerische Konzept und die Komposition entwickelte der Karlsruher Komponist und Pianist Thomas Bierling. „Auf diese Weise kann ich hoffentlich mehr und Sinnvolleres erreichen für eine humane Gesellschaft als durch meine frühere Tätigkeit in der Wirtschaft, die mich durch ihre kurzfristige Gewinnorientierung zu Lasten aller menschlichen und kulturellen Werte immer mehr abgeschreckt hat.“, meint der frühere Unternehmensberater. „So manches Gesetz wird heute haarscharf am Grundgesetz vorbeikonstruiert. Es wird von vielen Politikern eher als Hindernis denn als Verpflichtung angesehen. Neben den Politikern möchten wir auch jeden einzelnen Bürger ansprechen und ihm die Grundrechte als die eigenen Rechte, aber immer auch als die Rechte des Anderen bewusst zu machen.“, so Bierling weiter.
Bereits im Vorfeld hatte das Konzept ein beachtliches Interesse der Medien und der Öffentlichkeit hervorgerufen. Nach der erfolgreichen Uraufführung in Karlsruhe anlässlich der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010 folgten zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland und eine erfolgreiche CD-Veröffentlichung.
Jeder der 19 Artikel zeichnet sich durch eine eigene Stimmung und Tonsprache jenseits der klassischen Harmonik aus. Dabei finden sich unter anderem Elemente aus der Minimal Music, ungewöhnliche Skalen und reduzierte Tonräume oder auch freie und atonale Passagen an der Grenze zwischen Neuer Musik und Freejazz.
Einen besonderen Stellenwert genießt die Interpretation des Textes. Der von Eva Weis gestaltete Vokal-Part trifft eine kritische Auswahl des Textmaterials, um besonders bedeutsame oder hinterfragenswerte Passagen zu kommentieren. Abhängig von der musikalischen Grundstimmung des jeweiligen Artikels reicht die vokale Interpretation von ausdrucksstarker Rezitation über Reminiszenzen an klassische und Jazz-Gesangstechniken bis hin zu lautmalerischer und dadaistischer Vokalartistik.
Der Jazz-Preisträger Peter Lehel war von dem experimentellen Konzept spontan begeistert und steuert mit Tenorsaxophon, Sopransaxophon und Bassklarinette einen klangfarbenreichen Part bei, der sich durch ein expressives Wechselspiel mit dem Text auszeichnet.
Die auskomponierten Teile werden dann im Laufe der Aufführung nach und nach in Form einer kollektiven Improvisation spontan verarbeitet - so findet sich das Prinzip von Demokratie und Gleichberechtigung auch in der Komposition wieder.


Konzerthinweis

RECHT HARMONISCH - Das vertonte Grundgesetz
mit Thomas Bierling, Eva Weis und Peter Lehel

im Rahmen einer Ausstellung des tschetschenischen Fotografen Musa Sadulajew.

Anschließend Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Ernst G. Mahrenholz und Prof. Dr. Ulrich K. Preuss.
Ort: Landgericht Baden-Baden, Gutenbergstr. 17, 76532 Baden-Baden
Datum: Dienstag, 23. Mai 2006
Uhrzeit: 18:30 Uhr

Wir bitten um Übernahme in Ihren Veranstaltungskalender.

Am 23. Mai, dem Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes, ist das Konzert im Landgericht Baden-Baden zu hören im Rahmen einer Ausstellung des tschetschenischen Fotografen und Journalisten Musa Sadulajew, der den vergessenen Krieg in seinem Heimatland dokumentiert. „Wer die Wahrheit zeigt, ist bedroht“ – in russischen Zeitungen fallen seine Bilder der Zensur zum Opfer, Sadulajew selbst ist mit dem Tod bedroht. Zur Zeit ist er ist Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und hat mehr als 1.000 Fotos mitgebracht. Er wird sie in mehreren Ausstellungen in Deutschland zeigen, bevor er als Reporter wieder nach Tschetschenien zurückkehrt.
An das vom Verein „Kunst und Kultur im Landgericht e.V.“ veranstaltete Konzert schließt sich eine Podiumsdiskussion zum Thema Grundrechte an mit den prominenten Verfassungsrechtlern Prof. Dr. Ernst G. Mahrenholz und Prof. Dr. Ulrich K. Preuss.


Das vertonte Grundgesetz auf CD

erschienen bei Antes Edition / Bella Musica BM-CD 31.9218


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http://www.recht-harmonisch.de

Yeotone Music Production
Thomas Bierling
Grombacher Str. 27
75045 Walzbachtal

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