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Taiwan als Beobachter zur WHA eingeladen

08.05.201519:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Die Weltgesundheitsversammlung (WHA) wird in diesem Jahr vom 18. Mai bis 26. Mai in Genf stattfinden. Taiwan hat eine Einladung zur Teilnahme an der WHA als Beobachter erhalten. Das diesjährige Schwerpunktthema der WHA ist ein flexibles und anpassungsfähiges Gesundheitssystem. Taiwans Gesundheitsminister Chiang Been-huang und Delegationsteilnehmer werden am Rande der WHA auch mit Vertretern von WHO-Mitgliedern einen Meinungsaustausch führen. Dies ist das 7. Mal, dass Taiwan als Beobachter zur WHA eingeladen ist.



Minister Chiang wird in diesem Jahr von „Jugendbotschaftern“ begleitet werden, die unter 1.154 Jugendlichen ausgewählt wurden. Taiwans Präsident Ma Ying-jeou ist überzeugt, dass die jungen Menschen diese Gelegenheit nutzen werden, das Profil Taiwans auf der internationalen Bühne zu fördern.

Die Jugendbotschafter stärken die globale Aufmerksamkeit für Taiwans Rolle im Bereich des weltweiten Kulturaustausches, humanitärer Hilfe, Friedensstiftung, technologischer Innovation, Handel und Unternehmen wie auch die Aufrechterhaltung des Erbes der chinesischen Zivilisation.



Aufbauend auf 20 Jahren Erfolg:
Zukünftige Herausforderungen für Taiwans NHI

Von Chiang Been-huang
Minister für Gesundheit und Soziales
Republik China (Taiwan)

Taiwans nationales Gesundheitsversicherungssystem (National Health Insurance, NHI) ist weltweit bekannt dafür, Bürgern einen leichten Zugang zu hochqualitativer medizinischer Versorgung zu gewähren. Über 99 Prozent der Bevölkerung ist im Einzelzahler NHI eingeschrieben, während ungefähr 93 Prozent der Gesundheitsversorger des Landes daran teilnehmen.

Die Grundprämien, die sich der Versicherte, der Arbeitgeber und die Regierung teilen, werden auf der Basis des monatlichen Einkommens und einer festgelegten Prämienskala berechnet. Denjenigen, die als benachteiligt eingestuft werden, können ihre Prämien und Zuzahlungen reduziert oder falls notwendig erlassen werden. Da die NHI eine umfassende Versorgung zu bezahlbaren Kosten erreicht hat, ist die Gesundheitsfürsorge keine finanzielle Belastung für die Öffentlichkeit. Diese Faktoren tragen zu einer Zufriedenheitsrate mit dem System von etwa 80 Prozent bei.

Aber dieser gegenwärtige gesunde Zustand wurde nicht über Nacht erreicht. Seit ihrer Einführung 1995 sah sich die NHI finanziellen Herausforderungen gegenüber. Obgleich das System in den ersten vier Jahren schwarze Zahlen schrieb, führten gestiegene Anforderungen der Nutzer zu Budgetengpässen, so dass sich die Regierung angespornt sah, systemweite steuerliche und strukturelle Reformen durchzuführen.

2013 war die zweite Generation der NHI eingeführt und die Aufsicht über das System war der neu formierten NHI Verwaltung unter dem Ministerium für Gesundheit und Soziales überantwortet. Eine Schlüsselkomponente dieser Veränderung war die Erhebung einer 2 -prozentigen Zusatzprämie auf Kapitaleinkünfte und Einkommen, das nicht aus Erwerbstätigkeit resultiert – eine Maßnahme, die zur neu gefundenen finanziellen Stärke der NHI beiträgt.

Ein anderer Schritt, der zum Erfolg der NHI beiträgt, war die Verwendung neuester Informationstechnologie. Diese Initiativen rationalisierten Abläufe und verbesserten Dienstleistungen und ebneten so den Weg zu besserer organisatorischer Effizienz und reduzierten Verwaltungskosten.

Die (integrierte Schaltkreiskarte) elektronische Gesundheitskarte ist eines der sichtbarsten Zeichen der IT Innovation, die von der NHI genutzt wird. Ausgestellt für jeden Systemnutzer, fungiert sie als Verbindung zwischen Patienten und Gesundheitsversorgern und ermöglicht diesen, schnell und sicher an die neuesten medizinischen Daten der Patienten zu gelangen. Die Smartcard ist ebenfalls ein unschätzbares Werkzeug im Umgang mit der Verbreitung hoch ansteckender Krankheiten wie SARS. Sie erlaubt sowohl die Überwachung der Infizierten als auch die genaue Darstellung der Dynamik der Ausbrüche sowie ihre Kontrolle.

Da die Zeit entscheidend ist beim Umgang mit medizinischen Problemen und der Verschreibung passender Medizin in einer kosten-effizienten Weise, richtete die NHI 2013 Pharma-Cloud ein – eine cloud-basierte Datensammlung von pharmazeutischen Patientenakten, die Gesundheitsversorgern zugänglich ist. Dieses Unterfangen hat die Ausstellung von Doppelrezepten und überflüssigen Verschreibungen ebenso wie das Risiko von schädlichen Wechselwirkungen von Medikamenten minimiert.

Ermutigt von den Kosten- und Effizienzvorteilen von PharmaCloud, hat die NHI 2014 My Health Bank eingeführt. Diese Datensammlung erlaubt Nutzern, in weniger als 10 Minuten den Zugang zu ihren vollständigen medizinischen Daten des vergangenen Jahres zu erhalten. Diese beinhalten Aufzeichnungen über Krankenhausaufnahmen, medizinische Kosten, ambulante Behandlungen und Verschreibungen. Von der Erleichterung des Zugangs zu persönlichen Berichten erhofft man sich, dass die Nutzer mehr auf ihre Gesundheit achten und ein Bewusstsein für die Notwendigkeit eines gesünderen Lebensstils entwickeln.

Genauso signifikant ist der Gebrauch eines automatisierten Systems für die Abwicklung von Forderungen und Rückerstattung von Krankenhäusern. Dies trägt zu den Verwaltungskosten der NHI von 1,07 Prozent der medizinischen Ausgaben bei, den geringsten weltweit. Die beträchtliche Datenbasis von Forderungen, die sich rühmt, hinsichtlich des Datenschutzes international auf dem neuesten Stand zu sein, erlaubt es der NHI auch, Trends zu analysieren und Statistiken aufzustellen.

In der Zukunft werden sinkende Geburtenraten und eine schnell alternde Bevölkerung die Regel sein. Taiwan wird von diesem globalen Trend keine Ausnahme bilden, und seine abnehmende Zahl junger Menschen wird eine größere finanzielle Belastung tragen müssen. Bei der Abschätzung zukünftigen Bedarfs für die Gesundheitsfürsorge muss der Faktor des Alterns einbezogen werden. 2014 waren 11,95 Prozent der Bevölkerung Taiwans Senioren, und es wird erwartet, dass dieser Anteil 2025 über 20 Prozent und 2060 über 40 Prozent liegen wird.

Weil Taiwan eine niedrige Geburtenrate und eine längere Lebenserwartung hat, wird es bald die am schnellsten alternde Bevölkerung weltweit haben. Dies wird sinkende Einkommenssteuereinnahmen zur Folge haben und damit den Druck auf die NHI, die steigenden Auslagen im Zusammenhang mit der Fürsorge für eine wachsende Zahl von Älteren zu finanzieren, noch erhöhen. Wege zu suchen, die öffentliche Gesundheitsfürsorge zu verbessern und die Rate des Alterns zu verlangsamen, sind zwei der wichtigsten Herausforderungen, der die NHI im 21. Jahrhundert und darüber hinaus gegenübersteht.

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