(openPR) Johnny Chiang
Minister des Regierungspresse- und Informationsamtes
der Republik China (Taiwan)
Zu den bedeutenden Errungenschaften der Politik der „flexiblen Diplomatie“ der Republik China (Taiwan), die nach der Übernahme der Präsidentschaft von Ma Ying-jeou 2008 umgesetzt wurde, zählt die erstmalige Einladung Taiwans durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), als offizieller Beobachter an der Weltgesundheitsversammlung (WHA) 2009 teilzunehmen. Auch in diesem Jahr hat Taiwan wieder eine Einladung für die WHA-Sitzung erhalten. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Entspannung zwischen Taiwan und Festlandchina nicht nur für die Erweiterung von Taiwans internationalem Raum förderlich ist, sondern auch einen Wendepunkt bei Taiwans Fortschritten aufzeigt, sich der internationalen Gemeinschaft wieder anzuschließen.
Viele Jahre lang wurde Taiwans Beteiligung an internationalen Angelegenheiten stark eingeengt. Es ist deshalb die Hoffnung unserer Bevölkerung, ebenso wie von Befürwortern überall in der Welt, dass Taiwan als vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft durch unsere Beteiligung an internationalen Organisationen akzeptiert werden kann. Unsere WHA-Teilnahme kann als überzeugender Indikator der beiderseitigen Flexibilität in den Beziehungen an der Taiwanstraße und ihrer Zukunftsaussichten betrachtet werden. Es bleibt zu hoffen, dass uns in Zukunft die Beteiligung in der WHA mehr Möglichkeiten für unser internationales Engagement verschaffen wird.
Sowohl Taiwans Präsenz bei der WHA-Sitzung 2009 als auch unsere Einbeziehung in das Global Outbreak Alert der WHO und das Response Network des Internationalen Gesundheitsreglements (IHR) in dem Jahr haben unser Engagement im globalen Gesundheitsnetzwerk verbessert. Das Kommunikationsnetzwerk zwischen Taiwan und der WHO funktionierte reibungslos und unsere Gesundheitsexperten wurden zu WHO-Sitzungen über die neuartige A(H1N1)-Grippepandemie und zu anderen Fachsitzungen und Schulungsprogrammen eingeladen. Darüber hinaus hat die WHO uns dabei geholfen, einen Impfstamm und A(H1N1)-Virusproben zu erhalten, die für die Produktion von Grippeimpfstoffen in Taiwan notwendig sind.
Bis heute ist Taiwan immer noch außerstande, sich an allen Aktivitäten der WHO zu beteiligen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind weitere Bemühungen auf den Gebieten der Beziehungen an der Taiwanstraße und der Auslandsbeziehungen erforderlich. Deshalb wird sich Taiwan in diesem Jahr darum bemühen, an WHO-Sitzungen auf allen Ebenen teilzunehmen, in der Hoffnung, den konkreten Inhalt unserer Gesundheitszusammenarbeit zu erweitern.
Inzwischen hat es Taiwans Beteiligung an den Aktivitäten der WHO der letzten Jahre der internationalen Gemeinschaft möglich gemacht, Taiwans hohe Professionalität und Fähigkeiten zu schätzen. Darüber hinaus haben unsere Leistungen auf den Gebieten der humanitären Hilfe und Förderung des internationalen Austauschs in den letzten paar Jahrzehnten breite Zustimmung erhalten.
Die zentralen Themen auf der diesjährigen WHA-Agenda sind die Bereitschaft bei einer Grippepandemie, die Erfüllung des Internationalen Gesundheitsreglements (IHR), die Lebensmittelsicherheit, die Eindämmung von Fälschungen medizinischer Produkte und die Bereitstellung der Gesundheitsfürsorgedienste - Bereiche, in denen Taiwan beträchtliche Erfahrungen hat und wertvolle Beiträge leisten kann. Von größerer allgemeiner Bedeutung für Taiwan ist, dass seine Beteiligung an der WHA ein wichtiger Vorwärtsschritt bei der globalen Gesundheitszusammenarbeit darstellt, zu einer vollständigen Einbindung in das Weltgesundheitssystem.



