(openPR) Bluthochdruck schädigt im Laufe der Zeit wichtige Organe wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Die Folge können lebensbedrohliche Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.
Aus diesem Grund betreut die II. Medizinische Klinik in Friedrichstadt seit Jahrzehnten Patienten, die unter Bluthochdruck (Hypertonie) leiden. Im April 2015 ist die Klinik nun auch als Hypertonie-Zentrum von der Deutschen Hochdruckliga e. V. (DHL) zertifiziert worden. Sie ist das erste Zentrum in Dresden, das dritte in ganz Sachsen und das einzige in der Region mit dem Anspruch, sich medizinisch und ganzheitlich zu engagieren.
In der II. Medizinischen Klinik werden keine leichten Fälle von Bluthochdruck behandelt, es sind die schwierigen, bei denen andere Mediziner oft kapitulieren müssen. Häufig nehmen die Patienten bereits über fünf Medikamente ein, ohne dass sich der Bluthochdruck wesentlich senkt.
Im April ist die Klinik nun als erstes Dresdner Hypertonie-Zentrum der DHL zertifiziert worden. Diese Zentren weisen das notwendige Fachpersonal vor und versorgen ihre Patienten von der Aufnahme bis zu Entlassung nach den Qualitätsstandards. So auch in Friedrichstadt – doch hier werden die Patienten auch nach dem Krankenhausaufenthalt nicht allein gelassen, sondern weiter betreut und geschult. Außerdem engagieren sich die Experten in der Weiterbildung von Ärzten und Schwestern im Hausarztbereich.
„Wir bieten in unserem Klinikum eine komplexe fachübergreifende Diagnostik und Therapie für Patienten mit Bluthochdruck an“, erklärt Dr. Holger Palisch, Oberarzt und Regionalbeauftragter der Hochdruckliga. Bei der Behandlung wird nicht einseitig auf den klinischen Befund und auf die notwendigen Medikamente oder Eingriffe geschaut, sondern der Patient ganzheitlich betrachte. Auch familiäre Verhältnisse und vor allem die Lebensweise des Einzelnen spielen eine Rolle. „Manchmal muss man die Patienten auch aufrütteln und ihnen sagen, dass sie selbst etwas dazu beitragen müssen“, unterstreicht Schwester Ines Petzold. Sie hat sich zur Hypertonieassistentin fortbilden lassen, weil sie mehr für die Patienten tun wollte. Sie betreut heute eine Selbsthilfegruppe für Bluthochdruck und bietet Fortbildungen für Patienten rund um die nichtmedikamentöse Therapie bei Bluthochdruck an. Außerdem hält sie Vorträge für Schwestern im eigenen Haus sowie für Praxispersonal.
„Weil wir es richtig machen und am Ball bleiben, kommen Patienten inzwischen selbst aus anderen Städten und Bundesländer zu uns“, lächelt Schwester Ines stolz.
Bluthochdruck – weiterführende Informationen
Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts ist nahezu die Hälfte der Deutschen an Bluthochdruck erkrankt. Nur jeder zweite weiß von seiner Erkrankung, noch weniger werden behandelt und haben im Ergebnis normale Blutdruckwerte.
Knapp die Hälfte aller Todesfälle in Deutschland (d. h. jährlich über 400 000) geht auf Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Bluthochdruck der „stiller Killer“ ist als einer der wichtigsten Risikofaktoren daran beteiligt. Im Lauf der Zeit schädigt er wichtige Organe wie das Herz, die Herzkranzgefäße, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Das wichtigste Ziel ist deshalb zu hohen Blutdruck dauerhaft auf einen normalen Wert zu senken. Das schützt die Organe und trägt dazu bei, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verhindern.
Ein Blutdruck von 120/80 mm Hg gilt als normal. Ab einem Wert von 140/90 mm Hg und höher spricht man von Hypertonie.
„Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL®“
Die Angebote zur Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck sind vielfältig. Wie sollen Bluthochdruck-Patienten erkennen, welches Angebot sinnvoll und für sie richtig ist? Denn Bluthochdruck braucht eine fachgerechte Versorgung, die besondere Fachkenntnisse voraussetzt und hohe medizinische Qualitätsstandards erfüllt.
Um die Versorgungsqualität von Bluthochdruck-Patienten zu verbessern, hat die Deutsche Hochdruckliga e.V. begonnen, medizinische Einrichtungen zu prüfen und nach Eignung mit dem Titel „Zertifiziertes Hypertonie-Zentrum DHL®“ auszuzeichnen.
Die Zertifizierung schafft Transparenz und gibt Patienten Orientierung bei der Auswahl der vielfältigen Therapieangebote im Bereich der Bluthochdruckbehandlung.
(Quelle: Deutsche Hochdruckliga)
Termin
Das Städtische Klinikum Dresden beteiligt sich an der Aktion:
Herzenssache Schlaganfall
8. Mai 2015, 10:00 bis 16:00 Uhr am Altmarkt
- Information und Aufklärung zum Thema Schlaganfall
- Gespräche mit Ärzten und Fachpersonal aus Dresdner Kliniken









