openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Umfrage: Führen junge Führungskräfte anders als alte Hasen?

14.04.201518:40 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Umfrage: Führen junge Führungskräfte anders als alte Hasen?
Das Hernstein Institut veröffentlicht regelmäßig Ergebnisse der Führungskräfte-Umfrage
Das Hernstein Institut veröffentlicht regelmäßig Ergebnisse der Führungskräfte-Umfrage

(openPR) Welche Unterschiede gibt es zwischen frisch ernannten Führungskräften und solchen die schon seit langem im Chefsessel sitzen? Haben sich die Anforderungen an Führungskräfte in den letzten Jahren verändert? Der aktuelle Hernstein Management Report zeigt mit der Umfrage unter 1.200 österreichischen und deutschen Führungskräften klar: Amtsfrische Führungskräfte unterscheiden sich von langgedienten nicht nur in der Anzahl der Dienstjahre, sondern auch im Verhalten. Junge Führungskräfte bilden sich öfter in der Arbeitszeit weiter, machen häufiger Pausen und sind sportlich aktiver.



Weiterbildung findet bei Führungskräften mit weniger als 3 Jahren Führungserfahrung häufiger in der Arbeitszeit statt. 62 Prozent von ihnen geben an, dass ihr Unternehmen die Entwicklungsmaßnahmen komplett oder überwiegend in der Arbeitszeit ansetzt. Bei Führungskräften mit über 20 Jahren Führungserfahrung sind dies nur noch 47 Prozent. Dafür gibt es bei der finanziellen Übernahme von Weiterbildungen durch das Unternehmen keine signifikanten Unterschiede: Bei 76 Prozent des Führungsnachwuchses kommt das Unternehmen zur Gänze oder zum überwiegenden Teil für die Weiterbildung auf, bei den langjährigen Führungskräften sind es 72 Prozent.

Risikoinvestment
Dafür schließen Unternehmen mit frischernannten Führungskräften häufiger eine Rückzahlungsvereinbarung für die absolvierte Weiterbildung ab und sichern sich damit gegen das Risiko einer Fluktuation nach Fortbildungsinvestitionen ab. 34 Prozent der jungen Führungskräfte sind eine derartige Vereinbarung eingegangen, bei den langjährigen Führungskräften sind es 22 Prozent. Im Vergleich zu früheren Generationen, in denen es undenkbar war, den Arbeitgeber zu verlassen, bleibt heute fast niemand mehr sein Leben lang in ein und demselben Unternehmen, die Karrierepfade sind unruhiger geworden. „Dies hat Auswirkungen auf die Zusammenarbeit und hier insbesondere auf die sozialen Beziehungen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten“, ist Eva-Maria Ayberk überzeugt. „High Potential Entwicklung und Talent Management sind relativ neue Ansätze in der Führungskräfteentwicklung, und die nächste Stufe ist schon da: der War for Talents“.

Gestiegene Anforderungen Top-down
Aufgabe einer Führungskraft ist eindeutig das Führen der Mitarbeiter, um Unternehmensziele zu erreichen. Wie soll allerdings eine Führungskraft professionell führen, wenn sie einerseits selbst Angst hat, den Job zu verlieren, Budgets gestrichen werden und man selbst mit der Eigenmotivation kämpft?
Mit deutlich wandelnden Anforderungen, die an das Management gestellt werden, fühlt sich ein Großteil der Führungskräfte konfrontiert, und das unabhängig von der Dauer der Führungserfahrung. „Früher musste eine Führungskraft vor allem ein guter Manager sein: Die Dinge richtig tun, Vorgaben umsetzen, Planziele verfolgen, Projekte optimieren, am Besten einige eigene Vorschläge einbringen und bei den ganzen Anforderungen noch die Leute bei der Stange halten“ erklärt Eva-Maria Ayberk. „Die Welt funktionierte noch nach dem unmittelbaren Austauschprinzip Arbeit gegen Leistung – Mehrarbeit gegen Mehrleistung. Trainings, Seminare und Boni haben dabei unterstützt.“

Führung im Wandel
Heute ist das anders. 64 Prozent der jungen Führungskräfte und 66 Prozent der langjährigen Führungskräfte geben an, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute anders geführt werden wollen als noch vor einigen Jahren. Auch Unternehmen haben nach Einschätzung von 71 Prozent der junggedienten und 79 Prozent der erfahreneren Führungskräfte heute andere Erwartungen an Führungskräfte als noch vor einigen Jahren. Heute geht es mehr in Richtung Leadership. Sinnstiftung steht im Vordergrund. Führungskräfte sind im komplexen Umfeld mehr gefordert, müssen aufs Ganze schauen, vermitteln, unternehmerisch denken. Eva-Maria Ayberk: „Resilienz, gesunde Führung, Nachhaltigkeit, Corporate Social Responsibility sind alles Themen, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Die Verflachung der Hierarchie hat dazu geführt, dass die Verantwortung des Top Managements immer weiter in der Hierarchieebene nach unten wandert. Worum sich früher das Top Manager gekümmert hat, damit beschäftigt sich heute das mittlere Management. Zusammenarbeit, laterale Organisationsformen und neue Kommunikationsformen in alten Organisationsmustern und dazugehörigen Regelprozessen und -kommunikation sind heute im Fokus“.

Weniger Pausen, weniger Sport
Und wie sieht es mit der eigenen Fitness aus? Da lassen sich bei der Selbsteinschätzung keine großen Unterschiede zwischen den Generationen ausmachen. 62 Prozent der befragten jungen und 65 Prozent der langjährigen Führungskräfte fühlen sich zu mehr als 80 Prozent körperlich fit. Rund zehn Prozent fühlen sich sogar zu 100 Prozent körperlich fit. Unterschiede zeigen sich jedoch im Gesundheitsverhalten, Stichwort Pausen und Sport. Mit steigenden Dienstjahren werden tendenziell weniger Pausen gemacht: regelmäßige Pausen legen 74 Prozent der jungen Führungskräfte ein, bei den älteren Führungskräften tun dies nur 64 Prozent. Auch beim Sport haben die Jungen die Nase vorn: 64 Prozent gegenüber 60 Prozent geben an, regelmäßig Ausdauersport zu betreiben.


Der Hernstein Management Report erhebt seit 16 Jahren ein Stimmungsbild unter Führungskräften und Unternehmenseigentümern und -eigentümerinnen in Österreich und Deutschland. Für die aktuelle Ausgabe wurden im Mai 2014 1079 Personen und im Oktober 2014 1294 Personen zu aktuellen Führungsthemen und Trends in der Führungskräfteentwicklung befragt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 848890
 671

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Umfrage: Führen junge Führungskräfte anders als alte Hasen?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Hernstein Institut für Management und Leadership

Bild: Motivation bei Führungskräften: Gestaltungsfreiraum macht zufriedenBild: Motivation bei Führungskräften: Gestaltungsfreiraum macht zufrieden
Motivation bei Führungskräften: Gestaltungsfreiraum macht zufrieden
Was motiviert Führungskräfte und macht sie zufrieden? Entgegen aller Klischees sind es nicht Macht, Anerkennung oder die monetäre Vergütung, sondern Freiraum und Gestaltung. Für den aktuellen Hernstein Management Report wurden je 750 Führungskräfte aus Österreich und Deutschland befragt, ob sie ihre Arbeit als sinnerfüllend erleben, den Job „Führungskraft“ und ihren Arbeitgeber weiterempfehlen würden und was sie am meisten an ihrer Arbeit schätzen. Ein sehr großer Teil der befragten Führungskräfte ist überaus motiviert, in ihrem Job das Best…
Bild: Wie wird man Chef?Bild: Wie wird man Chef?
Wie wird man Chef?
Welche Kompetenzen muss man als Führungskraft mitbringen und welche Faktoren haben die Führungskarriere am meisten gefördert? Empfehlen Führungskräfte ihren Beruf weiter und war eine Führungsrolle immer schon Berufswunsch? Der aktuelle Hernstein Management Report hat 1.500 Führungskräfte in Deutschland und Österreich zum Berufsbild Führungskraft befragt und hat auch Empfehlungen für angehende Chefs. Eine Führungsposition ist mit einigen Herausforderungen verbunden. Neben dem hohen Arbeitspensum ist meist auch Ergebnisdruck Teil der Führungsv…

Das könnte Sie auch interessieren:

Umfrage unter deutschen Versicherern: Gute Beratung für Kunden immer wichtiger
Umfrage unter deutschen Versicherern: Gute Beratung für Kunden immer wichtiger
… des Marktforschungsinstitutes forsa erwarten die führenden deutschen Versicherer in den nächsten drei Jahren ein nur moderates Wachstum. Gleichzeitig sehen die befragten Führungskräfte ihre Gesellschaften vor großen Herausforderungen. Wichtigste Aufgabe ist nach Ansicht von 49 Prozent der Schadensversicherer die Vorbereitung auf zu erwartende gesetzliche …
Deutsche Führungskräfte auf dem Sprung
Deutsche Führungskräfte auf dem Sprung
Von Rundstedt Umfrage zeigt: 57,5 Prozent der deutschen Führungskräfte suchen einen neue Position / Nach der Krise beginnt die Jobsuche Düsseldorf, 10.5.2010 – Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Innofact AG im Auftrag von von Rundstedt HR Partners unter rund 500 Topmanagern und Führungskräften ist mehr als die Hälfte der deutschen Führungskräfte …
Bild: Vom Vorgesetzten zur FührungskraftBild: Vom Vorgesetzten zur Führungskraft
Vom Vorgesetzten zur Führungskraft
„Alle Führungskräfte sind Vorgesetzte, aber die wenigsten Vorgesetzten sind Führungskräfte.“ (Prof. Querulix, Volksmund) Der Weg vom Vorgesetzten zur Führungskraft ist für die meisten Menschen weit und viele kommen nie ans Ziel. Mit dominantem Auftreten und profunden Fachkenntnissen, auch wenn sie in Kombination vorkommen, ist es nicht getan. Macht zu …
Bild: Exzellent führenBild: Exzellent führen
Exzellent führen
Längst nicht alle Vorgesetzten sind auch Führungskräfte. Eine hierarchisch übergeordnete (Macht-)Position, dominantes Verhalten und noch so profunde Fachkenntnisse machen nämlich aus Mitarbeitern noch lange keine Führungskräfte. Echte Führungskräfte brauchen eigentlich gar keine Position, keinen hierarchischen Rang, um als solche zu wirken, um ihre MitarbeiterInnen …
Bild: Führungskraft sein, nicht nur Vorgesetzte/rBild: Führungskraft sein, nicht nur Vorgesetzte/r
Führungskraft sein, nicht nur Vorgesetzte/r
Führungskraft sein, nicht nur Vorgesetzte/r „Vorgesetzte verhalten sich zu Führungskräften wie Straßensperren zu Wegweisern“, definiert Prof. Querulix: und weist damit auf den großen Unterschied zwischen Führungskräften und Nur-Vorgesetzten hin. Eine hierarchisch übergeordnete (Macht-)Position, dominantes Verhalten und noch so profunde Fachkenntnisse …
Bild: Karriere.at Umfrage: Jeder dritte Arbeitnehmer fühlt sich im Job unterfordertBild: Karriere.at Umfrage: Jeder dritte Arbeitnehmer fühlt sich im Job unterfordert
Karriere.at Umfrage: Jeder dritte Arbeitnehmer fühlt sich im Job unterfordert
… Denn fast jeder zweite befragte Firmenvertreter (47 Prozent) ist der Meinung, dass Anti-Stress-Vorsorge Privatsache der betroffenen Mitarbeiter sei. Neun Prozent der 162 Führungskräfte, HR-Manager und Unternehmer sind überzeugt, dass die Arbeitsbelastung ihrer Mitarbeiter nicht zu hoch sei. Immerhin 22 Prozent der Teilnehmer thematisieren die Arbeitsbelastung …
Regulierung: Qualifikations-Check um Alte-Hasen-Regelung aktualisiert
Regulierung: Qualifikations-Check um Alte-Hasen-Regelung aktualisiert
… erreichen alle Vermittler und Berater über die GOING PUBLIC! Homepage www.going-public.edu. Eine Registrierung ist nicht nötig, die Teilnahme und Auswertung sind kostenlos. Unternehmen können einen gesonderten Zugang zur Online-Umfrage erhalten, um so schnell einen Überblick über die Qualifikationsanforderungen an die eigenen Vertriebspartner zu erhalten.
Manager halten asiatische Wirtschaftssysteme für leistungsfähiger
Manager halten asiatische Wirtschaftssysteme für leistungsfähiger
47 % der Führungskräfte sehen wirtschaftlich negative Spätfolgen durch Wertesystem der 68er-Generation - Bundesrepublik im westlichen Vergleich dennoch überdurchschnittlich konkurrenzfähig Düsseldorf, 1. Juni 2007 – Das Wertesystem der 68er Jahre hat bis heute negative Auswirkungen auf Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Respekt und Disziplin in der …
Deutsche Führungskräfte wollen länger und flexibler arbeiten
Deutsche Führungskräfte wollen länger und flexibler arbeiten
Umfrage unter Führungskräften räumt mit Stereotypen auf und belegt Handlungsbedarf für Politik und Personalpolitik Eine gemeinsame Studie des Berufsverbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK zusammen mit der Businessplattform für Senior Experten MASTERhora zum Altersbild der Arbeitnehmer 55 + in Deutschland fördert neueste Erkenntnisse zu dem Bild älterer Fach- …
Bild: Vorgesetzte zu Führungskräften entwickelnBild: Vorgesetzte zu Führungskräften entwickeln
Vorgesetzte zu Führungskräften entwickeln
„Führungskräfte nennen wir diejenigen Mitarbeiter, die ihren Kollegen nicht vorgesetzt sind, sondern ihnen Wege weisen und sie ertüchtigen, diese Wege selbständig zu gehen.“ (Prof. Querulix, „Volksmund“) Führungskräfte sind dafür verantwortlich, daß den Kunden ihrer Betriebe genau die Qualität der Leistung geliefert wird, die sie bestellen, und zwar …
Sie lesen gerade: Umfrage: Führen junge Führungskräfte anders als alte Hasen?