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Deutsche Führungskräfte wollen länger und flexibler arbeiten

17.12.201418:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Umfrage unter Führungskräften räumt mit Stereotypen auf und belegt Handlungsbedarf für Politik und Personalpolitik

Eine gemeinsame Studie des Berufsverbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK zusammen mit der Businessplattform für Senior Experten MASTERhora zum Altersbild der Arbeitnehmer 55 + in Deutschland fördert neueste Erkenntnisse zu dem Bild älterer Fach- und Führungskräfte sowie deren tatsächliche Erwartungen an Politik und Personalpolitik zu Tage. Der Studie liegen Befragungsergebnisse von 1.134 Führungskräften zu Grunde. Demnach wünschen sich ganze 76,4 Prozent der befragten Führungskräfte, über die gesetzliche und tarifliche Regelaltersgrenze hinaus zu arbeiten.



„Das Bild älterer Beschäftigter und der Umgang mit ihnen muss sich von Grund auf ändern. Wir brauchen die Erfahrung älterer Führungskräfte und Mitarbeiter in Zukunft mehr denn je. Erforderlich sind konkrete politische und personalpolitische Maßnahmen, die zu einer Veränderung überholter Stereotypen, hin zu mehr Wertschätzung und mehr Flexibilität führen“, so Dr. Ulrich Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE - DFK. „Politik und Wirtschaft sind mehr denn je gefragt, schnell wirksame Modelle der Beschäftigung im Alter zu etablieren“, so Marion Kopmann, Demografieexpertin und Gründerin von MASTERhora. „In Anbetracht des massiven Fachkräftemangels können und dürfen wir nicht auf dieses Potenzial verzichten.“

Politische Forderung: Mehr Flexibilität

Eine besonders aktuelle Bedeutung hat die Umfrage im Zusammenhang mit dem Regierungsvorhaben erhalten, die Möglichkeiten für die Inanspruchnahme einer Teilrente für ältere Arbeitnehmer zu erweitern. Dies stößt auf breite Zustimmung der Umfrage-Teilnehmer: Ganze 85,1 Prozent der Führungskräfte im DFK wünschen sich solche Möglichkeiten. Bei der Vertiefungsfrage, in welcher Höhe ein solcher Zuverdienst möglich sein sollte, war sich mehr als die Hälfte der befragten Personen (54,2 Prozent) einig, dass dies in unbegrenzter Höhe erlaubt werden sollte. 19,9 Prozent würden einen Hinzuverdienst bis zur Höhe des letzten ruhegehaltsfähigen/zu versteuernden Einkommens befürworten, 11 Prozent stimmen einer Möglichkeit des Hinzuverdienens bis zur Höhe des Durchschnittsverdienstes zu.

Umparken im Kopf: Das Bild des Alters

Insgesamt herrscht bei den Führungskräften ein positiv geprägtes Altersbild im Hinblick auf Kompetenz, Erfahrung und Wissen. Entgegen der Vermutung, ältere Mitarbeiter interessierten sich nicht mehr für Aus- und Weiterbildung, bekunden Ältere starkes Interesse an Weiterbildung und stehen neuen Aufgaben und Veränderungen offen gegenüber. Trainings, Jobrotation, Weiterentwicklung kämen allerdings oftmals zu kurz. Ein Resümee der Studie: Mit Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit ist es bei weitem nicht getan. Die Personalentwicklung muss sich auf die ältere Generation dringend einstellen.

Kopmann: „Der größte Handlungsbedarf basiert auf dem Wunsch, länger aktiv im Berufsleben zu sein. Insbesondere fordern die Teilnehmer bessere Hinzuverdienstmöglichkeiten und attraktive Teilrentenmodelle, die jeweils ein wirkliches „Ausgleiten“ aus dem Erwerbsleben erst ermöglichen.“ „Wissenstransfer und Zusammenarbeit von Jung und Alt sind die Themenfelder, in denen Politik und Wirtschaft nun gefragt sind“, ergänzt Dr. Goldschmidt.

Des Weiteren beklagen die Fach- und Führungskräfte in der Studie, dass die Wertschätzung für die Erfahrung und das Wissen älterer Kollegen in den Unternehmenskulturen nicht verankert sei. Hier bestünde enormer Nachholbedarf. Das Zusammenstellen und Führen von altersgemischten Teams, bei denen Jung und Alt ihre Stärken wertschätzend einbringen, ist demnach einer der Schlüssel, mit dem der demografische Wandel erfolgreich gemeistert werden kann.

Über die Studie

Der Studie liegen Befragungsergebnisse von 1.134 Führungskräften zu Grunde, mit dem Ziel, das Fremdbild von Führungskräften gegenüber Fach- und Führungskräften im Alter von 50+ mit dem Eigenbild der Fach- und Führungskräfte abzugleichen. Die Arbeit wurde im Rahmen einer Masterthesis an der SRH FernHochschule Riedlingen im Studiengang Wirtschaftspsychologie, Leadership und Management unter den Mitgliedern des Verbandes DIE FÜHRUNGSKRÄFTE – DFK zusammen mit der Businessplattform für Senior Experten MASTERhora durchgeführt. Die Befragung war branchenweit angelegt, über 90 Prozent der Befragten sind Geschäftsführer, Vorstände, Leitende Angestellte oder Angestellte mit Personalverantwortung. Der überwiegende Teil dieser Führungskräfte ist in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern tätig.

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