(openPR) Führungskräfte im deutschsprachigen Raum sehen Management und Leadership mehrheitlich als Gemeinschaftsleistung, so das Ergebnis des Hernstein Management Reports. Um Unternehmen langfristig erfolgreich zu positionieren braucht es ein gemeinsames Führungsverständnis, das mit der Unternehmenskultur in Einklang steht. Befragt wurden 300 Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz zum Thema „Management- und Leadershipverständnis“.
Die befragten Führungskräfte sehen zukünftig eine Entwicklung hin zu einem teamorientierten, dem Unternehmen dienenden Führungsverständnis. „Die charismatische Einzelkämpfer-Führungspersönlichkeit tritt in Zukunft eher in den Hintergrund. Strategisch wichtige Entscheidungen werden in Zukunft verstärkt im Team gefällt“, so Katharina Lichtmannegger (ehem. Fischer-Ledenice), Leiterin des Hernstein Instituts für Management und Leadership.
Gefragt nach dem derzeitigen Stellenwert von Management und Leadership im Unternehmen steht die Personenqualifizierung an erster Stelle. In Zukunft wird jedoch die ganzheitliche Betrachtung von Management-Professionalisierung an Bedeutung gewinnen. Vor allem die deutschen Führungskräfte räumen der ganzheitlichen Management-Professionalisierung einen deutlich höheren Stellenwert ein als ihre österreichischen und Schweizer Kollegen.
Gesellschaftliche und unternehmerische Interessen – ein Widerspruch?
Für fast zwei Drittel der befragten Führungskräfte stehen momentan gesellschaftliche und unternehmerische Interessen gut im Einklang. Nur ein Viertel ist gegenteiliger Meinung. Vor allem Schweizer Führungskräfte erweisen sich skeptischer.
Demnach gehen Führungskräfte nicht von Konflikten zwischen Öffentlichkeit/Gesellschaft und Unternehmen aus. Die Krise wurde gemeinsam gemeistert. Ein Miteinander statt Gegeneinander war gefragt. (z.B. Kurzarbeit)
Für die Zukunft zeigt sich, dass die Führungskräfte ein Auseinanderklaffen der gesellschaftlichen und unternehmerischen Interessen befürchten. 59% der befragten Führungskräfte sind der Meinung, dass in Zukunft eine stärkere Vernetzung von gesellschaftlichen und unternehmerischen Interessen notwendig wird.
Vernetztes Denken ist gefragt
An der Spitze der Herausforderungen für Führungskräfte steht eindeutig „das Denken in größeren Zusammenhängen“ (74% in Deutschland, 69% in der Schweiz, 71% in Österreich). „Für den Manageralltag heißt das Komplexitätsmanagement auf hohem Maß. Man muss nicht nur das eigene Unternehmen als System denken, sondern dieses auch in Bezug zu den relevanten Umweltsystemen setzen. Da braucht es Manager die wissen, wo die richtigen Stellhebel sind, um die entscheidenden Impulse zu setzen.“, so Katharina Lichtmannegger.
Bessere Kooperation auf allen und zwischen allen Ebenen ist für das Topmanagement zukünftig ebenso Thema (76% der deutschen Führungskräfte, 64% der Schweizer und 66% der österreichischen Führungskräfte). Das heißt, der Teamspirit wird verstärkt Einzug in die Management-Etagen halten.
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Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Die Abwicklung und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische Gesellschaft für Marketing, Wien.
Befragt wurden insgesamt 300 Führungskräfte von Großbetrieben aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.








