openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Agenda 2011-2012: Länderfinanzausgleich – Der Ruf nach Gerechtigkeit

13.03.201518:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Agenda 2011-2012: Länderfinanzausgleich – Der Ruf nach Gerechtigkeit
Bild: Agenda 2011-2012
Bild: Agenda 2011-2012

(openPR) Lehrte, 13.3.2015 Bildlich gesehen ist das Fell vom Solidaritätszuschlag noch nicht verteilt, reißt man sich schon um den Pelz des Länderfinanzausgleichs. Beim Soli scheint Übereinstimmung zwischen den Parteien zu herrschen, dass er nach 2019 weiter erhoben wird. Genau genommen darf der Soli, wie andere Steuern auch, nicht an einen Zweck gebunden sein. Der Bund muss heute die Einnahmen aus dem Soli mit keiner anderen Körperschaft teilen. Fließen die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommensteuer künftig in den großen Steuertopf, 2014 über 600 Mrd. Euro, müssten sie nach dem gleichen Schlüssel zwischen Bund, Ländern und Kommunen aufgeteilt werden, wie die anderen Steuern.



Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, mithin die starken Länder, würden von einer Eingliederung des Soli in die Gemeinschaftssteuer profitieren. Mehr als die Ostländer, für die der Soli ursprünglich gedacht war. Und hier liegt der Knackpunkt. Ausgerechnet Bayern und Hessen die am stärksten davon profitieren wehren sich vehement dagegen. Die Zahlungen zum Länderfinanzausgleich betragen: Baden Württemberg 76,3 Mrd. Euro, Bayern nur 41,5 Mrd. Euro, da Bayern von 1951 bis 1986 selbst zu den Nehmerländern zählte, Baden Württemberg mit 60,3 Mrd. Euro.

Bayern und Hessen haben ihre Drohungen wahr gemacht und eine Klage in Karlsruhe eingereicht, was sie als „Akt politischer Notwehr“ sehen. Es hat nach dem Zweiten Weltkrieg drei herausragende politische Entscheidungen gegeben, die für Gerechtigkeit standen und die Finanzierung großer Aufgaben erst ermöglichten. Mit dem Lastenausgleichsgesetz von 1948 wurde den Deutschen geholfen, die infolge des Zweiten Weltkrieges und den Nachwirkungen Vermögensschäden oder besondere andere Nachteile erlitten hatten. Enteignet wurden die, die davon verschont waren, sie trugen 50 Prozent ihres geschätzten Vermögens zum Ausgleich der Lasten bei.

Das System des Länderfinanzausgleichs (1951) hat nun die Aufgabe, die sich durch die Steuerverteilung ergebenden Finanzkraftunterschiede unter den Ländern angemessen auszugleichen, so dass alle Länder in die Lage versetzt werden, den ihnen zugewiesenen Aufgaben nachzukommen (Bundesfinanzministerium). Der Länderfinanzausgleich wird von der Mehrheit der Bürger als gerecht empfunden. Anders verhält es sich beim Solidaritätszuschlag. Die Politik sollte Bürger nicht weiter mit einer Steuer belasten, deren Gesetzmäßigkeit 2019 ausläuft.

Die Union für Soziale Sicherheit plädiert dafür, dass in den nächsten 25 Jahren – wie beim Soli – Unternehmen die Finanzierung übernehmen, sie stehen immerhin mit einem Umsatz von 5.750 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Arbeitnehmerentgelte lagen 2013 bei 1.416 Mrd. Euro worauf sie 187,2 Mrd. Euro (12,9 %) Lohn- und Einkommensteuer plus 5,5 % Soli zahlten. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen lagen bei 647 Mrd. Euro worauf sie rund 130 Mrd. Euro (20 %) Lohn- und Einkommensteuern) plus5.5 % Soli zahlten. Die Steuern fallen mit 12,9 und 20 % so niedrig aus, weil sie durch Steuervorteile reduziert werden.

Staats- und Regierungschefs, Politiker jeden Couleurs, Ökonomen, Wissenschaftler, Wirtschaftsweise, Experten und Besserwisser haben keine Antworten auf die Wirtschafts-, Finanz-, Banken-, Schulden- und Vertrauenskrise. Hätten sie eine Antwort, gäbe es keine Krisen. Eine Billionen frisches Geld beruhigt die Märkte, weitere 1,1 Billionen Euro zum Aufkauf von Anleihen sind Hilfsmittel zur Stärkung der Banken.

Die Initiative Agenda 2011-2012 stellte im Mai 2010 der Öffentlichkeit ein Sanierungsprogramm mit einem Finanzrahmen von 275 Milliarden Euro vor, das für ausgeglichene Haushalte und Rückführung der Staatsschulden steht. Am 23. Mai 2015, nach 5 Jahren erfolgreicher Arbeit, strebt die „Union für soziale Sicherheit“ an, ihr Programm als parlamentarische Opposition in die Regierung einzubringen.

Dieter Neumann

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 844136
 532

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Agenda 2011-2012: Länderfinanzausgleich – Der Ruf nach Gerechtigkeit“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Agenda 2011 - 2012

Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Das Statistische Bundesamt gibt die Staatsschulden zum 31.12.2018 mit 1.996 Mrd. Euro an. Gegenüber der Europäischen Statistik EUROSTAT sind es jedoch 2.063 Mrd. Euro, 60,9 % vom BIP. Überschuldung 67 Mrd. Euro. Lehrte, 17.12.2019. „Der Bund ist überraschend bereits 2014 ohne neue Schulden ausgekommen - das erste Mal seit mehr als 40 Jahren. Finanzmi-nister Wolfgang Schäuble (CDU) hat damit die "schwarze Null" ein Jahr früher erreicht als geplant.Ein entsprechender Bericht des "Handels-blatts" wurde in Koalitionskreisen bestätigt (Spiegel on…
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Die Statistik der EU (EUROSTAT) und Statista, die größte private Statistik der Welt, geben die deutschen Staatsschulden 2018 mit 2,063 Bio. Euro an (inklusiv Schulden der Sozialversicherung). Das Statistische Bundesamt dagegen mit 1,927 Mrd. Euro. Lehrte, 06.09.2019. Seit 1969 haben die Regierungen unter Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel rund 2,063 Bio. Euro (inklusiv Schulden der Sozialversicherung) mehr ausgegeben, als der Staat eingenommen hat. Hinzu kommen Schulden der Sozialkassen von rund 399 Mrd. Euro. Die FDP war 32 Jahre K…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010Bild: Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010
Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010
… Einnahmenverlusten aller Zeiten hat sich Deutschland bis heute nicht erholt. Es wurde nicht eine DM oder Euro getilgt oder angespart. Mit dem Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich und Solidaritätszuschlag wurden Vermögende und Steuerzahler um rund 750 Mrd. Euro enteignet und an Bedürftige umverteilt. Mit dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 verzichteten …
Bild: Agenda News: Staatsfinanzierung über Mehrwertsteuer SenkungBild: Agenda News: Staatsfinanzierung über Mehrwertsteuer Senkung
Agenda News: Staatsfinanzierung über Mehrwertsteuer Senkung
… Grundgesetz schreibt gleiche Lebensbedingungen für alle Bürger in ganz Deutschland vor, dafür brauchen wir einen solidarischen und aufgabengerechten Solidaritätszuschlag und Länderfinanzausgleich. Um diesen Zielen gerecht zu werden wurde 1948 der Lastenausgleich (Einnahme 145 Milliarden DM), 1951 der Länderfinanzausgleich (Einnahmen 247 Milliarden Euro) …
Bild: Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010Bild: Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010
Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010
… Einnahmenverlusten aller Zeiten hat sich Deutschland bis heute nicht erholt. Es wurde nicht eine DM oder Euro getilgt oder angespart. Mit dem Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich und Solidaritätszuschlag wurden Vermögende und Steuerzahler um rund 750 Mrd. Euro enteignet und an Bedürftige umverteilt. Mit dem Londoner Schuldenabkommen von 1953 verzichteten …
Bild: Agenda 2011-2012: Zukunftsszenario – Politik hat kein ZielBild: Agenda 2011-2012: Zukunftsszenario – Politik hat kein Ziel
Agenda 2011-2012: Zukunftsszenario – Politik hat kein Ziel
… haben Deutschland zum Niedriglohnland und Niedrigrentenland Nummer 1 in der EU gemacht. Den Regierungen standen ab 1969 außerdem Hunderte Milliarden Euro Staatseinnahmen aus dem Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich, dem Soli und der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 15/7 % (1993) auf 19/7 % (2007) zur Verfügung. In den letzten 5 Jahren wurden 100 Mrd. …
Milliardenlöcher drohen Deutschland bei der Finanzierung zukünftiger Projekte
Milliardenlöcher drohen Deutschland bei der Finanzierung zukünftiger Projekte
… haben Deutschland zum Niedriglohnland und Niedrigrentenland Nummer 1 in der EU gemacht. Den Regierungen standen ab 1969 außerdem Hunderte Milliarden Euro Staatseinnahmen aus dem Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich, dem Soli und der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 15/7 % (1993) auf 19/7 % (2007) zur Verfügung. In den letzten 5 Jahren wurden 100 Mrd. …
Bild: Agenda News: Die Schuldenkrise und ihre Macher - Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und MerkelBild: Agenda News: Die Schuldenkrise und ihre Macher - Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel
Agenda News: Die Schuldenkrise und ihre Macher - Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel
… zum Staatsdefizit von 2.150 Mrd. Euro geführt. Um die Finanznot nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern, wurden Gesetze zum Notopfer Berlin, Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich und Solidaritätszuschlag verabschiedet. Durch die Enteignung von Bürgern flossen rund 1.000 Mrd. Euro in die defizitären Staatskassen. Durch die Enteignungen wurde eine Umverteilung …
Bild: Angela Merkel – Ein Kanzlerin der Reichen, Unternehmen und KonzerneBild: Angela Merkel – Ein Kanzlerin der Reichen, Unternehmen und Konzerne
Angela Merkel – Ein Kanzlerin der Reichen, Unternehmen und Konzerne
… gestiegen. Zusätzlich haben die Regierunen rund 1 Billionen Euro mehr ausgegeben, um die man Bürger, durch die Gesetze zum Notopfer Berlin, Lastenausgleich, Länderfinanzausgleich und Soli, enteignet hat. 1952 haben die drei Westalliierten Besatzungsmächte durch das Londoner-Schuldenabkommen, auf die Rückzahlung von über 19 Mrd. Euro verzichtet. Helmut …
Bild: Agenda 2011-2012 - 7 Gebote zur KrisenbewältigungBild: Agenda 2011-2012 - 7 Gebote zur Krisenbewältigung
Agenda 2011-2012 - 7 Gebote zur Krisenbewältigung
… vom Staat um 50 % seines geschätzten Vermögens enteignet. So flossen 158 Mrd. DM (plus Euro) bis 2014 rund 250 Mrd. Euro in die Staatskasse. Nach dem Länderfinanzausgleich zahlen seit 1950 reiche Bundesländer an Nehmerländer, denen es nicht so gut geht, inflationsbereinigt rund 270 Mrd. Euro. 1991 wurde der Solidaritätszuschlag (Soli) zur Finanzierung …
Bild: Agenda 2011-2012: Weltweite 300 Billionen US-Dollar Schulden – Parallelen zu WeltwirtschaftskrisenBild: Agenda 2011-2012: Weltweite 300 Billionen US-Dollar Schulden – Parallelen zu Weltwirtschaftskrisen
Agenda 2011-2012: Weltweite 300 Billionen US-Dollar Schulden – Parallelen zu Weltwirtschaftskrisen
… einem Schuldennachlass der 3 westlichen alliierten Schutzmächte in Höhe von 19 Mrd. Euro, ausgeglichene Haushalte. Es flossen zusätzlich Milliarden aus dem Lastenausgleich und Länderfinanzausgleich in die Staatskassen. Das hat sich ab 1969 drastisch geändert. Zur Finanzierung der Staatskosten hat das Wirtschaftswachstum noch die Einnahmen aus dem Lastenausgleich …
Bild: Agenda 2011-2012: Eine neue Partei stellt sich vorBild: Agenda 2011-2012: Eine neue Partei stellt sich vor
Agenda 2011-2012: Eine neue Partei stellt sich vor
… und Rückführung der Staatsschulden. Es steht für soziale und finanzierbare Haushaltspolitik, für mehr Gerechtigkeit und eine Umverteilung die sich am Lastenausgleich (1948), dem Länderfinanzausgleich (1951) und dem Solidaritätszuschlag (1991) orientiert. Im Laufe dieser Zeit wurden hunderte Milliarden DM und Euro von Reichen an Arme umverteilt. Die …
Sie lesen gerade: Agenda 2011-2012: Länderfinanzausgleich – Der Ruf nach Gerechtigkeit