(openPR) München – Der Gesprächskreis ChristSoziale Katholiken (CSK) in der CSU unterstützt die Delegierten des 73. Bayerischen Ärztetages, die in Weiden ausdrücklich bekräftigt haben, dass es spezielle gesetzliche Regelungen zur ärztlichen Sterbebegleitung nicht braucht, Festlegungen solcher Art für einen ärztlich assistierten Suizid nicht geben soll. In dem Beschluss heißt es:
„Ärztliche Tätigkeit ist darauf gerichtet, Leben zu retten und Leben zu erhalten, Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu mindern und Sterbenden beizustehen. Geprägt wird diese Tätigkeit vom Primat des Patientenwohls und des Respekts gegenüber der Patientenautonomie“.
Für die Delegierten des Ärztetages gilt er nach wie vor der Eid des Hippokrates, in all seinen Bestimmungen. Wie die im Ärztetag organisierte Mehrheit der bayerischen Ärzte besteht der Gesprächskreis CSK darauf, dass der Arzt Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen hat. Damit kommt zum Ausdruck, dass bereits bestehende gesetzliche Regelungen des Strafgesetzbuches ohne Einschränkung auch für Ärztinnen und Ärzte gelten.
CSK-Sprecher Dr. Thomas Goppel, MdL: „Es ist zeitgemäß und entspricht unserer heutigen Vorstellung von der übereinstimmenden Wertigkeit des Menschen, dass auch für Ärztinnen und Ärzte dieselben Rechte und Pflichten gelten wie für den Normalbürger.“
Die CSK-Mitglieder teilen die Ärztetagsmeinung, wonach nicht alles im menschlichen Leben gesetzlichen Normen unterworfen sein kann oder mit ihrer Hilfe geregelt werden muss, um sich womöglich selbst Verantwortlichkeiten gar nicht erst aufzuladen.
Goppel: „Die CSK treten ihrerseits für ein generelles Verbot organisierter Beihilfe zur Selbsttötung ein, das für Vereine, Organisationen, Einzelpersonen und Ärzte gilt. So, wie es das christliche Menschenbild vorgibt, ist und bleibt das Leben jedes Einzelnen ein unwiederholbares Geschenk, eines das es zu hegen und zu pflegen gilt, bis zuletzt. Sich ein Rückgaberecht zu nehmen, die Verantwortung dafür aber Anderen zu überlassen, ist eine Splittung hinein in die Existenzfrage, die die Menschheit vor unlösbare Zerreisproben stellt“.













