(openPR) München – Jedes Verständnis fehlt dem Gesprächskreis ChristSoziale Katholiken (CSK) in der CSU für den Essenbacher Gemeinderatsbeschluss in der letzten Woche: die Mehrheit, sechzehn von 24 Räten verweigert dem Kinderhort den Namen St. Josef mit der Begründung, St. Josef sei "als Name nicht mehr zeitgemä?, könne "die religiösen Gefühle anderer verletzen“. Unabhängig davon, wer denn "andere" definiere, so der Arbeitskreis der CSU, stelle sich die Frage, welchen Einfluss die Namensgebung überhaupt auf den Alltagsbetrieb im Kindergarten habe. „Eine Gemeinschaft bekennt sich mit einer Namensgebung zu der Persönlichkeit, deren Identität etwas Zielführendes zur Einrichtung beigetragen hat oder hinzufügt“.
Thomas Goppel, der CSK-Sprecher fordert darüberhinaus, die zielbestimmende Akzentsetzung für die Arbeit, die ein Name im Schlepptau hat, in Zukunft wieder zu begründen. „Dann wird deutlich, was der Träger einer Einrichtung will“. St. Josef sei ein Aushängeschild für unsere weltanschauliche Überzeugung, Markenzeichen sozusagen. „Er steht für ein bestimmtes, sogar bis heute aktuelles Familienbild, das niemanden in dieser Kerngemeinschaft einer Gesellschaft einem festen Rollenverständnis verpflichtet. Wir CSK wissen, dass nicht alle, die unseren christlichen Kirchen verehrungswürdig erscheinen, auch bei Andersdenkenden auf Zustimmung stoßen. Die Essenbacher Entscheidung können wir nicht nachvollziehen. Ideologische Festlegung, wie sie in der Josefsablehnung erkennbar gemacht ist, hat in den Gremien unserer demokratischen Grundordnung nichts verloren. Da hat eine türkischstämmige SPDlerin im Essenbacher Rat das falsche Augenmaß. Wir sind offene Demokraten, tolerant gegenüber allen, sogar der Mehrheit."
Goppel unterstreicht: „Solche Beschlüsse wie der in Essenbach widersprechen unserem Grundgesetzverständnis. Der Staat steht für Freiheit, nicht für Einschränkung“.













