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Gehaltsstudie für akademische Nachwuchskräfte

31.03.200617:02 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Gehälter sind wie fast sämtliche Produkte und Dienstleistungen den Gesetzen der Marktwirtschaft unterworfen. Nach einem starken Anstieg zur Jahrtausendwende haben in den vergangenen Jahren viele Unternehmen die Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen nach unten korrigiert. Heute haben Firmen häufig wieder Schwierigkeiten, bestimmte Positionen mit Fachkräften zu besetzen. Dies dürfte ein Indiz für eine Trendumkehr sein.



Der Recruiting-Spezialist alma mater hat zum zweiten Mal eine Gehaltsumfrage bei Wirtschaftsunternehmen über die Einstiegsgehälter von Hochschulabsolventen durchgeführt. Die Umfrage ist überregional und branchenübergreifend. Die Ergebnisse der Gehaltsstudie sollen akademischen Nachwuchskräften und Berufseinsteigern helfen, ihren aktuellen Marktwert zu bestimmen. An der Umfrage haben sich mehr als 400 Unternehmen mit 2.284 Gehaltsnennungen beteiligt.

Die Ergebnisse der aktuellen Gehaltsstudie legen die Vermutung nahe, dass es zumindest im Segment der akademischen Nachwuchskräfte wieder aufwärts geht. Nach einigen schwachen Jahren scheint sich wieder eine zunehmende Knappheit an passenden Fachkräften herauszukristallisieren. Das schlägt sich in den Einstiegsgehältern nieder. Im Gesamtdurchschnitt können die Einstiegsgehälter um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufholen. Besonders stark fällt der Zuwachs in den Branchen Banken/Finanzen (+ 7,5 Prozent), EDV (+ 12 Prozent), Logistik (+ 11,3 Prozent) und KFZ (+ 4,6 Prozent) aus.

Informatiker und EDV-Spezialisten können nach einer längeren Durststrecke wieder deutlich bessere Gehälter erzielen. Einerseits sind die Durchschnittsgehälter in der IT-Branche um rund 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegen. Aber auch branchenübergreifend werden Einsteiger im Funktionsbereich EDV überdurchschnittlich entlohnt. Wenngleich die Branchen Chemie/Pharma, Elektrotechnik und Maschinenbau nicht mehr zu den Branchen mit den Spitzengehältern zählen, sind Ingenieure und Naturwissenschaftler in den Bereichen F&E und Fertigungsplanung weiterhin sehr gesucht und können die guten Gehälter vom vergangenen Jahr sogar noch aufstocken. Ingenieure und Naturwissenschaftler können sich auf einen anhaltend großen Bedarf einstellen, weil mittlerweile auch die Unternehmens-beratungen und Dienstleistungsunternehmen verstärkt nach technischem Nachwuchs verlangen.

Dieses bereits im vergangenen Jahr betrachtete Ergebnis wird auch von der aktuellen Gehaltsstudie gestützt. Betrachtet man die Gehälter bezogen auf die Unternehmensgröße, fällt auf, dass kleine Unternehmen mit einem Abschlag von circa 11 Prozent gegenüber den Großunternehmen geringere Einstiegsgehälter für Hochschulabsolventen bieten. Bei genauer Durchsicht der einzelnen Fragebögen war aber zu erkennen, dass gerade die kleinen Unternehmen in bestimmten Situationen Spitzengehälter für Nachwuchskräfte zu zahlen bereit sind. Das ist darauf zurückzuführen, dass viele kleine Unternehmen in spezifischen Marktnischen beheimatet sind. Die KMU sind vielfach nicht an mittelfristige Tarifverträge gebunden. Sie können deshalb auf Marktveränderungen flexibler reagieren als große Unternehmen. Diese Flexibilität der kleineren Unternehmen ist auch ein klares Argument für die Einführung individueller betrieblicher Bündnisse tarifvertragsgebundener Unternehmen, denn Firmen, die nach ihrer Leistungsfähigkeit bezahlen können, leben länger.

Es ist erkennbar, dass viele Unternehmen die Einstiegsgehälter für Absolventen der aktuellen Marktumgebung angepasst haben. Die Gehälter für Hochschulabsolventen steigen wieder und bewegen sich im Durchschnitt wieder stramm auf die 40.000 Euro zu, wie wir sie vor 5-6 Jahren in bestimmten Fachrichtungen bereits hatten. Wie unsere Umfrage zeigt, gelingt es einigen "High Potentials" bereits heute wieder, klar über die 40.000 Euro zu gelangen. In Einzelfällen werden bereits wieder Gehälter, die über 50.000 Euro liegen bezahlt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte jeder befragte Funktionsbereich zulegen. In Einzelfällen wuchsen die Durchschnittsgehälter im zweistelligen Prozentbereich. IT-Absolventen sehen wieder Licht am Horizont. Nachdem in dieser Branche über mehrere Jahre stark konsolidiert wurde und Nachwuchskräfte nur bei sehr guten Referenzen überhaupt eine Chance bekommen haben, sind in der IT-Branche die Einstiegsgehälter am stärksten gestiegen. Die IT-Unternehmen führen bezüglich der Besoldung der Nachwuchskräfte gemeinsam mit der Konsumgüterbranche die Rangliste an. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass der Wettbewerb um potenzialstarke akademische Nachwuchskräfte wieder zunimmt und die Unternehmen sich mit einer marktgerechten Entlohnung darauf einstellen.

Die Ergebnisse der aktuellen Gehaltsstudie decken sich auch mit den jüngsten Erfahrungen der Firma alma mater. Sehr gute Kunden, die über mehrere Jahre keine Absolventen und Berufsanfänger mehr gesucht haben, kommen in diesem Jahr wieder zurück und erteilen vermehrt Suchaufträge für akademische Nachwuchs-kräfte. Auch die größeren Unternehmen investieren wieder mehr für ihr Employer Branding. Bewerber können wieder zunehmend aus attraktiven Firmen-Events, Infotagen und Nachwuchsprogrammen wählen.

Die vollständige 23-seitige Gehaltsstudie können interessierte Firmen und Bewerber kostenfrei im Internet unter www.alma-mater.de beziehen.

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