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Sport im Alter – fordern statt schonen

02.10.201418:46 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Am 25. und 26. September trafen sich führende deutsche Wissen-schaftler auf der 6. Fachtagung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung. Die Experten diskutierten im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln über das Thema „Sport im Alter“.



Köln. Rund 90 Teilnehmer waren der Einladung der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung am 25. und 26. September ins Deutsche Sport & Olympia Museum gefolgt, um wissenschaftliche Erkenntnisse zum sportlichen Altern näher zu beleuchten. „Wir wollen das Wissen über Sport im Alter – was und wie viel ist möglich – vergrößern und die künftige ältere Generation zum Sport zu bewegen“, verdeutlicht Dr. Petra Becker, Vorstandsvorsitzende der Marie-Luise und Ernst Becker Stiftung zum Auftakt der Veranstaltung.

Mehr ältere Sporttreibende

Ute Blessing-Kapelke vom Deutschen Olympischen Sportbund belegte zu Beginn in ihrem Vortrag, dass sich die Zahl der Sporttreibenden im Alter erhöht: „35% der 66-80-Jährigen machen mindestens einmal die Woche Sport, bei den 26-35-Jährigen sind es nur 26%.“ Im Verein trainierten allerdings nur 19% der 66-80-Jährigen. „Vereine sollten überlegen, woran es liegt, dass sie die älteren Sportler nicht erreichen. Das Interesse an Sport und Bewegung ist ja da.“, gab Blessing-Kapelke zu bedenken.

Bedarf nach konkreten Trainingsempfehlungen

Key Note Speaker Dr. Christoph Rott vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg stellte in seiner anschließenden Präsentation „Sport und Bewegung in einer Gesellschaft des langen Lebens“ vor, welche sportlichen Übungen ein Mensch mit 60 beherrschen muss, um mit 90 Jahren noch selbstständig leben zu können. „Wir kennen zwar die Voraussetzungen für ein langes, gesundes Leben, jedoch fehlen uns konkrete Handlungsempfehlungen, wie wir dahin kommen. Hier ist die Forschung noch mehr gefragt“, plädierte Rott.

Negatives Altersbild beherrscht Gesellschaft

In seiner Darstellung „Körperliche Aktivität für ältere Erwachsene: Die Empfehlungen des Gesundheitssystems“ wies Dr. Enrico Michelini vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der TU Dortmund darauf hin, dass in der Gesellschaft ein zu negatives Bild vom Alter herrsche. So verbinde man damit graue Haare, Müdigkeit und körperlichen wie geistigen Verfall. „Diese Annahmen spiegeln sich in den zu wenig dif-ferenzierten Empfehlungen des Gesundheitssystems wider. So heißt es z. B. in der Broschüre Geistig fit im Alter: ‚Bewegen Sie sich ausrei-chend und treiben Sie Sport, ohne sich zu überfordern!’“, erklärte Michelini. Auch gäbe es bislang nur wenige spezifische Sportangebote für ältere Menschen. Mit den typischen Seniorengymnastikgruppen wolle sich die neue ältere Generation nicht mehr abfinden. Im An-schluss bemängelte auch Michael Barsuhn, Sportpädagoge and der Universität Potsdam, in seinem Bericht über „Sportentwicklung und Sportentwicklungsplanung in Deutschland“ die fehlenden Konzepte zur Sportförderung im öffentlichen Raum: „Bei der Stadtentwicklungsplanung muss von dem negativen Altersbild losgelassen werden. Wir brauchen Möglichkeiten, um Ältere aktiv beim Sport zu unterstützen, wie z. B. öffentliche Trainingsparcours in Parkanlagen.“

Von älteren Sportlern lernen

Wie leistungsfähig im Gegensatz zur landläufigen Meinung gerade äl-tere Sportler sein können, stellte Prof. Dr. Jörg Schorer vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Oldenburg am Nachmittag in seiner Präsentation „Was wir von älteren Spitzensportlern lernen können“ vor. Er zeigte anhand einer Studie zu Reaktionszeiten von Handball-Torhütern, welche sportlichen Leistungen auch im Alter noch möglich sind. Demnach erzielten die älteren Torhüter bessere Ergebnisse als die jüngeren.

Impulse für die künftige Stiftungsarbeit

Für Dr. Petra Becker lieferten die Vorträge der Referenten und die Ge-spräche in den Diskussionsrunden neue Denkanstöße für die Arbeit ihrer Stiftung: „Grundsätzlich wissen wir alle, dass Sport gesund ist und im Alter die Selbstständigkeit erhält, dennoch bewegen sich viele Menschen zu wenig. Daraus ergibt sich für uns die Frage, wie man Äl-tere zum Sport motiviert und wie gute Angebote gestaltet sein müssen.“ Eine wesentliche Erkenntnis aus der Fachtagung sei für sie, dass ältere Menschen sportlicher und leistungsfähiger seien als ge-meinhin angenommen. „Dass Menschen im Alter von 50 plus beim Sport Schonung und längere Regenerationsphasen benötigen, ist zum Beispiel gar nicht belegt. Wenn wir zielführende Angebote machen wollen, müssen wir uns künftig von solchen Annahmen distanzieren.“

Alle Vorträge finden Interessierte demnächst auf der Homepage der Stiftung: www.becker-stiftung.de. Die nächste Fachtagung zum Thema „Sport und Alter“ ist für den Herbst 2015 geplant.

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