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Bildungsföderalismus – ein Paket mit faulen Eiern

23.03.200612:32 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Bildungsföderalismus – ein Paket mit faulen Eiern

(openPR) München, 23. März 2006 - Der große deutsche Humorist Wilhelm Busch sagte ein-mal zum Thema Kompromiss: „Aus faulen Eiern werden keine Küken“. Im aktuellen Kompromiss um die Reform des Bildungssystems verhält es sich ebenso: Während die Politik noch streitet, ob das Föderalismuspaket nun aufgeschnürt wird oder nicht, leiden Schüler und Unternehmen weiter unter halbherzigen Bildungsreformen. Per-sonalexperte Claus Goworr, Geschäftsführer der CGC Consulting GmbH, München, mahnt: „Ein mutiger Schritt in die richtige Richtung ist jetzt notwendig. Deutschland braucht keinen Bildungsföderalismus. Um international mithalten zu können, brau-chen wir ein bundesweit einheitliches Schulsystem idealerweise im Ganztagsmodell und die Förderung von Leistungseliten.“



Bildungsföderalismus ist teuer und uneffizient

Deutschland, speziell den Ländern, ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, ein im internationalen Vergleich effizientes Schulsystem hervorzubringen: Unterneh-men wie Universitäten klagen über schlecht gebildete Schüler, zehn Prozent der Ju-gendlichen bleiben ohne Schulabschluss, bei den Migrantenkindern sind es sogar doppelt so viele. Der Bildungsföderalismus hat viele Fehlentwicklungen zu verantwor-ten: Die missglückte Rechtschreibreform und die Pisa-Misere sind nur zwei Beispiele für die Schwächen dieses Bildungssystems. „Spricht es wirklich für unsere Fort-schrittlichkeit, wenn Deutschland in einer Zeit der Globalisierung und im vereinten Europa in 16 Bundesländern 16 Schulsysteme unterhält?“, fragt Claus Goworr. „Auf diese Weise werden Mobilitätsbarrieren errichtet, die Arbeitnehmer in ihrer Flexibilität bei der Arbeitssuche einschränken.“ Er fordert daher eine Bündelung der Bildungs-zuständigkeiten beim Bund und eine Abschaffung der Kultusministerkonferenz. „Mit den eingesparten Geldern bei einem einheitlichen Schulsystem könnte man hervor-ragende Universitäten betreiben und die Lehre in den Schulen deutlich verbessern“, so Claus Goworr.

Talente und Eliten fördern

Das ehemalige Land der Dichter und Denker, in dem Wissen die wichtigste Ressour-ce ist, dümpelt in der Mittelmäßigkeit dahin - mit der Folge, dass Unternehmen und junge Eliten das Land verlassen. „Wir brauchen eine Förderung nach Talenten“, schlägt der Personalberater vor. „Eine zukünftige Arzthelferin braucht keine Kennt-nisse in höherer Mathematik, aber soziale Kompetenz. Dafür sollte ein Schüler mit außergewöhnlichen Leistungen auch außergewöhnlich gefördert werden. Nur so schaffen wir es, alle Ebenen mit geeigneten Arbeitnehmern zu besetzen.“ Um Talen-te und Fähigkeiten frühzeitig zu entdecken, müsse bereits im Kindergarten mit der Bildung begonnen werden. Im Übrigen ist nur mit einer Verpflichtung zum Besuch des Kindergartens gewährleistet, dass Sozialverhalten im Allgemeinen und Sprach-kenntnisse für Migrantenkinder als Grundlage für eine Chancengleichheit in der Bil-dungsentwicklung sowie für die Integration vermitteln werden.

Um Spitzenleistungen wieder möglich zu machen, sind nach Ansicht von Claus Go-worr alle gefragt: Die Wirtschaft müsse Universitäten mehr unterstützen und Studien-gebühren dürfen kein Tabu mehr sein.

Aus Fehlern und Erfolgen lernen

Trotz aller Fakten und Aufrufe redet sich die Koalition ihre Bildungspolitik schön, nach dem Motto der drei heiligen Affen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Es geht offensichtlich um Macht und Eitelkeit. Der Personalberater Claus Goworr appel-liert: „Der Zeitpunkt ist jetzt da, endlich aus den Fehlern der Vergangenheit und den Erfolgen der Nachbarn zu lernen und ein Bildungssystem auf den Weg zu bringen, das mehr als zwei Jahre besteht und Deutschland zukunftsfähig macht. Die Bundes-länder dürfen sich als Konkurrenten nicht länger im Weg stehen. Es gilt das Paket aufzuschnüren und vernünftig zu packen.“


Weitere Informationen:

wordstatt GmbH
Silberpappelstraße 7
80935 München

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