(openPR) Aktuelle Studie des ASD demaskiert das deutsche Bildungssystem
16 Bundesländer, 16 grundverschiedene Bildungssysteme – doch wo genau liegen die Unterschiede und welche Auswirkungen hat das auf Schüler, Eltern, Lehrer und vor allem auf die Qualität von Schu-le? Der ASD - Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschlands führt derzeit eine umfassende Unter-suchung durch, die diesen Fragen nachgeht. Erste Ergebnisse, die sich mit den Auswirkungen des Bildungsföderalismus im Bereich der Grundschule beschäftigen, veröffentlicht exklusiv das Fachma-gazin b:sl - Beruf : Schulleitung (www.beruf-schulleitung.de).
Die aktuell laufende Studie des ASD trägt erstmals die unterschiedlichen gesetzlichen Bestimmungen zusammen und entwickelt so ein Gesamtbild des Bildungsföderalismus in Deutschland. Denn dass die deutsche Bildungslandschaft „irgendwie“ uneinheitlich ist, muss nicht weiter betont werden – aller-dings fehlte es bislang an Konkretisierungen. Eine Übersicht der bisherigen Studienergebnisse findet sich in der April-Ausgabe von b:sl. Das Fachmagazin des ASD erreicht deutschlandweit mehr als 10.000 Schulen.
Der Bildungsföderalismus ist das Prestige-Thema der Länder. Dabei interessiert allerdings nicht, dass er in der Bevölkerung nicht nur ungeliebt, sondern auch weitestgehend abgelehnt wird. Kein Wunder, denn schließlich sind Abschlüsse länderübergreifend kaum vergleichbar und Bundesland-Wechsel stets mit neuen schulischen Rahmenbedingungen verbunden.
Die Fakten sprechen in der direkten Gegenüberstellung jedenfalls für sich: Kinder in Bremen müssen mit vier Jahren zum Sprachtest, Kinder in Thüringen überhaupt nicht; im Saarland ist die schulische Betreuung von 8 bis 13 Uhr sichergestellt, in NRW können Schüler praktisch jederzeit nach Hause geschickt werden. Das sind nur zwei Beispiele dafür, wie unterschiedlich die Länder Bildung schon im Grundschulbereich organisieren.
„Gerade Schulleitungen sind, als Schnittstelle zwischen Unterrichtsalltag, Eltern und Behörden, in besonderem Maß mit Fragen zum Bildungsföderalismus und ihren Auswirkungen konfrontiert,“ erläu-tert Rainer Stegmaier, Vorsitzender des ASD die Motivation des Verbandes zu Erarbeitung dieser Studie. Der ASD hofft, durch seine Studie mehr Transparenz zu schaffen und so ein solides Funda-ment für nachfolgende Diskussionen zu legen.







