(openPR) Zu der Kündigung des Gastschulabkommens mit Schleswig-Holstein durch den Hamburger Senat erklärt der Landesvorsitzende des Verbandes Deutscher Privatschulen in Hamburg (VDP Nord), Jan Heinze:
„Diese offenbar haushaltspolitisch getriebene Entscheidung ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wir appellieren an den politischen Willen beider Länder, das Abkommen fortzusetzen. Mit der Kündigung des Gastschulabkommens wird die ohnehin begrenzte Wahlfreiheit für Schüler bzw. deren Eltern und der Zugang zu Bildungsangeboten weiter eingeschränkt. Abgesehen davon, dass diese Kündigung für eine Reihe von freien Hamburger Schulen existenzbedrohend sein wird, werden wir insgesamt einen Rückschritt in Qualität, Vielfalt und Chancengleicheit in der gesamten Bildungslandschaft erleben.“
Heinze weiter: „Was wir brauchen ist eine bundesweite Lösung, die eine allgemeine Zugänglichkeit zu den Bildungsangeboten und ein Wahlrecht der Schüler und Eltern schafft. Die Kultusminister sind aufgerufen, Übergänge zwischen den Schulstrukturen der Länder zu schaffen und den so oft als Argument für den Bildungsföderalismus geforderten Wettbewerb der Bildungssysteme über Landesgrenzen hinweg zu ermöglichen. Das gesamte Bildungssystem muss sich der Qualität, der Vielfalt und der Chancengleichheit verschreiben und darf nicht von den Haushaltsplänen einzelner finanzschwacher Länder abhängig sein. Hier ist auch der Bund in der Pflicht. Konkret schlagen wir vor, ein von Landesgrenzen unabhängiges Finanzierungssystem zum Beispiel durch ein bundesweites Gutscheinsystem zu schaffen.“













