(openPR) Pressemitteilung Nr. 22/07
Frankfurt am Main, 30. Juli 2007 - Privatschulverband lehnt Forderung nach mehr Einheitlichkeit im Schulwesen ab. Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) warnt vor einem stärkeren Zentralismus im deutschen Bildungswesen. Hintergrund ist die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan angekündigte nationale Bildungsoffensive. Auch die Forderung Schavans nach bundesweit einheitlichen Schulbüchern lehnt der Verband ab.
„Wir brauchen gerade nicht mehr Einheitlichkeit, sondern mehr Wettbewerb und Vielfalt im deutschen Schulwesen“, sagt VDP-Geschäftsführer Christian Lucas. Natürlich müsse es einheitliche Zielvorgaben geben. Wie diese Zielvorgaben erreicht werden, dürfe aber nicht zentral festgelegt werden, so Lucas: „Unterschiedliche Schüler brauchen unterschiedliche Schulen, und gesunde Konkurrenz fördert die Qualität. Ein einheitliches Schulsystem stünde dem komplett entgegen und würde nur zu einer Einigung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner führen.“
Der VDP fordert daher nicht nur eine Beibehaltung des Bildungsföderalismus, sondern darüber hinaus auch eine deutlich größere Autonomie der einzelnen Schulen selbst, und zwar für staatliche wie für private Schulen. „Eine unabhängige Schulaufsicht könnte dabei klar definierte Abschlussstandards auch über Ländergrenzen hinweg sicherstellen“, erläutert Lucas und ergänzt: „Bestes Beispiel für die qualitativen Vorteile einer größeren Schulautonomie sind die PISA-Siegerländer Finnland und die Niederlande, wo genau eine solche Schulautonomie verwirklicht ist.“ Im Übrigen widerspreche die Bundesbildungsministerin mit ihrem Vorschlag auch den Aussagen zahlreicher namhafter Bildungsexperten wie etwa dem Aktionsrat Bildung, die ebenfalls eine deutlich größere Autonomie der Schulen in Deutschland anmahnen.
Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher





