(openPR) Berlin, 16.2.2011. Die Bundesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Kristina Kämpfer (20) kritisierte gestern, dass die Debatte um die Abschaffung des Kooperationsverbotes am Thema vorbei gehe: „Es kann doch nicht sein, dass zahlreiche Länder die Hochschulfinanzierung auf dem Altar des undifferenzierten Sparens opfern und dann dafür Geld vom Bund fordern.“ Kämpfer wolle dabei weder für noch gegen das Kooperationsverbot plädieren. Vielmehr fordert sie eine realitätsnahe Debatte: „Probleme mit der Bildungsfinanzierung haben wir nicht erst seit 2006. Bereits seit Jahrzehnten entziehen sich einzelne Länder sukzessiv der nachhaltigen Hochschulfinanzierung. Mittlerweile stehen in manchen Ländern Bildungskürzungen an der Tagesordnung und es regt sich keinerlei Widerstand dagegen. In diesem Zusammenhang die Diskussion allein auf das Kooperationsverbot zu führen, ist scheinheilig: Die Länder sind gefragt endlich selbst nach innovativen und nachhaltigen Wegen der Finanzierung zu suchen, anstatt die Verantwortung immer wieder an den Bund abzuschieben.“
Hierbei bekennt sich die Vorsitzende des bundesweit zweitgrößten Studierendenverbandes klar zum Bildungsföderalismus und der Länderhoheit im Bildungsbereich: „Andern¬falls unterstehen die Hochschulen bald neben dem Gutdünken der Landesfinanzminister auch dem des Bundesfinanzministers." Die Berlinerin erkennt in dieser Art der Debattenführung den Hang der einfachsten Lösung zu vertrauen: „Die deutschen Parteien scheinen immer öfter nach Allheilmitteln zu suchen. Dabei brauchen wir eine differenzierte Problemanalyse, um zielführende Antworten auf die Probleme in der Hochschulfinanzierung zu finden. Die Länder stehen hier klar in der Verantwortung: wer die Zuständigkeit für Bildung haben will, muss auch für dessen Finanzierung sorgen.“











