(openPR) Zusammen mit vielen weiteren Ehrengästen und Zuschauern erlebte Bad Endorfs neue Bürgermeisterin Doris Laban die gelungene Premiere des Stücks "Edith Stein" im Volkstheater an der Rosenheimer Straße. "Ich freue mich, dass wir so eine tolle Bühne hier haben, die den Namen Endorfs weit über die Orts- und Landesgrenzen hinausträgt", sagte sie beim Sektempfang hinter der Bühne, den die Theaterspieler für die Ehrengäste organisiert hatten. Dem pflichtete auch ihre ebenfalls anwesende Vorgängerin Gudrun Unverdorben bei.
Als weiterer Ehrengast, der sich eindeutig den Weitpreis verdient hat, fand sich Leo Cornelio, Erzbischof der Region Bophal (Indien) ein. Der Geistliche war extra aus Rom angereist, um das Edith Stein-Spiel zu sehen. Durch ihn erhielten Zuschauer und Theaterspieler erstmals einen Segen in englischer Sprache, was für die meisten Anwesenden etwas gewöhnungsbedürftig war. Auch der noch amtierende Ortspfarrer Stefan Bauhofer beehrte die Theaterspieler mit seiner Anwesenheit. Er hatte am Vormittag in seiner Predigt über Edith Stein gesprochen und zeigte sich hellauf begeistert von der Umsetzung ihrer Lebensgeschichte auf der Endorfer Theaterbühne.
Geschrieben wurde das religiöse Stück von Horst Rankl, dem Präsidenten des Verband Bayerischer Amateurtheater (VBAT). Der Autor war zusammen mit Bezirksspielleiter Werner Hanft angereist, um zu sehen was die Endorfer aus seinem Stück gemacht haben.
Alle Ehrengäste und auch die über dreihundert Zuschauer, die trotz Badewetter das Spiel besucht haben, zeigten sich hellauf begeistert von der Aufführung. Besonders gelobt wurden der dritte Akt, bei dem die Bühne zweigeteilt wird und das ergreifende Ende, in dem Scharen von Juden zu den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz getrieben werden. Niemand fand das Stück zäh oder zu lang, obwohl Edith Stein den Zuschauer fordert und drei Stunden lang seine Aufmerksamkeit verlangt. Auch wenn einige Spieler zu Beginn der Probenzeit Bedenken äußerten, dass das Stück eventuell zuviele Dialogszenen und zuwenig Action enthält, glaubten Regisseur Josef Kößlinger, Hauptdarstellerin Sonja Niedermaier und Theatervorstand Markus Mädler fest an den Erfolg. Mit strahlendem Lächeln signalisierten sie nach der Premiere, dass ihre Rechnung voll aufgegangen war. Edith Stein mag für das Endorfer Theater ungewöhnlich sein, die bereits erfolgten Kartenvorbestellungen und die sofort nach der erfolgreichen Premiere einsetzende Mundpropaganda zeigen aber schon jetzt, dass solche Stücke vom Zuschauer gewünscht sind.
Ebenfalls erfolgreich ist die Spendenaktion angelaufen, die seit einigen Jahren zur Tradition des Heiligenspiels gehört. Besucher erhalten an der Theaterkasse eine Sonnenblume geschenkt, die aus der Gegend von Auschwitz stammt. Wer mag, darf etwas Geld spenden, das am Ende der Spielsaison der Organisation Weißer Ring überreicht wird, die sich um die Opfer von Gewaltverbrechen kümmert. So mancher Zuschauer spendete auch ohne eine Blume mitzunehmen, bereits jetzt liegt ein stattlicher Betrag in der Kasse. Weil es ein wenig lästig ist, die Sonnenblume während der Aufführung festzuhalten, kann diese auch gerne nach dem Spiel in Empfang genommen werden. Das tut auch den Blumen gut, vor allem wenn es so heiß ist wie am Pfingstmontag.
Karten für das Stück erhalten Sie im Internet auf www.theater-endorf.de, per Fax (08053/795091) oder telefonisch unter 08053/3743 sowie an der Theaterkasse, Rosenheimer Straße 6, 83093 Bad Endorf.













