(openPR) Aufruf zur Kooperation zwischen Lerntherapie und Schule
Essen / 26. Mai 2014. Inklusion an Schulen macht eine Kooperation zwischen Schule und Lerntherapie sowie von Forschung und Praxis notwendiger denn je. 270 Fachleute dieser Berufsfelder stellten sich der Herausforderung erstmals gemeinsamen auf der Fachtagung zum Thema „Forschung und Praxis - gemeinsam individuelle Förderangebote gestalten“. Eröffnet wurde die Tagung durch FiL-Gründerin Dr. Helga Breuninger, die zum 25-jährigen Be-stehen des Fachverbands für integrative Lerntherapie e.V. (FiL) Resümee zog und gleichzeitig Ausblick auf dessen Arbeit gab. Sie zeigte auf, wie wichtig es gerade heute ist, Kinder in der Schule in eine positive Lernstruktur zu bringen: „Lerntherapeuten können Profis werden beim aktuellen Paradigmenwechsel im Bildungssystem. Sie haben Antworten für die Herausforderungen der Umsetzung von Inklusion und können Kindern mit Lernschwierigkeiten helfen.“
Prof. Dr. Annemarie Fritz-Stratmann, Dozentin an der UDE, sprach das Dilemma im deutschen Bildungswesen aus: „Förderung und Unterricht sind leider nicht aufeinander abgestimmt – das wird in dieser Deutlichkeit nicht gern gesagt!“ Können Kinder die im Förderunterricht erworbenen Fortschritte im Unterrichtsalltag nicht anwenden, gehen diese wieder verloren. Damit aber alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten und kein Kind verloren geht, muss jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen individuell gefördert und Unterricht adaptiv darauf abgestimmt werden. Dies erfordert die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen, Institutionen und Ressorts auf Augenhöhe. In diesem Zusammenhang appellierte Dr. Breuninger an alle Teilnehmer: „Ich wünsche mir mehr Kooperationen zwischen Lehrern und Lerntherapeuten!“
In insgesamt 17 Vorträgen und Workshops tauschten sich die Fach-leute zu diesem umfangreichen Thema aus. In seinem sehr lebendi-gen Abschlussvortrag spannte Prof. Dr. Matthias Grünke von der Universität Köln den Bogen zum Thema der Veranstaltung und den Eröffnungsvorträgen und warf die Frage auf: „Wie kann es sein, dass in keinem anderen Gebiet die Schere zwischen Forschung und Praxis so weit auseinander klafft wie in der Pädagogik?“ Die Tagung setzte jedoch auch dazu einen Akzent zur Veränderung!
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