openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Tod darf kein Tabuthema sein - Menschen mit Behinderung erleben veränderte Trauerkultur

15.05.201416:38 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Tod darf kein Tabuthema sein - Menschen mit Behinderung erleben veränderte Trauerkultur
Sven Bodsch: einer, der dem Thema Tod und Trauer im Josefsheim ein Gesicht gibt.
Sven Bodsch: einer, der dem Thema Tod und Trauer im Josefsheim ein Gesicht gibt.

(openPR) „Der Tod ist ein allgegenwärtiges Thema“, sagt Sven Bodsch. Wer darüber mit ihm ins Gespräch kommt, merkt schnell, dass es dem 34-Jährigen ein Anliegen ist, Tod und Trauer aus der Tabu-Ecke der Gesellschaft zu holen. Im Josefsheim Bigge engagiert sich Sven Bodsch als Koordinator des Arbeitskreises Trauer- und Sterbebegleitung.

Diesen Arbeitskreis gibt es seit rund dreieinhalb Jahren. Zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Josefsheims haben sich darin zusammengefunden. Am Anfang stand eine umfangreiche Fortbildungsreihe, die insgesamt 48 Stunden umfasste. Die Mitglieder des Arbeitskreises verstehen sich sowohl als Ansprechpartner und Berater für Kollegen, die im Arbeitsalltag mit sterbenden Menschen zu tun haben, als auch als Begleiter von Menschen am Ende ihres Lebens und deren Angehörigen.

„Es sind zehn ganz unterschiedliche Typen von Menschen ganz unterschiedlichen Alters und mit ganz unterschiedlichen Auffassungen zum Thema Sterben“, sagt Björn Kölber, Seelsorger im Josefsheim und damals, im Herbst 2010, Initiator des Arbeitskreises.

Zum Beispiel Sven Bodsch, der als Heilerziehungspfleger im Haus Angelika arbeitet, einem Wohnhaus für Menschen mit Spina bifida und Hydrocephalus an der Schulstraße in Bigge. Auf den ersten Blick wirkt er nicht wie einer, der sich intensiv mit dem Thema Sterben auseinandersetzt: verheiratet, zwei Kinder, Heavy-Metal-Fan. Sven Bodsch steht mitten im Leben. „Aber gerade deshalb“, sagt er. „Denn der Tod gehört zum Leben. Wer sich dessen bewusst ist, lebt intensiver und nicht oberflächlich.“

Die Mitglieder des Arbeitskreises stellen einen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit den Themen Tod und Trauer fest: Immer mehr Menschen suchen nach neuen Formen, Abschied zu nehmen und zu trauern. „Auch die Menschen im Josefsheim setzen sich damit auseinander und sprechen uns darauf an“, sagt Sven Bodsch. So werden zunehmend Anfragen nach Feuerbestattungen, Friedwäldern oder einem Trauergarten an den Arbeitskreis herangetragen.

Aktuell trägt der Arbeitskreis Ideen zusammen, einen solchen Trauergarten auf dem Gelände des Josefsheims zu realisieren. „Dies könnte neben der Trauer auch ein Ort der Begegnung und des Gesprächs für alle Menschen in Olsberg und Umgebung werden“, hofft Sven Bodsch. Auf diese Weise würde ein Trauergarten dazu beitragen, den Tod weiter aus der Tabu-Ecke zu befreien.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 795423
 225

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Tod darf kein Tabuthema sein - Menschen mit Behinderung erleben veränderte Trauerkultur“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Josefsheim gGmbH Bigge

Bild: Josefsheim schafft in Sundern Wohnraum für Menschen mit und ohne BehinderungBild: Josefsheim schafft in Sundern Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung
Josefsheim schafft in Sundern Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung
Es wird ein weiterer großer Schritt zu mehr Inklusion in Sundern: Das Josefsheim wird in zentraler Lage Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen und dafür rund 4,5 Millionen Euro investieren. Voraussichtlich Anfang 2018 wird das Objekt bezugsfertig sein. Interessenten für das barrierefreie Wohnen gibt es schon jetzt. Der Bedarf dafür wurde von der Elterninitiative IWB e. V. an das Josefsheim herangetragen. Gemeinsam haben IWB und Josefsheim in den vergangenen Jahren ein Konzept erarbeitet, wie Inklusion und Teilhabe im lokalen…
Bild: Aktionstag zur Inklusion am 3. Mai in Sundern soll Bedarfe von Menschen mit Behinderung deutlich machenBild: Aktionstag zur Inklusion am 3. Mai in Sundern soll Bedarfe von Menschen mit Behinderung deutlich machen
Aktionstag zur Inklusion am 3. Mai in Sundern soll Bedarfe von Menschen mit Behinderung deutlich machen
Wie kann das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen, bei dem alle gleichermaßen an der Gesellschaft teilhaben? Um Antworten auf diese Frage geht es bei dem Projekt „Sundern mittendrin“. Seit rund eineinhalb Jahren engagiert sich das Josefsheim Bigge als Dienstleister für Menschen mit Behinderung mit diesem Projekt für Inklusion und Teilhabe. "Sundern mittendrin" wird von der Aktion Mensch finanziell gefördert. Als Partner wirken unter anderem die Elterninitiative IWB, die Stadt Sundern, der Landesbehindertensportverband …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Den Tod ins Scheinwerferlicht gerückt - Excellence Gold Award gewonnenBild: Den Tod ins Scheinwerferlicht gerückt - Excellence Gold Award gewonnen
Den Tod ins Scheinwerferlicht gerückt - Excellence Gold Award gewonnen
… mit einer Urne auf die Bühne. Ab dem Moment herrschte Totenstille. Als sie aber dann von ihrer eigenen Beerdigungsplanung erzählte, öffnete sie die Herzen des Publikums für das Tabuthema. Die 42jährige machte auf leichte und emphatische Weise deutlich, warum es sich lohnt, sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod zu beschäftigen. „Der Tod ist nicht nur …
Bild: Tulku Khyungdor Rinpoche zelebriert das Bardo Ritual: 'Übergänge' im Leben, im Sterben und über den Tod hinausBild: Tulku Khyungdor Rinpoche zelebriert das Bardo Ritual: 'Übergänge' im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus
Tulku Khyungdor Rinpoche zelebriert das Bardo Ritual: 'Übergänge' im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus
… Landeshauptstadt München und seiner Friedhofsverwaltung, die es ermöglicht haben, das Ritual an dem ehrwürdigen Ort des Ostfriedhofs zelebrieren zu können.“ Offen für verschiedene Trauerkulturen der Welt In regelmäßigen Abständen öffnet die Städtische Friedhofsverwaltung die Trauerhalle des Krematoriums für kulturelle Veranstaltungen, die sich mit den Themen Tod, …
Trauer ohne Barrieren
Trauer ohne Barrieren
Ein bundesweit einmaliges Modellprojekt im schwäbischen Gammertingen will eine behindertengerechte Trauerkultur in Mariaberg, einem Zentrum für die Jugend- und Behindertenhilfe, entwickeln. Durch eine kompetente Begleitung der Trauerarbeit der behinderten Heimbewohner soll deren Lebensqualität entscheidend erhöht werden. Borken, 20. März 2009. Trauern …
Bild: Von der Schönheit der letzten DingeBild: Von der Schönheit der letzten Dinge
Von der Schönheit der letzten Dinge
… durch frühe persönliche Erfahrungen mit dem Tod versteht sie sich heute als Botschafterin einer zeitgemäßen und ästhetischen Bestattungskultur. Dazu integriert sie künstlerische Objekte der Trauerkultur schon zu Lebzeiten in den Alltag. Am Samstag nach Allerheiligen zeigt sie denn auch, neben dem Sarg, von Künstlerinnen und Künstlern gefertigte Urnen, …
Bild: Dramatisch... Weltrekord mit dem Tod gewonnen!Bild: Dramatisch... Weltrekord mit dem Tod gewonnen!
Dramatisch... Weltrekord mit dem Tod gewonnen!
… damit einfacher wird und man nicht mehr zwanghaft auf äußere Reize reagieren muss! Gesellschaftlich verlangt Bernd Dackweiler eine Enttabuisierung und eine lebensbejahende Trauerkultur, die nicht herabwürdigend ist, sondern würdevoll gelebt werden kann, damit persönliches Leiden nicht pathologisch oder traumatisch werden. “Dazu brauchen wir ein gesellschaftliches …
Bild: Das Bardo Ritual München: „Übergänge“ im Leben, im Sterben und über den Tod hinausBild: Das Bardo Ritual München: „Übergänge“ im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus
Das Bardo Ritual München: „Übergänge“ im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus
… Landeshauptstadt München und seiner Friedhofsverwaltung, die es ermöglicht haben, das Ritual an dem ehrwürdigen Ort des Ostfriedhofs zelebrieren zu können.“ Offen für verschiedene Trauerkulturen der Welt In regelmäßigen Abständen öffnet die Städtische Friedhofsverwaltung die Trauerhalle des Krematoriums für kulturelle Veranstaltungen, die sich mit den Themen Tod, …
Was ist, wenn der Himmel voll ist?
Was ist, wenn der Himmel voll ist?
… über das Wie und Warum des Sterbens. Bundesweite Initiativen der friedhofsnahen Gewerke wollen dieses unbefangene Interesse unserer Jüngsten wachhalten und sie mit unserer Trauerkultur vertraut machen. „Kinder haben durchaus ein Bewusstsein, dass das Leben endlich ist“, sagte die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann auf einer Pressekonferenz vor …
Bild: Den Tod aus der Tabuecke holen - Arbeitskreis möchte für das Thema sensibilisierenBild: Den Tod aus der Tabuecke holen - Arbeitskreis möchte für das Thema sensibilisieren
Den Tod aus der Tabuecke holen - Arbeitskreis möchte für das Thema sensibilisieren
… brennend.“ Stephanie Lange und Sven Bodsch sind zwei von zwölf Mitgliedern des Arbeitskreises Trauer- und Sterbebegleitung im Josefsheim Bigge. „In einer Einrichtung, in der Menschen mit Behinderung jeden Alters leben, gehört Sterben zum Leben dazu“, sagt Björn Kölber. Der Seelsorger des Josefsheims hat den Arbeitskreis mit initiiert. „Leider ist der Tod …
Bild: Den Tod per Mausklick organisierenBild: Den Tod per Mausklick organisieren
Den Tod per Mausklick organisieren
… Landestrauerhilfe (www.landestrauerhilfe.de) hat aus diesem Grund ein neues Informations- und Hilfeportal eingerichtet. Hier können Interessenten aktuelle Informationen rund um Tod und Trauerkultur erhalten, Bestattungvorsorge treffen und im Notfall sogar eine Bestattung beauftragen. Mehr und mehr Menschen möchten wissen, wie und in welchem Umfang sie …
Bild: Den Tod ins Scheinwerferlicht geholt - Awardauszeichnung für ungewöhnliche MissionBild: Den Tod ins Scheinwerferlicht geholt - Awardauszeichnung für ungewöhnliche Mission
Den Tod ins Scheinwerferlicht geholt - Awardauszeichnung für ungewöhnliche Mission
… Aufmerksamkeit. Im Publikum herrschte im wahrsten Sinne des Wortes Totenstille. Als sie aber dann von ihrer eigenen Beerdigungsplanung erzählte, öffnete sie die Herzen des Publikums für das Tabuthema. Die 42jährige machte auf leichte und emphatische Weise deutlich, warum es sich lohnt, sich zu Lebzeiten mit dem eigenen Tod zu beschäftigen. "Der Tod ist nicht …
Sie lesen gerade: Tod darf kein Tabuthema sein - Menschen mit Behinderung erleben veränderte Trauerkultur