(openPR) „Tierschutz tut Not – Wer hilft helfen“ und „Wer will sich mit mir aktiv am Tierschutz beteiligen?“ so lauteten die damals geschalteten Zeitungsannoncen unserer Geschäftsführerin, Trudi Straeten. Damit hat sie Anfang 1984 den Grundstein für unsere Tierschutz-Organisation gelegt. Schließlich gründete sie im April des gleichen Jahres, gemeinsam mit ihrem Mann, Gerd Straeten (unseren Vorsitzenden) und anderen Tierschützern einen Verein mit dem Namen „Bürgerinitiative gegen Tierversuche Pulheim und Umgebung e.V.“ 10 Jahre später wurde dieser Verein umbenannt in „Tierversuchsgegner Pulheim e.V. – Menschen für Tierrechte“ und weitere 9 Jahre später in „Tierversuchsgegner Rhein-Erft e.V. – Menschen für Tierrechte“.
Fast von Anfang an dabei unser Kassenwart, Hartmut Kaschula, der seine Aufgabe bis heute sehr verantwortungsvoll und zuverlässig ausführt.
Wir können voller Stolz auf 30 Jahre sehr aktive Tierschutzarbeit zurück blicken, die zwar oft, aber leider nicht immer erfolgreich war.
Als allererste Tierschutz-Organisation in der Bundesrepublik Deutschland veranstalteten wir 1985 eine Diskussion zum Thema „Pro und Contra Tierversuche“ mit Vertretern der Pharma-Firma Nattermann. Die Veranstaltung war mit mehr als 400 Gästen gut besucht.
Es folgten mehrere Sommerfeste, an denen neben Vertretern verschiedenster Tierschutz-und Umwelt-Organisationen auch viele prominente Künstler teilnahmen u.a. Erik Sylvester, die Geschwister Leismann, die Gruppe BAP und andere.
Unsere bekannteste und beliebteste Veranstaltung ist die Mischlings-Hundeschau, die alle zwei- bis drei Jahre – insgesamt 13-mal - stattfand.
Dabei wurden die 9 schönsten Hunde des Erftkreises prämiiert: 3 der Gruppe Kleine Hunde, 3 der Gruppe Mittelgroße Hunde und 3 der Gruppe Große Hunde. Einen Pokal erhielten ebenfalls der älteste Teilnehmer, der Originellste sowie der lustigste Mischlingshund. In der Jury überraschten stets prominente Gäste aus Funk und Fernsehen, z.B. das Schauspieler-Ehepaar Barbie und Peter Millowitsch, Sänger Purple Schulz, Schauspielerin Kati Karrenbauer („Die Walter“ aus „Der Frauenknast“), Schauspieler Dirk Heinrichs, Schauspielerin Tanja Wenzel, bekannt aus der Serie "Verbotene Liebe" und dem Kinofilm "Der Wixxer" und andere Stars.
Aus quälerischer Haltung retteten wir viele Hunde, wie z.B.:
. den altdeutschen Schäferhund, Rex, der wochenlang zwischen Müllberge dahin vegetieren musste, während seine Besitzerin bei ihrer Tochter im Urlaub weilte und ihn nicht versorgen ließ. Angeb-lich „hatte sie ihn noch gefüttert“, nachdem wir ihn bereits befreit hatten!
. die Schäferhündin Assi, die nach Umzug von ihrem Besitzer ganz einfach unversorgt im Zwinger zurück gelassen wurde.
. den Yorkshire-Terrier Candy, der von seiner Besitzerin misshandelt und ins Feld geworfen wor-den war.
Gegen diese und weitere Hundehalter erstatteten wir erfolgreich Strafanzeige wegen Verstoßes ge-gen das Tierschutzgesetz.
Vor dem grausamen Hungertod retteten wir viele Tiere, wie z.B.:
. den Chow-Chow-Rüden Bruno, der uns als angeblich „gefährlichen Streuner“ von der Polizei gebracht wurde.
. eine misshandelte und ausgesetzte Doggen-Hündin.
. eine alte Mischlingshündin, die offensichtlich wegen ihres hohen Alters und eines Hüftleidens aus-gesetzt worden war.
. viele ausgesetzte Katzen, die bereits kastriert und unleserlich tätowiert waren. Darunter auch der arme, alte Kater Domino, der total hilflos, blind, mit Katzenschnupfen und einem Tumor im Un-terkiefer behaftet, auf der Insel einer großen Strassenkreuzung saß.
Unsere aktive Hilfe für Strassen-Hunde und herrenlose Katzen in Spanien (Calpe) und Por-tugal (Loule) war viele Jahre lang sehr intensiv. Unser Mitglieder-Ehepaar, Margit (?) und Wolfgang Cleve, fuhren mindestens zweimal im Jahr jeweils nach Spanien und Portugal um die gesammelten Medikamente und Tiernahrung abzuliefern.
Sie bauten Katzen-Volieren und Hundezwinger bei privaten Tierfreunden und holten Tiere aus den städtischen Tötungsstationen, die bereits zum Tode verurteilt waren, nach Deutschland, wo sie ein liebevolles Zuhause fanden.
Wir beteiligten uns an einer riesigen Rettungsaktion an der Ostsee. Als die Russen abgezogen waren und Hunderte Hunde und mindestens 8000 Katzen zurück gelassen hatten. Neben Politiker, Behörden, Rundfunk -und Fernsehanstalten informierten wir auch westdeutsche Tierschutz-Organisationen und baten um Hilfe und Unterstützung. Wir sammelten Tiernahrung und fuhren mindestens fünf Mal mit einem großen LKW und mehrmals mit PKW und Kleintransporter nach Ribnitz, um etliche Tonnen Katzen- und Hundefutter sowie Baumaterialien und Heizkörper für die sehr kalte Winterzeit dort abzuliefern.
Im strengen Winter 1991/1992 gab es eine Seevogel-Katastrophe an der Ostsee. Zehntausende Sing- und Seevögel erfroren. Vor Hunger schwach und entkräftet froren sie bei ihrer Rast im Eis fest. Die lebenden Tiere mussten mit Schaufeln vom Eis der Ostsee befreit werden. Wir sammelten und fuhren das Vogelfutter per LKW an die viele Kilometer weit entfernte Ostseeküste.
In unserem ständigen Kampf gegen die Not der „Wildlinge“ veranstalteten wir ungezählte Einfangaktionen in Parks, auf Friedhöfen, Bauernhöfen und auf privatem Firmengelände. Mehrere hundert Katzen wurden von unseren Aktiven an eigens eingerichteten Fütterungsplätzen eingefangen, tierärztlich versorgt und unfruchtbar gemacht.
Viele dieser Tiere erhielten ein neues, liebevolles Zuhause. „Wildlinge“ brachten wir in ihre gewohnte Umgebung zurück, wo sie von unseren Aktiven weiterhin betreut und gefüttert wurden.
Die Schutz- und Futterhäuschen für die Tiere wurden von unserem Vorsitzenden gefertigt.
Das „Spiel: Guter Bulle, böser Bulle“ brachte unseren Aktiven Norbert Eibel (?) und Gerd Straeten immer den gewünschten Erfolg, wenn es darum ging, einen Hund von der Kette zu befreien oder sonst einem Tier (Vögel, Nager, Katzen etc.) eine tiergerechte Haltung zu ermöglichen. Der Tierhalter wurde schnell einsichtig und gab entweder das Tier an uns ab, oder sicherte eine bessere Tierhaltung zu. Die sich bei anschließender Kontrolle erfreulicher Weise bestätigte.
Oft wurden wir zu Einsätzen gerufen, in denen Tiere aus einer Notlage befreit werden mussten, z.B. eine Katze steckte im Kamin fest. Oder ein kleiner Hund war bei einem Autounfall in Panik ins Feld gelaufen und hatte sich unter einer Brücke im Wasser führenden Bach versteckt. Die Strö-mung war zu stark und das Ufer zu glatt. Ohne unsere Hilfe wäre der Kleine ertrunken.
Ein Bauer hatte seine Scheune mit Strohballen aufgefüllt. Drei kleine Kätzchen saßen dahinter fest und jammerten kläglich. Die Mutter-Katze lief vor den Strohballen aufgeregt hin und her und rief ununterbrochen nach ihren Kindern. Den Bauer schien das nicht zu stören. Er lachte, als wir die Scheune ausräumten und die Tiere mitnahmen. Anschließend haben wir das Stroh wieder ordent-lich eingeräumt. Die Kätzchen wurden tierärztlich versorgt und vermittelt. Dabei bemerkten wir, dass auf dem Hof der Katzenschnupfen ausgebrochen war. Eine weitere Einfangaktion der sehr kranken Tiere war erforderlich.
Aber es gab auch Einsätze, die eigentlich keine waren, wie z.B. die Meldung „Ein verletzter Hund liegt im Feld und versucht ständig aufzustehen. Das will ihm aber nicht gelingen. Er fällt immer wieder um.“ Bei näherer Betrachtung entpuppte sich der angeblich verletzte Hund zu einem Re-genschirm, der sich im Wind aufblähte.
Während einer achtwöchigen Rund-um-die-Uhr-Bewachungsaktion retteten wir die Pudel-Mischlingshündin „Mäuschen“ aus einem Versuchslabor der Universität zu Köln. „Mäuschen“ wurde aus einem privaten Garten in Kerpen gestohlen und von Tierhändler Gierlich, aus Bochem, an die Uni-Köln geliefert!
Von einer befreundeten Tierschutz-Organisation erhielten wir die Information, dass der unseriöse Tierhändler Peschen, der bereits in Brauweiler sein Unwesen getrieben hatte und den wir mit Hilfe eines Tierarztes und dem Veterinäramt schließen konnten, in Wipperfürth seinen schmutzigen Handel mit kranken Hundewelpen weiter führte. Während wir eine Demonstration vor dessen Hof veranstalteten, sprach unser Vorsitzender mit dem zuständigen Veterinärarzt, der nie einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt bemerkt und alles für gut befunden hatte. In dieser Zeit zogen einige unserer Mitglieder Tierkadaver aus einem Misthaufen und andere Demonstranten die sehr kranken Zuchthündinnen und Zuchtrüden aus dem Fenster des Kellers. Wir hatten genügend Beweise, um auch diese Hundezucht schließen zu können.
15 Schäferhund-Dingo-Mischlingshunde, eigens für Tierversuche gezüchtet, retteten wir in einer abenteuerlichen Nacht- und Nebelaktion aus einem ehemaligen DDR-Forschungslabor in Karlsberg (bei Stralsund) an der Ostsee. Die Hunde waren inoffiziell freigegeben worden.
Schnelles Handeln war gefordert, weil zwei Tage später ein Schreiben eintreffen sollte, das besagte, dass die Hunde an ein anderes Versuchslabor zwecks Tierversuche weiter gereicht werden sollten. Alle 15 Hunde wurden im Rettungsfahrzeug untergebracht. Keine leichte Aufgabe für unsere Akti-ven, denn es mangelte nicht nur an Transportboxen, sondern die Tiere waren nur an ihre Einzelkä-fige gewöhnt und mussten nun auf engstem Raum miteinander auskommen. Gerhard Schwarz (?) saß während der langen Fahrt zwischen den Tieren und sorgte für Ruhe und Ord-nung, während Gerd Straeten das Fahrzeug in die Freiheit lenkte. Bei der Ankunft auf dem Park-platz in Brauweiler warteten bereits einige der neuen Besitzer und Tierschützer auf die Hunde. Somit wurden sie alle sofort in gute, private Hände vermittelt.
In einer gemeinsamen Aktion mit Tierart e.V. und der Gruppe Tigerschutz mit Helmut Rentsch retteten wir sechs sibirische Tiger und zwei Jaguarbabys vor dem sicheren Tod. Die beiden Tigermädchen, Juno und Jasmin, zwei weitere Tigerkater, Cromwell und Pudding, die in einem Verlies in einem englischen Tierpark gehalten wurden und 2 Jaguarbabys, Muppet und Ladybird. Dazu noch der Tigerkater Torric, mit dem alles anfing, sowie die Tigerin Lena aus einem anderen Tiergarten, die noch nicht einmal ein wenig Tageslicht erblicken durften, weil sie ohne Cites-Papiere für das Sterben bestimmt waren, konnten wir gemeinsam mit Tierart e.V. und einer befreundeten Auffangstelle in Holland vor dem sicheren Tode bewahren.
An bundesweiten Aktionen beteiligten wir uns gemeinsam mit unserem Bundesverband und an-deren Tierschutz-Organisationen, wie z.B.: Sternfahrt gegen Tiertransporte, Affen-Experimente – Wir nennen die Täter, Tiere 2000, Osterveranstaltungen zum Tierschutz in Stuttgart sowie an Demonstrationen in Belgien gegen den Vogelfang, in Walisertal gegen Tiertransporte. Gegen Pelztierzuchten, Hühner-KZ´s, Tierversuche etc. demonstrierten wir in sämtlichen Großstädten Deutschlands. LKW´s wurden für die jeweiligen Themen von unseren Aktiven zu Infomobile umgebaut und gestaltet.
Vorstandsmitglieder von Tierschutz-Organisationen baten uns oft um Rat und Unterstützung, wenn es sich um heikle Situationen handelte. In vielen dieser Fälle konnten wir telefonisch und schriftlich helfen. In einigen Fällen fuhr unser Vorsitzender viele Kilometer mit seinem PKW, um diesen Tierfreunden gegen Unterwanderer ihres Vereins Beistand zu leisten. In einem Fall flog er sogar aus gegebenem Anlass zweimal in die Schweiz.
Auch das Thema Schächten war uns – und ist es immer noch – eine Herzensangelegenheit. Zumal damals in unserer Nähe ein Schlachthof existierte, zu dem uns immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung erreichten. Ein viele Jahre langer Schriftwechsel mit dem Veterinäramt und Regierungspräsidenten führten nicht zum gewünschten Erfolg.
In einem unserer Gespräche mit den Veterinärärzten wurde uns gesagt: „Dem Schaf ist es doch lieber, dass es mit einem geübten Halsschnitt statt mit einem stumpfen Messer in der Badewanne oder auf dem Balkon getötet wird.“ Unsere Antwort: „Dem Schaf ist es egal, WO es umgebracht wird. Aber es ist ihm NICHT egal, DASS es überhaupt so grausam umgebracht wird!“
Zu unserem gescheiterten Stadttauben-Projekt ein sehr treffendes und erklärendes Schreiben von unserem Kassenwart, Hartmut Kaschula
01.07.04 Stadt Frechen lässt Stadttauben-Projekt scheitern
Unser Projekt Frechener Stadttauben, mit dem wir uns mit großem Einsatz für die sach- und tiergerechte Lösung der von der Frechener Bevölkerung beklagten Problematik einer zu hohen Taubenpopulation bemühten, ist nun offensichtlich endgültig gescheitert. Gescheitert an der Borniertheit und Vorwahl-Populismus von Ratsherren (und –frauen), mangelndem Rückgrat eines Stadtverwaltungsdezernenten und Inkompetenz von Veterinären.
Beschlossen wurde die Schließung des Taubenhauses durch den Umweltausschuss (!) des Stadtrates nach Anhörung des Kreisveterinärs (der in seiner Stellungnahme bezweifelte, dass durch Fütterung und Austausch von Tauben- durch Plastikeier die Kontrolle der Taubenpopulation erreicht wird, sich aber weder eindeutig festgelegt hat, noch eine sinnvolle Alternative aufzeigte) mit der Begründung verstärkter Klagen der Frechener Anwohner und Geschäftsleute über verstärkte „Taubenplage“ nach Errichtung unseres Taubenschlages.
Die Stadträte haben es aber nicht für nötig befunden, vor ihrer Beschlussfassung unseren Verein, der schließlich einen Vertrag zum Betreiben des Taubenhauses mit der Stadt Frechen geschlossen hatte, anzuhören. Wir hätten klarstellen können, dass die Zunahme der Taubenanzahl im Bereich des Taubenhauses in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme keineswegs überraschend und un-willkommen, sondern natürlich und vorher absehbar war.
Wir hatten aus diesem Grunde auch schon mit der Stadtverwaltung vereinbart, neben dem bestehenden einen zweiten Taubenschlag mit ausreichenden Nistplätzen zu errichten. Es sieht wohl so aus, dass weder die Stadträte noch der Kreisveterinär von dieser Vereinbarung Kenntnis hatten.
Ob der zuständige Umweltdezernent der Stadt uns gegenüber mit falschen Karten gespielt hat oder „nur“ kein Rückgrat hat (vielleicht beides), soll offen bleiben. Jedenfalls setzte er uns (Gerd Straeten, Elli Hess und Hartmut Kaschula) von dem Beschluss des Umweltausschusses als unumstößliche Tatsache in Kenntnis und forderte uns auf, an der Schließung des Taubenschlages mitzuwirken, Terminsetzung bis zum 1. Juli.
Wir wollten dies nicht einfach schlucken, sondern schrieben die Fraktionen des Stadtrates mit der Bitte um unsere Anhörung an. Hierauf reagiert hat nur die CDU-Fraktion, mit deren Vertretern wir, Gerd Straeten und Hartmut Kaschula, ein Gespräch führten, in dem die CDU-Vertreter zusagten, auf Grund unserer Argumente – die wir den Fraktionen und dem Stadtrat nochmals unterbreiteten – den Stadtrat nochmals einzuschalten.
Bei dem Treffen mit der zuständigen Sachbearbeiterin der Stadtverwaltung, dem amtierenden und dem ehemaligen Kreisveterinär am 30. Juni am Taubenhaus wurde uns, Gerd Straeten und Hartmut Kaschula, dann aber nur unumstößlich mitgeteilt, dass es bei der Schließung bleibt, lediglich wurde von der Sachbearbeiterin – vorbehaltlich der Zustimmung ihres Vorgesetzten - eine Fristverlängerung bis zum 23. Juli zugestanden. Erneut konnten oder wollten weder die Vertreterin der Stadtverwaltung noch die Veterinäre Auskunft darüber geben, welche Vorstellungen die Stadt nach Schließung konkret hat, um die zu erwartenden Probleme mit den künftig unversorgten und unkontrolliert sich vermehrenden Stadttauben tierschutzgerecht anzugehen.
Es ist schon sehr traurig, wie wenig gute Argumente und gute Arbeit zählen, wenn sie sich mit Obrigkeitsmentalität, Selbstherrlichkeit, Inkompetenz und kurzsichtigem Populismus vor anstehenden Kommunalwahlen auseinandersetzen müssen!
Haustierdiebstahl
Unsere Bewachungsaktionen und Recherchearbeit zum Thema Haustierdiebstahl waren jahrzehntelang sehr intensiv und zeitaufwendig. Verfolgungsjagden von verdächtigen Personen, wenn sie uns – trotz aller Vorsicht - entdeckt hatten. Gespräche mit Polizeibeamten und Kriminalkommissaren waren aufregend und spannend zugleich. Aber auch gefährlich. Zumal einige dieser von uns verdächtigen Personen wegen anderer Delikte bereits vorbestraft waren oder aufgrund unserer Arbeit von der Polizei wegen anderer Vergehen (Drogen, Fahrraddiebstahl, Prostitution) festgenommen werden konnten. Ein „Puuuh“ entringt sich jedem unserer Aktiven, die beteiligt waren, wenn wir „Aktion B.“ erwähnen! „Das war eine Super-Aktion. Lief ab wie ein Uhrwerk und wie bis ins kleinste Detail geplant. Es war nur die falsche Person!“ Und wir waren noch sehr unerfahren…
Bedrohungen und bösartige Beschimpfungen erhielt unsere Geschäftsführerin von Jägern, die ihre Meinung zur Jagd nicht akzeptieren konnten. Sie druckte alles aus und erstattete Strafanzeige bei der Polizei. Eine Person konnte ausfindig gemacht, aber nicht überführt werden.
Die beschlagnahmten Geräte – 2 Computer und 3 Laptops - enthielten völlig neue, saubere Festplatten. Nach einer Woche gab man ihr die Geräte zurück. Nach dem Ärger – die Nachbarn hatten alles mitbekommen – gingen die Bedrohungen und Beschimpfungen weiter.
Unser Katzenasyl in Bergheim-Auenheim
In unserem Asyl für alte, chronisch kranke und psychisch gestörte Katzen betreuten wir zeitweise bis zu 28 Tiere. Wir bauten zwei Ausläufe, die wir zunächst als „Ausbruchsicher“ erachteten. Aber wir hatten nicht mit dem Einfallsreichtum der Katzen gerechnet! Wir richteten ein Katzenhaus ein, das vom Veterinärarzt sogar als Quarantäne-Station anerkannt wurde, richteten drei weitere Räume für die Katzen ein und gestalteten auch den Hof katzengerecht. Ein Paradies für die Tiere, aber viel Arbeit für uns. Zumal unser Hilferuf nach ehrenamtlichen Helfern nahezu ungehört blieb.
Aus gesundheitlichen Gründen mussten wir im Juni des Jahres 2011 das Katzenasyl aufgeben und können seitdem nur noch die schriftlichen und telefonischen Arbeiten weiter fortsetzen. Einige unvermittelbare Katzen zwischen 9 bis 21 Jahre haben wir auch weiterhin zu betreuen, die nicht nur täglich Futter, sondern zudem regelmäßig Medikamente und den Besuch beim Tierarzt benötigen.
Telefonische und schriftliche Arbeit:
Vereinszeitschrift TIER-INFO, TIER-INFO-Newsletter, Tipps und Ratschläge für Haustierbesitzer, Pressearbeit, Leserbriefe, Kommentare in Gruppen und Foren, Petitionen, Protestschreiben an Politiker, Behörden und Firmen, Muster-Protestbriefe für Tierschützer, Pflege unserer HP-Seite und Gruppe bei Wer kennt Wen, Telefonische Beratung, Warnungen vor Haustierdiebstahl mit Musterplakate und Anzeigen-Vordrucke sowie Warnung vor Halsbänder bei Katzen.
Auf unserer HP-Seite wurde das Thema Halsbänder nahezu 20.600-mal angeklickt und aufgerufen.
Dies ist nur eine grobe Zusammenfassung unserer aktiven Tierschutz-Arbeit innerhalb der 30 Jahre seit Bestehen unserer Organisation. Es gäbe noch weit mehr zu berichten darüber, welche Anstrengungen und Mühen wir in Kauf genommen haben, um Tieren vor Not, Elend und der Willkür von Menschen zu bewahren.
Viele unserer Aktivitäten können auf unseren HP-Seiten als Gedichte oder ausführliche Berichte (mit Fotos) nachgelesen werden:
http://www.tierversuchsgegner-pulheim.de und http://www.tvg-pulheim.de
Wenn Sie unsere Arbeit zum Schutz von Tieren als wertvoll erarten, unterstützen Sie uns bitte mit einer Spende.
Spendenkonto: KSK Köln IBAN: DE 62370502990156001487 BEC: COKSDE33XXX
Wir freuen uns auch über eine (Katzen-) Futterspende für unsere Senioren!
Text und Fotos: Tierversuchsgegner Rhein-Erft e.V. – MENSCHEN FÜR TIERRECHTE







