(openPR) Qualifizierungsmaßnahme Elektrotechnik für geflüchtete Menschen im CJD Rhein-Erft
„So unterschiedlich ihre Herkunftsländer und ihre Fluchtgeschichten waren, eines verband sie alle: Sie wollten auf gar keinen Fall, dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegen!“, ist sich Sozialpädagoge Roland Dammers sicher, der für die sozialpädagogische Begleitung in der Berufsfachlichen Qualifizierungsmaßnahme Elektrotechnik für geflüchtete Menschen im CJD Rhein-Erft in Kerpen zuständig ist.
Mangelnde Kenntnisse in der Fachsprache können es in Deutschland trotz Fachkräftemangel fast unmöglich machen, eine adäquate Anstellung zu finden. „Verschiedene Teilnehmer haben schon jahrelang ohne anerkannte Ausbildung in ihren Heimatländern fleißig gearbeitet, doch das zählt in Deutschland nur sehr selten“, weiß Roland Dammers. Neben sehr guten Sprachkenntnissen setzten deutsche Betriebe meist sehr gute Schulabschlüsse oder langjährige Erfahrung in genau ihrem Arbeitsfeld voraus.
Doch das können nach den Kriegswirren nur sehr wenige belegen! Also müssen sie sich in Deutschland schnell qualifizieren.
Zu diesem Zweck bietet das CJD Frechen an seinem Standort im EkoZ in Kerpen, im CJD Rhein-Erft, eine Berufsfachliche Qualifizierung im Bereich Elektrotechnik an mit den Schwerpunkten Mikrocomputertechnik, Mikrocontroller, Digitaltechnik und erneuerbare Energien. Im CJD Rhein-Erft haben sich erstmals ab Herbst 2017 geflüchtete Menschen weitergebildet, um ihre beruflichen Aussichten zu verbessern oder um eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Die geflüchteten Menschen wurden in der Qualifizierungsmaßnahme Elektrotechnik in den klassischen Schulfächern und im Bereich Technik mit dem notwendigen Wissen unterwiesen. Ein großes Problem stellte dabei die Fachsprache dar. Martin Binka, Ausbilder für den berufsfachlichen Teil der Qualifikation, bringt es auf den Punkt: „ Kein Sprachkurs bringt einem Flüchtling Wörter wie: Schraubendreher, Fehlerstromschutzschalter oder Isolierband bei“.
In der Qualifizierungsmaßnahme wurden auch Kenntnisse über das Leben in Deutschland vermittelt, weiterhin das Schreiben von Bewerbungen geübt, über moralische, ethische Werte in Deutschland sowie über notwendige Versicherungen und über vieles mehr informiert.
Das Ausbildungsteam vom CJD Rhein-Erft kann stolz auf sich sein! Mehr als 2/3 der Teilnehmer hat, teils schon während der Maßnahme, eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufgenommen oder eine Ausbildungsstelle gefunden.
„Das war zwar nicht immer im Elektrobereich, aber die Hauptsache ist doch, dass die Teilnehmer eine Tätigkeit aufnehmen und erste Schritte in den Arbeitsmarkt gehen“, erklärt Sozialpädagoge Roland Dammers.
Doch nach der Maßnahme ist vor der Maßnahme! Für einen neuen Start der Qualifizierungsmaßnahme sind noch einige Plätze frei. Melden können sich Personen junge und auch ältere Erwachsene, die einen Migrationshintergrund haben, im Rhein-Erft-Kreis wohnen und Leistungen des Jobcenters erhalten.
Interessenten können sich gerne telefonisch unter 0175-2185754 melden, um erste Fragen zu klären oder noch besser, um einen Termin zu vereinbaren, an dem sie sich persönlich umfassend über die Maßnahme informieren können.










