(openPR) ...mit geliehener Aussicht...
Mittwoch, 9. April 2014
Rotunde | Museum für Kunst und Kulturgeschichte | Hansastr. 3 | Dortmund
// Ein Programm kuratiert von Peter Gahn
19.30 Uhr Konzert und Gespräch mit dem Komponisten Peter Gahn
»Mit geliehener Aussicht« blickt das E-MEX-Ensemble in die exotische Ferne Japans: Ein von Peter Gahn kuratiertes Konzertprogramm widmet sich der traditionellen japanischen Musikkultur aus unterschiedlichsten Perspektiven. So wie schon im 19. Jahrhundert Komponisten wie Claude Debussy von den ungewöhnlichen Klängen fasziniert waren, lassen sich auch heute die Komponisten zeitgenössischer Musik von der uralten japanischen Musiktradition inspirieren. So sorgfältig und durchdacht, wie ein japanischer Garten nach dem Prinzip der »Shakkei« – der »geliehenen Aussicht« – in eine seine Umgebung eingebettet ist, hat der Komponist Peter Gahn auch das Programm zusammengestellt: Für den Konzertabend hat Gahn, der 8 Jahre in Japan gelebt hat, Werke ausgewählt, die auf unterschiedlichste Weise die japanische Musiktradition reflektieren. Einige der Komponisten stammen selbst aus diesem Kulturkreis und setzen sich somit musikalisch mit ihren eigenen Wurzeln auseinander. Im Wechsel mit den zeitgenössischen Kompositionen werden außerdem mehrere Stücke aus der seit über 1000 Jahren überlieferten Gagaku-Musik erklingen. Darüber hinaus wird Peter Gahn in einem Gespräch in das Programm einführen.
Yasuko Yamaguchi verarbeitet in Lichttempel die gewaltigen Eindrücke der hölzernen Figuren aus dem japanischen Tempel Byodo-in in Kyoto. Der Zyklus Wunderblock von Robert HP Platz setzt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eine kontrapunktisch verwobene Beziehung, wobei der Komponist sich an einer dem japanischen No-Theater entlehnten »Ästhetik des Kleinen« orientiert hat. Auch Toshio Hosokawa, der sich intensiv mit traditionellem japanischen Instrumentarium beschäftigt hat, verwirklicht in seiner Vertical Time Study I neue Zeitstrukturen und Rhythmen für europäische Instrumente. Nicht zuletzt wird auch ein Werk des Kurators Peter Gahn erklingen, das sowohl von der traditionellen Gagaku-Musik als auch von Bildern Paul Gaugins inspiriert ist.
Programm:
Yasuko Yamaguchi
Lichttempel (2005) für Flöte und Klavier
Gagaku
Banshikichô no chôshi - Fassung für Akkordeon
Robert HP Platz
Wunderblock I-III (next – Kiefer –Sekundenstücke) (2008) für Altflöte, Bassklarinette, Viola, Violine, Violoncello, Schlagzeug
Gagaku
Hyôjô no chôshi - Fassung für Akkordeon
Toshio Hosokawa
Vertical Time Study I (1993) für Klarinette, Violoncello, Klavier
Gagaku
Sôjô no chôshi - Fassung für Akkordeon
Peter Gahn
ink, colours and gold on paper II+III surrounding 1+2 (2005-07) für Flöte, Violoncello, Akkordeon, Schlagzeug und Live-Eletronik
E-MEX
Evelin Degen, Flöte
Joachim Striepens, Klarinette
Kalina Kolarova, Violine
Konrad von Coelln, Viola
Burkart Zeller, Violoncello
Christina Taczyk, Akkordeon
Martin von der Heydt, Klavier
Michael Pattmann, Schlagzeug
Eintritt: 10 € | ermäßigt 5€ | Schüler und Studierende frei
Das Konzert wird gefördert durch das NRW KULTURsekretariat, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalens, das Kulturbüro der Stadt Dortmund und E-MEX e.V.








