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Gestörter Zuckerstoffwechsel behindert Schwangerschaften und begünstigt Fehlgeburten

11.03.201412:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Gestörter Zuckerstoffwechsel behindert Schwangerschaften und begünstigt Fehlgeburten
Dr. Eder und Prof. Bals-Pratsch
Dr. Eder und Prof. Bals-Pratsch

(openPR) profertilita in Regensburg ist einzige Praxis im In- und Ausland, die Risikopatientinnen
routinemäßig untersucht


Der Zusammenhang ist bekannt: Eine Zuckerstoffwechselstörung kann Schwangerschaften verhindern und zu Fehlgeburten führen. Das hat Frau Professor Dr. Monika Bals-Pratsch von profertilita, dem Zentrum für Fruchtbarkeitsmedizin im Facharztzentrum Regensburg, gemeinsam mit Professor Dr. Christian Seifarth vom Metabolikum Regensburg publiziert. In der praktischen Medizin werden die Rückschlüsse aus dieser Erkenntnis aber noch viel zu wenig gezogen. „Wir kennen kein Kinderwunschzentrum im In- oder Ausland, das routinemäßig alle Risikopatientinnen untersucht und bei positivem Befund konsequent behandelt“, sagt Professor Bals-Pratsch.



Die Risikofaktoren: 35 Jahre und älter, mehrere Fehlgeburten, PCOS, Übergewicht. Trifft einer dieser Faktoren zu, empfiehlt Frau Professor Bals-Pratsch einen Zuckerbelastungstest. „Bei etwa 70 Prozent der Frauen mit einem oder mehreren dieser Risikofaktoren entdecken wir dann tatsächlich vorher nicht bekannte Zuckerstoffwechselveränderungen“, erklärt Frau Professor Bals-Pratsch.

Bei profertilita wurden auf der Grundlage dieser Erkenntnis mit relativ einfachen Methoden schon sehr gute Erfolge erzielt. Geholfen werden konnte beispielsweise einer Patientin, bei der eine Hormonstörung, das so genannte polyzentrische Ovarsyndrom
(PCOS), diagnostiziert worden war, und die trotz entsprechender Hormonbehandlung nicht schwanger wurde. Frau Professor Bals-Pratsch und ihre Kolleginnen fanden schnell die wahre Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch der Patientin: „Wir stellten Zucker- und Insulinwerte fest, die nach unseren Erfahrungen mit einer Schwangerschaft nicht vereinbar sind“, erklärt Frau Professor Bals-Pratsch. Eine Hormonstörung wirke sich nämlich nicht nur auf die Funktion der Eierstöcke aus, auch der Stoffwechsel sei betroffen. Es folgten eine Behandlung bei einem Diabetologen und eine speziell abgestimmte Ernährungsberatung. Daraufhin wurde die Patientin auch ohne Hormonbehandlung schwanger.

Auch einer anderen Patientin, die selbst die Strapazen mehrerer künstlicher Befruchtungen hat über sich ergehen lassen, um schwanger zu werden, konnten erst die Fruchtbarkeitsspezialistinnen im Facharztzentrum Regensburg weiterhelfen. Obwohl der frühere Arzt der Patientin erklärte hatte, dass ihre Eizellen wohl nicht entwicklungsfähig seien und keine große Hoffnung auf ein eigenes Kind bestehe, hat sie mittlerweile einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. „Wir stellten beim Zuckerbelastungstest fest, dass die Insulinwerte der Patientin zu hoch anstiegen. Sie hatte zwar einen regelmäßigen Zyklus, aber dennoch mussten wir bei ihr ein zuvor übersehenes PCO-Syndrom konstatieren. Denn die beiden anderen diagnostischen Kriterien waren erfüllt: mindestens 12 kleine Eibläschen (Follikel) in den Eierstöcken und Akne. Wir verschrieben ihr zur Vorbehandlung vor der weiteren Fruchtbarkeitsbehandlung Metformin. Bei der künstlichen Befruchtung zählt Metformin in unserem Zentrum mittlerweile als ein IVF-Standardmedikament“, erzählt Frau Professor Bals-Pratsch.

Um die Zusammenhänge von Zuckerstoffwechsel und Hormonen beim Schwangerwerden noch besser zu verstehen, arbeiten seit dem vergangenen Jahr vier Doktorandinnen von Frau Professor Bals-Pratsch an diesem Thema. „Sie erforschen zum Beispiel, ob steigende Hormonwerte (etwa bei einer Fruchtbarkeitsbehandlung) bereits einen Schwangerschaftszucker zum Zeitpunkt der Einnistung von Embryonen auslösen. Das würde bedeuten, dass Diabetologen und Kinderwunschärzte bei der künstlichen Befruchtung eng zusammenarbeiten müssen, damit sich der Erfolg schnell einstellt“, erklärt Frau Professor Bals-Pratsch die Notwendigkeit dieser
Forschungsarbeit.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen Patientenmagazin des Facharztzentrums Regensburg. Es steht zum Download bereit unter www.facharztzentrum-regensburg.de.

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