(openPR) An der großen „Wir haben es satt!“-Demonstration mit über 30.000 Teilnehmern beteiligten sich auch Mitglieder der AGfaN und des Runden Tisch Natur-, Umwelt- und Tierschutz aus dem Landkreis Harburg. Sie wollten im Rahmen des Bündnisses der Agraropposition ein Zeichen der Solidarität mit den selbstbestimmt wirtschaftenden, also von der Agrarindustrie unabhängigen bäuerlichen Betrieben setzen, insbesondere mit denjenigen, die ihren Tieren deutlich bessere Lebensbedingungen gewähren als es in den praxisüblichen Massentierhaltungen der Fall ist. Viele hundert Organisationen aus den verschiedensten Bereichen des Tier-, Natur- und Verbraucherschutzes wandten sich gegen die von der Agrarindustrie rücksichtslos betriebene Ausbeutung von Böden, Tieren und Menschen sowie gegen die Zerstörung der Regenwälder für den Futtermittelanbau und die nicht mehr zu verantwortenden Umweltbelastungen durch Gülle und Bioaerosole (luftgetragene, an Staub gebundene Krankheitskeime und Schadgase wie Ammoniak), zulasten nachfolgender Generationen. Der Protest richtete sich aber gleichermaßen gegen den immer noch horrenden Einsatz von Antibiotika in den Massentierhaltungen, die drohende Zulassung gentechnisch manipulierter Pflanzen und das Klonen von Tieren, gegen die Verschwendung pflanzlicher Grundnahrungsmittel auf dem Umweg über die Nutztiere, wodurch der Hunger in der Welt vergrößert wird. Wegen der aktuellen Brisanz wurde auch gegen die drohende Gefährdung der in Deutschland und Europa erreichten Lebensmittelsicherheit durch die im Geheimen geführten Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen mit den USA aufbegehrt. Der dort übliche Einsatz von Hormonen in der Tiermast gefährdet die Gesundheit der Konsumenten ebenso, wie die Desinfektion von Fleisch mit Chlor, um Hygienedefizite auf den Schlachthöfen und in den Zerlegebetrieben in den USA zu kaschieren.
„Mit so vielen Gleichgesinnten beieinander sein zu können, ist sehr motivierend“, freute sich der stellvertretende Vorsitzende der AGfaN, Dr. Hilmar Tilgner. Der Vorsitzende, Eckard Wendt, fragte, ob und wann es denn der Bauernverband jemals eine vergleichbar große Demonstration zustande gebracht habe.












