(openPR) Es sind hoffentlich nur noch wenige Fälle, doch leidet jedes einzelne Schaf, wenn es nicht rechtzeitig vor dem Hochsommer von seiner Wolle befreit wurde. So erging es jetzt einer kleinen Herde mit 19 Tieren, die noch nicht geschoren wurde, obwohl dies nach der Schafskälte bis Ende Juni zu erfolgen hat, damit das Vlies bis zum Einsetzen der Kälteperiode wieder genügend Schutz bietet.
Eine aufmerksame Spaziergängerin alarmierte zunächst das zuständige Veterinäramt und anschließend auch den Tierschutzfachverband „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e. V. Der Vorsitzende, Eckard Wendt, war entsetzt, als er zur Weide kam: „So wie die Tiere aussehen, wurden sie auch im vergangenen Jahr nicht geschoren. Der Halter missachtete also wiederholt gegen die „gute fachliche Praxis“ und ließ die Tiere ohne vernünftigen Grund. Die Tiere waren deshalb insbesondere während der letzten Hitzeperiode extremem Hitzestress ausgesetzt.“
Wollschafen wurde im Zusammenhang mit ihrer Domestikation der bei Wildtieren vorhandene natürliche Wollwechsel im Frühjahr und Herbst weggezüchtet. Deshalb sind sie auf die Schur angewiesen. „Auch wenn die Schur jetzt unverzüglich vorgenommen wird, besteht die Gefahr, dass das Fell bei früh einsetzendem Winter noch nicht wieder ausreichend nachgewachsen ist. Dann müssen die Tiere gegebenenfalls aufgestallt werden“, erklärt Wendt.
Die AGfaN dankt dem beteiligten Veterinäramt für sein unverzügliches Eingreifen noch am Freitagmittag. Außerdem bitten die Tierschützer, dem zuständigen Veterinäramt mutmaßliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu melden. Gerne dürfen sie sich auch bei der AGfaN rückversichern: AGfaN e.V., Auf der Geest 4, 21435 Stelle, E-Mail:
, Tel.: 04174-5181 und mobil .













