(openPR) „Jetzt geht es den Lichtenberger Schafen an die Wolle" - Schafschur im Landschaftspark Herzberge hautnah erleben
Freitag, 16. März 2012, Beginn 09.00 Uhr (bis ca. 14:00 Uhr)
Treffpunkt: Große Schafweide an der Straßenbahnhaltestelle Herzberge
Landschaftspark Herzberge
Das gesamte Gebiet des Landschaftspark Herzberge umfasst ca. 100 Hektar Brach-, Wirtschafts-, Wohn- und Grünflächen. Das Kerngebiet von ca. 17 Hektar setzt sich aus ehemaligen Gartenbaubetriebsflächen im Süden, dem ehemaligen Rangierbahnhof Roeder im Westen, dem alten Lichtenberger Stadion im Norden und verschiedenen waldartigen Biotopen und Wiesenflächen zusammen.
Seit 2004 arbeiten der Bezirk Lichtenberg, die AGRARBÖRSE Deutschland Ost e.V. und verschiedene Fördermittelgeber an der Umsetzung eines zukunftsweisenden urbanen Parkkonzepts mit landwirtschaftlicher Nutzung als Kernelement. Das gesamte Gebiet umfasst eine Fläche von ca. 100 Hektar in deren Mitte das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge liegt. Durch die extensive Beweidung der Freiflächen mit Rauhwolligen Pommerschen Landschafen werden die Bewirtschaftungskosten der Grünflächen gesenkt und gleichzeitig eine landwirtschaftliche Attraktion mitten in Berlin geschaffen. Ehemalige Gartenbauflächen und Industriegelände wurden zurückgebaut, renaturiert und für die spätere Beweidung vorbereitet. Mit Hilfe von Fördermitteln aus der Europäischen Union, dem Bund und dem Land Berlin wurden mittlerweile z.B. ca. 15 Hektar Weideflächen für Schafe, viele Kilometer Rad- und Fußwege sowie Rastplätze für Erholungssuchende fertig gestellt. Wertvolle Biotope für seltene Arten wurden stabilisiert und große Teile des Landschaftsparks werden Ende 2012 zum Landschaftsschutzgebiet.
Die Schafschur der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe
Seit dem Sommer 2009 weiden auf den Flächen des Landschaftsparks Herzberge Rauhwollige Pommersche Landschafe. Sie werden hier als „Landschaftspfleger“ eingesetzt. Sie dämmen den Gehölzaufwuchs ein und ihr „goldener Tritt“ fördert das Wachstum der artenreichen Kräuterschicht.
Noch vor Jahren war diese Landschafrasse fast völlig von der Bildfläche verschwunden. Heute gibt es bundesweit wieder über 2.500 Tiere. Besonders beliebt sind die Pommern bei Haltern mit kleineren Tierbeständen; hier steht der kulinarische Genuss des wildbretartigen Fleisches und die Besonderheiten der Wolle im Vordergrund, deren unterschiedliche Grautöne mit dem bläulichen Glanz dem Vlies die einzigartige Farbe verleihen.
Zur diesjährigen Schafschur am 16. März 2012 zwischen 09:00 und 14:00 Uhr wird sich der Schafscherer Jens Gerbert unserer 52 Mutterschafe annehmen. Bevor die Lammzeit ab Mitte April beginnt werden die Schafe ihre Wolle los.
Schafwolle ist ein Naturprodukt, das man durch nichts Gleichwertiges ersetzen kann. Sie vermittelt der menschlichen Haut die wichtige, wohlige und Temperatur ausgleichende Wärme.









