(openPR) Als längst überfällige Entscheidung wertet der Tierschutzfachverband „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e.V. (AGfaN) den Entzug der Bio-Zulassung für den Eierproduzenten Hennenberg durch das nordrhein-westfälische „Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz“. Es handele sich um ein deutliches Signal gegenüber anderen Hühnerhaltern, die vergleichbare betrügerische Tricks anwenden. Es sei nun an der Zeit, dass die zuständigen Behörden der anderen Bundesländer ebenso hart durchgreifen und nicht nur bei Betrügereien mit Bio-Eiern einschreiten, sondern auch die Betreiber aller Pseudo-Freilandhaltungen mit empfindlichen Strafen belegen. „Noch immer gibt es Freilandhaltungen, deren Besitzer ihren Hennen nicht genügend Auslaufflächen zur Verfügung stellen oder sie wochenlang nicht aus den Ställen lassen“, beanstandet der Vorsitzende der AGfaN, Eckard Wendt. Es sei an der Zeit, dass die Veterinär- beziehungsweise die Ordnungsämter genau kontrollieren und spürbare Ordnungsstrafen verhängen, die nicht aus der Portokasse beglichen werden können. Bei wiederholten Verstößen müssten auch Haltungsverbote ausgesprochen werden.
In diesem Zusammenhang weist die AGfaN e.V. darauf hin, dass Hühner von Natur aus am Waldrand leben. Sie brauchen ihn als Schutz vor Beutegreifern und insbesondere die Äste zum Aufbaumen, um in Sicherheit ausruhen zu können. Deshalb sind neben nicht zu großen freien Flächen Baumbestand und Buschwerk unverzichtbare Elemente guter Ausläufe. Eine den Bedürfnissen der Hühner gerecht werdende Freilandhaltung ist auch für Laien leicht an einer gleichmäßigen Verteilung der Hennen im Auslauf zu erkennen. Weitergehende Informationen über die Haltung von Legehennen und den Eierstempel gibt es unter www.eier-deklaration.de.












