(openPR) Wenn das Kleinkind nachts - oder am frühen Morgen- wach wird und schreit, ist das für viele Eltern ein Albtraum. Kommen Beschwerden wie ein bellender Husten und Atemnot, bis hin zur Erstickungsgefahr dazu, sollten die Alarmglocken läuten: Es könnte sich um einen Pseudo-Krupp-Anfall handeln.
Wie sollte man reagieren ?
Eine der wichtigsten Erstmaßnahmen, im Fall der Fälle ist: Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie Ihr Kind zu beruhigen. Heftige emotionale Reaktionen wie z.B. Schreien erzeugen Panik und sind extrem kontraproduktiv, da sie das Kind beunruhigen und den Anfall nur verstärken. Je aufgeregter bzw. panischer Ihr Kind ist, umso größer wird seine Atemnot - was sich in dieser Situation sehr ungünstig auswirkt. Äußerst hilfreich und angebracht ist dagegen Körpernähe: Bringen Sie Ihre eigenen Gefühle und Ängste unter Kontrolle und vermitteln Sie dem Kind Ruhe und Geborgenheit, indem Sie es auf den Armnehmen und es beruhigen.
Doch was ist Pseudo-Krupp überhaupt?
Pseudo-Krupp Beschwerden gehen von einer Entzündung im Bereich des Kehlkopfes aus. Da dieser bei Kindern unter vier Jahren noch recht klein und eng ist, ist die Gefahr größer, dass beim Anschwellen der Schleimhäute ein Engpass entsteht, der zu Luftnot führen kann. Meistens geht einem Pseudo-Krupp-Anfall, eine gewöhnliche Erkältung oder Virusinfektion voraus - was allerdings nicht bedeutet, dass jeder gewöhnliche Husten, plötzlich lebensbedrohlich werden muss. Seien Sie jedoch aufmerksam falls Sie typische Symptome, wie oben beschrieben, auftreten.
Ist bei Pseudo-Krupp Erkältungssalbe empfehlenswert?
Nein. Ist ein Kind bekanntermaßen Pseudo-Krupp gefährdet, ist von Erkältungssalben und -tropfen, die ätherische Öle enthalten, abzuraten. Sie steigern die Schleimproduktion, können allergische Reaktionen erzeugen und so den Abtransport des Schleims aus den Atemwegen noch stärker behindern. Dies ist nur einer der Gründe, warum Erkältungssalben bei überempfindlichen Atemwegen (z.B. Asthma bronchiale) nicht verwendet werden sollen. Bei kleinen Kindern kann zudem ein Muskelkrampf im Kehlkopf zur besonderen Gefahr werden, da deren Atemwege viel enger sind, als die eines Erwachsenen. Vermehrt gebildeter Schleim und andere Entzündungsreaktionen können bei Pseudo-Krupp die Atemwege unvorhersehbar bedrohlich verengen.
Gibt es andere hilfreiche Mittel?
Sollte sich der Zustand Ihres Kindes nach ca. einer halben Stunde nicht bessern oder gravierend verschlechtern, sollten Sie einen Arzt kontaktieren, oder falls in der Hausapotheke vorhanden, gezielt auf ein Notfall- Medikament zurückgreifen. Empfehlenswert sind in solchen Fällen z.B. Rektalkapseln, da sie gegenüber Hartfettzäpfchen den Vorteil besitzen, sich im feuchten Darmmilieu schneller zu öffnen, sodass der Wirkstoff rascher austritt und unmittelbar zur Verfügung steht. In der Lagerung sind sie zudem auch einfacher als Zäpfchen, da sie hitzestabil sind und sich somit auch hervorragend im Sommer aufbewahren oder in warmen Urlaubsländern mitführen lassen.
Warum Rektalkapsel bei einer Atemwegserkrankung ?
Es mag Manchen ungewöhnlich erscheinen, bei einer Erkrankung der Atemwege das Medikament rektal zu verabreichen. Doch jeder der mit Atemnot bereits Erfahrung gemacht hat kann sich vorstellen, wie problematisch eine orale Medikamentengabe während eines Pseudo-Krupp-Anfalls sein kann. Das Schlucken ist aufgrund der Schwellung im Hals mit großen Schmerzen verbunden und wird durch Husten und Atemnot zusätzlich erschwert. Die rektale Verabreichung macht daher am meisten Sinn und garantiert, dass das Medikament schnell den sicheren Weg in den Körper findet.












