(openPR) Was ist Pseudo-Krupp?
Besonders häufig treten Erkrankungen der Atemwege in den kalten Jahreszeiten auf. Nicht immer handelt es sich dabei um eine harmlose Erkältung mit den gewohnten Symptomen. Wenn Atembeschwerden hinzukommen, kann es sich um Pseudo-Krupp handeln. Pfeifende Atemgeräusche, Heiserkeit, bellender Husten und Atemnot, bis hin zur Erstickungsgefahr, sind charakteristische Merkmale für eine -eher seltene- aber ernst zunehmende Erkrankung der oberen Atemwege, die meist infolge einer gewöhnlichen Virusinfektion auftritt.
Wen betrifft die Krankheit?
In der Regel sind Kinder zwischen 6 Monaten und 3 Jahren betroffen, da der Kehlkopfbereich in diesem Alter noch recht eng ist. Entzündungen der Schleimhäute und die damit verbundenen Schwellungen, führen bei Kindern somit rascher zu bedrohlichen Verengungen der Atemwege. Nach dem dritten Lebensjahr werden Pseudo-Krupp-Anfälle zunehmend weniger, da der Kehlkopfgewachsen ist und es dadurch nicht mehr so leicht zu Verengungen kommt.
Ist es möglich vorzubeugen?
Nein, Pseudo-Krupp-Anfällen kann man leider nicht präventiv entgegenwirken, da jedes Kind eine unterschiedlich starke Neigung zur Entwicklung dieses Krankheitsbildes hat. Man kann lediglich die Risikofaktoren, die zur Entwicklung von Erkältungskrankheiten beitragen, verringern. Da bezüglich Infektionsanfälligkeit das Immunsystem von großer Bedeutung ist, spielt auchdie Ernährung eine wesentliche Rolle und sollte vorzugsweise ausgewogen und vitaminreich sein. Auch (passiver!) Zigarettenrauch und alles, was die Atemwege reizt, sollte vermieden werden. Kinder aus Großstadtregionen sind insbesondere durch erhöhte Feinstaubbelastung, deutlich gefährdeter. Ein Tipp: Sorgen Sie, besonders vor dem Zubettgehen, durch Öffnen des Fensters, für frische und kühle Luft beim Schlafen. Auch die Luftfeuchtigkeit sollte nicht zu gering sein und kann beispielsweise durch Platzieren von feuchten Tüchern auf den Heizkörpern erhöht werden.
Was hilft,wenn der Ernstfall tatsächlich eintritt?
Kommt es zu einem Pseudokrupp-Anfall, ist es oberstes Ziel die Schleimhautschwellung in Luftröhre und Kehlkopf zu reduzieren. Bei einer Vielzahl von Patienten hat sich hierbei die Methode der kalten Luftzufuhr bewährt - denn Kälte wirkt bekanntermaßen abschwellend. Im Winter kann es daher hilfreich sein, mit dem Kind an die frische Luft zu gehen, sich mit ihm an das offene Fenster oder vor den geöffneten Kühlschrank zu stellen. Vergessen Sie jedoch nicht, Ihr Kind vor dem Hinausgehen, dem Wetter entsprechend, warm anzukleiden.
Als veraltet und zudem gefährlich wird die „Badezimmer-Methode“ bezeichnet, bei der durch aufdrehen der Heißwasserhähne, warme und feuchte Luft erzeugt werden soll. Nicht jedes Kind verträgt dies und bei manchen verschlechtert sich der Zustand davon sogar.
Nichts hilft, was kann ich jetzt noch tun?
In Fällen wie diesen, kann der Kinderarzt ein Notfallmittel mit Kortison z.B. Prednisolon verschreiben, welches die Schleimhäute abschwellen lässt. Da Pseudokrupp jederzeit auftreten kann, sollten sie Ausschau nach Produkten halten, die hitzestabil und somit auch gut im Sommer, in ihrer ,,Notfall-Apotheke" zu lagern sind. Hierbei haben hitzebeständige Rektalkapseln den deutlichen Vorteil gegenüber temperaturempfindlichen Hartfettzäpfchen, da diese bei zu warmer Lagerung schnell aufweichen und unbrauchbar werden. Rektalkapseln, deren Hülle nach dem Einführen sehr schnell im Darm aufbricht sind zudem vorteilhaft, da deren Wirkstoff schnell für die Resorption zur Verfügung steht. Wenn Sie kein solches Präparat zur Hand haben und sich die Symptome von Atemnot verschlechtern bzw. nach einer halben Stunde nicht gebessert haben, verständigen Sie einen Arzt oder den Rettungsdienst.
Im Krankenhaus bzw. Ihr Kinderarzt entscheidet, wie Sie sich für mögliche, neue Pseudo-Krupp-Anfälle rüsten können und kann Ihnen vorsorglich ein Notfallmittel verschreiben.











