(openPR) Das DTHW e.V. fordert die Verbraucherschutzministerin auf, keine faulen
Kompromisse auf Kosten der Legehennen einzugehen.
Bei der gestrigen Agrarministerkonferenz in Warberg kam es im Streit um die Legehennenverordnung zu keiner Einigung. Das Deutsche Tierhilfswerk e.V. hofft nun auf eine tierschutzgerechte Entscheidung von Verbraucherschutzministerin Renate Künast. Im Jahr 2001 wurde der von Tierschützern begrüßte Entschluss gefasst, dass Legehennen in Deutschland ab 2007 nur noch in Boden- und Freilandhaltung gehalten werden dürfen. Mittlerweile trat jedoch in einigen Bundesländern ein Sinneswandel ein. Judith Schmalzl vom Deutschen Tierhilfswerk e.V. über die Hintergründe: "Wir vermuten, dass die so genannten Hühnerbarone kontinuierlich Stimmung gegen die Verbesserungen in der Legehennenhaltung gemacht haben".
Die Aufhebung des Käfigverbotes kann nur durch einen Mehrheitsbeschluss der Bundesländer erreicht werden. Verbraucherschutzministerin Künast benötigt parallel zur Entscheidung um die Legehennen auch die Zustimmung der Länder, um die EU-Richtlinie für die Schweinehaltung in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verankern zu können. Diese starke Position machten sich einige Länder zu Nutze und koppelten die neue Forderung zur Legehennenhaltung an die Umsetzung der Richtlinie für die
Schweinehaltung. Den von "Hühnerbaronen" geforderten Fortbestand der Käfighaltung von Legehennen würde Frau Künast in einem faulen Kompromiss gegen die Verankerung der umstrittenen EU-Richtlinie der Schweinehaltung tauschen.
Denn im aktuellen Legehennenstreit will die Lobby der Eierproduzenten das Ende der Käfigqualhaltung mit so genannten Kleinvolieren untergraben. Dass es sich bei den Volieren schlichtweg um ein ganz normale Käfige handelt, die den Legehennen höchstens ein paar Zentimeter mehr Platz bieten, wird mit Begriffen wie "Hühnerappartement" verschleiert. "Im Moment ist keine Einigung in Sicht. Gibt Verbraucherschutzministerin Künast den Vorstellungen der Käfighaltungslobby nach, kann sie zwar die EU-Richtlinie für die Schweinehaltung in nationales Recht umsetzen, was zwingend für die Schweine nötig wäre, dafür müssten aber die Legehennen mit lebenslangem Käfigknast bezahlen", so Judith Schmalzl vom DTHW e.V. München.










